ich habe mal in meiner Bekanntschaft rumgefragt und alle haben sie mir die gleiche Antwort gegeben. Irgendwie kann ich das aber nicht glauben.
Es geht um folgendes: Gab es Belagerungen, wo alles an Gerätschaften „verwendet“ wurde? Natürlich oder?
Zum Beispiel Katapulte, Triboke (Richtig so?) und Belagerungstürme usw. Sowas wurde doch verwendet um eine Burg einzunehmen,richtig?
Weil, alle haben gesagt, früher haben sie sich garnicht die Mühe gemacht die Burg einzureißen oder dergleichen. Sie haben sie belagert und so lange gewartet bis sie ausgehungert waren… Ich kenn diese Taktik, aber man hat das doch nicht nur gemacht oder?
Es gab doch auch mal bestimmte Situationen, wo die Burg auf jeden Fall schnell besetzt werden musste.
Weil, alle haben gesagt, früher haben sie sich garnicht die
Mühe gemacht die Burg einzureißen oder dergleichen. Sie haben
sie belagert und so lange gewartet bis sie ausgehungert
waren… Ich kenn diese Taktik, aber man hat das doch nicht
nur gemacht oder?
Es gab doch auch mal bestimmte Situationen, wo die Burg auf
jeden Fall schnell besetzt werden musste.
Oder ist das alles nur ein Klischee?
Aber nein. Spontan fällt mir die Belagerung Jerusalems durch die Kreuzritter 1099 ein. Die Belagerung stand unter Zeitdruck, weil ein ägyptisches Entsatzheer auf dem Weg war. Obendrein war die Lebensmittelversorgung Jerusalems besser als die der Belagerer. Den Erfolg brachten Belagerungstürme, von denen aus die Stadtmauer gestürmt werden konnte.
Oder kurz vorher Antiochia. Hier gab es den ernsthaften Versuch, die Festung auszuhungern. Es gelang nicht, die Belagerer hatten wiederum mindestens die gleichen Versorgungsprobleme wie die Belagerten. Die Stadt fiel durch Verrat, zwei Tage vor Eintreffen des Entsatzes.
Ich würde meinen, dass die Einnahme einer Burg durch Aushungern in keinem Fall die Regel war. Einen lückenlosen Belagerungsring um eine Burg zu legen, so dass diese auch bei Nacht und Nebel nicht mehr versorgt werden konnte, bedurfte eines ganz erheblichen Aufwands. Und diese Leute mussten über Wochen oder gar Monate ja auch versorgt werden. Nicht ganz unkompliziert.
Es konnte eigentlich nur gelingen, wenn die Chance bestand, die Wasserversorgung der Belagerten zu unterbrechen. Sonst war sicherlich Handstreich, Sturm oder Verrat viel erfolgversprechender.
Ich würde meinen, dass die Einnahme einer Burg durch
Aushungern in keinem Fall die Regel war.
Es konnte eigentlich nur gelingen, wenn die Chance bestand,
die Wasserversorgung der Belagerten zu unterbrechen. Sonst war
sicherlich Handstreich, Sturm oder Verrat viel
erfolgversprechender.
So klar kann man das wohl nicht sagen. Meines Wissens ist z.B. keine einzige Wasserburg in Mitteleuropa (man möge mich korrigieren) erobert worden - im Gegensatz zu Burgen an verteidigungsgünstigen Positionen wie Bergspitzen. Das spricht sowohl dafür, dass Aushungern schwierig war, aber auch dafür, dass eine Erstürmung an recht simplen Hindernissen scheitern konnte.
So, ich habe mich jetzt mal durch die Texte gelesen und bin begeistert Hatte ich ja doch nicht unrecht…
Was ich allerdings noch nicht gefunden habe: Ich kenne auch, dass die Belagerer, Tunnel gegraben haben. Die haben sich unter die Burgmauer gegraben und versucht darunter alles auszuhöhlen und dann den Tunnel einstürzen lassen, dies beschädigte die Mauer erheblich.
Mein Freund meint, das wäre absoluter Schwachsinn.
Irgendwie kenne ich das aber,weiß aber nicht genau woher. Aus Büchern, keine Ahnung.
Ich bin mir ziemlich sicher das ihr alle „Agriffe“ meint.
Belagerungen haben sich durchaus über mehrere Jahre hinweg gezogen , das war damals nicht viel zeit wenn man überlegt das die Menschen die damals auf einen Kriegszug gegangen sind ihre ganze Familie mit genommen haben weil dieser bis zu mehreren Jahrzehnten gedauert hat.
Wenn man schließlich eine Festung einnehmen will hat man ja auch kein interesse daran wenn sie danach kaputt ist.Genau so ein irrglaube ist es das sich die Schiffe damals gegenseitig abgeschossen haben, meist gab es lediglich Warnschüsse.Es war damals auch nicht unüblich, dass Kaufmänner, wenn sie auf reisen mussten einfach zu den Gegnern gingen fragten ob sie durch durften und sind dann nach ein paar Jahren wieder zurück in die Stadt gekommen.Wenn man sich auserdem einmal beispielsweise Paris im Mittelalter anschaut, dann wüsste man das es eigendlich unmöglich gewesen wäre ein Katapult oder gar ein Trebuchet in die Stadt bis zu einer Festung vor zu schaffen.
MfG Philipp
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Schönes beispiel dafür ist die Bastille, die wärend der Revoulotion „gestürmt“ wurde.Es wurde einfach die Zugbrücke hochgezogen und schon standen die Leute davor und wussten nicht mehr was sie machen sollten.
Falls es jemanden interessiert wie die Leute doch noch hinein gekommen sind kann er gerne einen Frage Artikel dazu schreiben =)
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Also, wenn man jetzt nur von dem Tor ausgeht… Ich weiß nicht, den Burggraben ausgehoben und dann per Hand das Tor eingerissen? Ich glaube aber nicht, dass die Verteidiger so mirnichtsdirnichts zugeschaut haben
Mit Katapulten das Tor zerschossen und dann eine neue Zugbrücke gebaut a la Belagerungsturm?
Sonst wüsste ich auch nicht, wie man denn weiterkommt, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt
Dabei sollte man allerdings bedenken das der Sturm auf die Bastille, falls du darauf hinaus willst, gerade zur Zeit der Aufklärung war und das es sich nur um einfache Bauern handelte die wussten doch vorne und hinten nicht wo sie anfangen sollten ein Katapult zu bauen.
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Ich kenne auch,
dass die Belagerer, Tunnel gegraben haben. Die haben sich
unter die Burgmauer gegraben und versucht darunter alles
auszuhöhlen und dann den Tunnel einstürzen lassen, dies
beschädigte die Mauer erheblich.
Mein Freund meint, das wäre absoluter Schwachsinn.
Dein Kumpel hat Unrecht.
Wahr oder unwahr?
Wahr. Selbst Leonardo da Vinci beschäftigte sich in seiner Eigenart als Ingenieur (der Mann hatte ja mehrere Berufe) mit der Konstruktion von Machinen zum Buddeln derartiger Tunnel. Teils um die eigenen Leute plötzlich im feindlichen Hof oder zumindest Keller auftauchen zu lassen, teils um die Bauwerke zum Einsturz zu bringen. Etwas später erfreuten sich bzgl. des zweiten Punktes auch Sprengstoffe, mit denen man den Tunnel hinreichend füllte, großer Beliebtheit.
Schönes beispiel dafür ist die Bastille, die wärend der
Revoulotion „gestürmt“ wurde.Es wurde einfach die Zugbrücke
hochgezogen und schon standen die Leute davor und wussten
nicht mehr was sie machen sollten.
Doch, sie wussten es. Sie sind später nochmal gekommen, diesmal aber mit (dersertierten) Soldaten und Kanonen. Das erklärt wohl das erfolgreiche Eindringen.
Der berühmte „Sturm auf die Bastille“ war wohl in Wirklichkeit eher ein Sturm im Wasserglas. In den Köpfen vieler Leute hat sich festgesetzt, in der Bastille hätten sich ungeheuer viele Gefangene aufgehalten. Tatsächlich waren es sieben: vier Urkundenfälscher, zwei Irre und der (gleichfalls als geistesgestört eingestufte) Marquis de Sade.
Im Übrigen waren die Verhältnisse für die Gefangenen durchaus commod, jedenfalls für diese Zeit. Je nach finanziellen Verhältnissen - die Bastille wurde als kommerzieller Betrieb geführt - durften sich die Gefangenen ihre Zimmer selber einrichten und lebten oftmals komfortabler als in der Freiheit.
Da muss ich dich leider entteuschen, so wie es unser Geschichtslehrer erklärt hat, lies der Leitende Offizier (oder welchen Rang der in der Bastille auch immer hatte) rein gelassen hatte, sie friedlich geredet haben , sie danach wieder raus gingen , einige Zeit später lies er dann FREIWILLIG die Zugbrückerunter weil den Wachen der Festung freies Geleit versprochen wurde, was allerdings nicht mehr gewährleistet war als der aufgebrachte Pöbel herraus fand das wirklich wie du schon sagtest nur sehr wenige Gefangene in der Festung waren, die Bastille war übrigends ein Gefängnis für Straftäter des 1. Standes. Also z.B. Fürsten etc.
MfG Philipp
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Dabei sollte man allerdings bedenken das der Sturm auf die
Bastille, falls du darauf hinaus willst, gerade zur Zeit der
Aufklärung war und das es sich nur um einfache Bauern handelte
die wussten doch vorne und hinten nicht wo sie anfangen
sollten ein Katapult zu bauen.
Aber mann sollte auch Bedenken das zu der Zeit die „Aufständischen“ schon über eine gewise anzahl an desertierten soldaten verfügt haben die mit solchem Kreigsgerät umzugehen wussten. Aber ich denke eher das da doch Kanonen zum Einsatz kam