wie kann man grob schaetzen ob ein altes Haus (ueber 100 Jahre, wahrscheinlich ueberall Fachwerkkonstruktion, ist nicht bei allen Waenden sichtbar) einen Aufbau aushalten kann?
Klar kann das definitiv nur ein Statiker sagen, aber es muesste doch Anhaltspunkte geben wie man feststellen kann ob Mauern zum tragen groesserer Lasten als bisher geeignet sind.
Falls es nicht so ist - ist es moeglich einfach Stuetzpfeiler im Inneren des Hauses anzubringen um die Tragfaehigkeit zu erhoehen?
Bei einem Fachwerkhaus trägt NUR das hölzerne Fachwerk,nicht eine Ausmauerung der Gefache,die wird später vorgenommen.
Deshalb muß man für eine Aufstockung unbedingt die Statik vorher genau prüfen indem man eine Aufnahme(damit ist kein Foto gemeint) der vorhandenen Hölzer mit den Maßen anfertigen lässt.
Denn wahrscheinlich gibt es keine Statischen Berechnungen und Unterlagen. Das wurde früher nach der Erfahrung der Jahrhunderte und den Fertigkeiten der Zimmerleute aufgebaut.
Ohne diese Überprüfung und nachträglich statische Berechnung der vorh. Konstruktion kann man nicht sagen,wie stark sie jetzt belastet ist und ob sie ohne weiteres Zusatzlasten ableiten kann.
Technisch möglich ist eine Verstärkung fast immer,es sieht nur mehr oder weniger gut aus und ist eine reine Kostenfrage.
Also mein Tipp, Architekten vor Ort zur Ortsbesichtigung einladen und eine Vorabinfo einholen,was geplant ist und ob es grundsätzlich machbar wäre.
Dann kann man weiter sehen, der Statiker soll prüfen und rechnen,wenn der Ausbau/Aufstockung zu Papier(Vorentwurf) gebracht ist.
wie kann man grob schaetzen ob ein altes Haus (ueber 100
Jahre, wahrscheinlich ueberall Fachwerkkonstruktion, ist nicht
bei allen Waenden sichtbar) einen Aufbau aushalten kann?
Indem man ein Bauingenieurstudium der Vertiefungsrichtung Holzbau erfolgreich abschließt und dann eine Reihe von Jahren in der Altbausanierung gearbeitet hat.
Klar kann das definitiv nur ein Statiker sagen, aber es
muesste doch Anhaltspunkte geben wie man feststellen kann ob
Mauern zum tragen groesserer Lasten als bisher geeignet sind.
Der Anhaltspunkt ist der, dass in aller Regel früher wie heute aus Gründen der Wirtschaftlichkeit niemand mehr in eine Wand reinbaut, als was nach dem geplanten Endzustand - ohne Aufstockung - erforderlich war/ist.
Falls es nicht so ist - ist es moeglich einfach Stuetzpfeiler
im Inneren des Hauses anzubringen um die Tragfaehigkeit zu
erhoehen?
Ja, immer. insbesondere, wenn diese per Nachgründung bis in den tragfähigen Untergrund fortgeführt werden. Allerdings hat man an einem ausbetonierten Fachwerkhaus vielleicht keine rechte Freude mehr.
Und an den Baukosten auch nicht. Aber vielleicht gibt es billigere Lösungen. Die nennt dir der o.g. Fachmann nach einer kostenpflichtigen Ortsbesichtigung.
grob schätzen ist vielleicht nicht die beste Empfehlung
Aber ein Zimmermann kann Dir mit Sicherheit etwas genaueres dazu sagen und verlangt dafür bestimmt kein Vermögen:
Ruf doch einfach mal den nächstgelegenen Zimmereibetrieb an, sage Du planst eine Aufstockung weist aber nicht ob es überhaupt möglich ist.
Wenn er mal zufällig in der Gegend ist könnte er sich das ja mal ansehen…
Gruß elmore
da fällt mir ein Satz über Quadratus, seinerzeit römischer Baumeister um 50 v. Chr. ein:
„Er baute zahlreiche Insulae, von denen viele nicht eingestürzt sind.“
Im Ernst: Ich habe schon viele Häuser gesehen, die so um die 100 Jahre alt sind und auch irgendwann mal aufgestockt wurden.
Aber die, bei denen das nicht „gehalten“ hat, stehen nicht mehr.