Habe den Dialog
zwischen Peter und Kosto mit Interesse und gerne gelesen.
Keine einwände .
Nur ne ergänzung.
EDV erstellte statische berechnungen, ihr kennt das sicherlich. Ich versteh die nur bedingt. Seitenweise nur Zahlenkolonnen, nahezu ohne Aussagekraft, wenn man das Programm nicht kennt.
Diese Statikprogramme sind zertifiziert, und wenn das Programm die Tragfähigkeit bescheinigt (x> zul.y) ist nicht nur der nachweiß erbracht, sondern auch die Prüfung derselben, weil ein Zerti vorliegt.
Man könnte jetzt sagen, daß das mit einem anderen zertifizierten Programm gegengerechnet ist—das ist richtig, aber es ist wieder nur ein Programm.
Mein Prof an der Uni sagte immer: " Statik ist zu 50% Berechnung und zu 50% Begreifen/Intuition/Gefühl. Wenn man beides nicht hat, versteht man von Statik nichts."
Was mir fehlt ist der Mensch der das Programm überprüft, und nicht ein Programm das Andere.
Zum Weiteren scheinen die Binder an den Verbindungsteilen versagt zu haben. Genau an dem Punkte wo die Berechnungsprogramme und der ausführende Mensch zusammentreffen.
Programme werden optimiert, um wirtschaftliche Querschnittseinsparungen zu erzielen. Zu implizieren, daß ein Mensch das programmmäßig (=exakt wie das Programm) umsetzt ist einfach falsch.
Die Annahme, daß eine Abnahme durch den Statiker / Bauleiter Fehler aufdeckt und daduch behoben werden, ist nur bedingt richtig.
Ich, als Verantwortlicher, reklamiere zwar einen verkanteten des nicht gespannten Windverbandes, das führt aber nur zu einem Protokoll, aber nicht zur Behebung des Mangels (weil es nur der versicherungstechnischen Absicherung ALLER dient).
Solange der Staat (in meinem Falle Bayern) nur die Verantwortlichkeit deligiert, aber keine Befugnisse einräumt, wird es nur noch schlimmer. Das merkt man aber erst bei Grenzsituationen, wie bei 1,5m Schnee + Sog von links + einseitige Lasten usw.
Salute