alles fiktiv natürlich: Zivilsache: Kläger (Privatperson), Beklagter (Firma).
Es wird Termin bestimmt zur Zeugenanhörung. Zeugen vom Kläger : Tochter + Sohn, Zeugen d. Beklagten: Ehemann der Geschäftsführerin der beklagten Firma. Soweit so gut.
ABER :
Bei der beklagten Firma ist die Geschäftsführerin nie als Vertreterin erschienen. Stattdessen ist für die Beklagte immer der Ehemann erschienen, obwohl nicht als Geschäftsführer eingetragen. Der Ehemann hat in einer Bauangelegenheit die Mängel auch selbst verschuldet. Nun wird der Beklagte der Ehemann wohlgemerkt auch als Zeuge geladen.
Wie kann das sein?? Als beklagte Partei hätte doch wohl dann die Ehefrau als Geschäftsführerin erscheinen müssen. Ist das nicht ein Verfahrensfehler?? Bitte gerne auch nochmal nachfragen!
Bei der beklagten Firma ist die Geschäftsführerin nie als
Vertreterin erschienen.
Dennoch ist sie Geschäftsführerin.
Stattdessen ist für die Beklagte immer
der Ehemann erschienen, obwohl nicht als Geschäftsführer
eingetragen.
Dennoch ist er nicht Geschäftsführer (es sei denn, es gäbe anderslautende Beschlüsse).
Der Ehemann hat in einer Bauangelegenheit die
Mängel auch selbst verschuldet.
Das wird ja wohl das Gericht zu klären haben.
Nun wird der Beklagte der
Ehemann wohlgemerkt auch als Zeuge geladen.
Ja natürlich, er ist ja kein Geschäftsführer, aber nur dieser ist Partei, wenn die Gesellschaft verklagt wird. Somit ist er Zeuge.
Wie kann das sein?? Als beklagte Partei hätte doch wohl dann
die Ehefrau als Geschäftsführerin erscheinen müssen.
Ob die Partei erscheinen muss, liegt im Ermessen des Gerichts. Das Gericht kann selbst entscheiden, ob es das persönliche Erscheinen der Parteien anordnet oder nicht. Hier hat es das wohl nicht als hilfreich angesehen, da ja der Ehemann offensichtlich an der Angelegenheit beteiligt war und daher mehr aussagen kann. Er ist aber mangels Geschäftsführereigenschaft Zeuge.
Er ist aber mangels
Geschäftsführereigenschaft Zeuge.
Ja, aber wie konnte er dann die beklagte Partei vertreten in den vorausgegangenen Terminen? Er wurde als beklagte Partei doch bereits gehört. Hätte doch dann die Geschäftsführerin selbst erscheinen müssen oder? Ich kapiers nicht.