Hallo,
ich werde jetzt den ersten Winter in meiner neuen Wohnung verbringen. Da ich in einer alten Wohnung arge Schimmelprobleme hatte (war aber ein Baumangel), möchte ich natürlich in Sachen Lüften und Heizen alles ganz richtig machen.
Ich habe mir bereits zahlreiche Webseiten und diesbezügliche Diskussionsfäden durchgelesen, mein Problem dabei aber nicht gefunden:
Mir ist aufgefallen, dass ich eine relativ hohe Luftfeuchte in meiner Einraumwohnung habe (60 - 65 % bei 21 °C). Ich lüfte 3 bis max. 5 Mal am Tag mit Durchzug für jeweils ca. 3-5 Minuten. Zur Zeit ist es draußen relativ feucht (Regen, ~ 90 % rF, 11 °C), beim Erwärmen der Luft in der Wohnung sollte die Luftfeuchte aber deutlich abfallen. Sie tut es nur nicht! Eben habe ich wieder mal gelüftet, die Feuchte sank auf zunächst 55 % bei 18.5 °C (~ 8.6 g Wasser pro m³ Luft), jetzt sind es nach ein paar Minuten Heizen 20 °C und… 66 % (~ 12.2 g/m³)! Dabei habe ich nur den Wohnraum gelüftet, nicht das Bad, um eventuelle aus dem Bad in den Wohnraum transportierte Feuchte mal auszuschließen.
Das heißt doch, dass ich irgendwo eine dicke Feuchtigkeitsquelle haben muss, die sehr schnell wieder Wasserdampf an die frische trockenere Kaltluft abgeben muss. Nur - was?
Ich lüfte jeden morgen nach dem Aufstehen alles gut durch, hänge auch die Bettdecke so, dass der Nachtschweiß eigentlich rausgehen sollte. Die Möbel (Bett, Schreibtisch, Schrank) habe ich so gestellt, dass die Luft um sie herum und unten drunter her strömen kann. Ansonsten habe ich zwei kleine Pflanzen, welche aber nur ca. alle 14 Tage mit ein bisschen Wasser gegossen werden.
Ist es möglich, dass z.B. das Holz der Möbel oder ein kleiner Vorhang so viel Feuchte speichern, dass sie nach dem Lüften die Luftfeuchte wieder derart ansteigen lassen? Die Wände bestehen, soweit ich es beurteilen kann, zum größten Teil aus Beton mit einer dünnen Putzschicht und Rauhfasertapete.
Ich stehe echt vor einem Rätsel…
LG Thomas