ich bin heute durch Zufall auf einen Artikel gestoßen, in dem es um Strahlenbelastung durch CTs ging. 2005 hatte ich eine Lungenembolie, die innerhalb von 5 Wochen 3CT`s mit sich brachte. Zweimal mit Kontrastmitteln(Szintigramm)! Und als obs noch nicht reicht, eine Herzkatheter-Op auch unter Röntgenbestrahlung. Leider war mir die Belastung nicht bewusst, ich hab den Ärzten halt vertraut! Ein Jahr später folgte noch eine Mammographie! Die ganzen Röntgenuntersuchungen beim Zahnarzt erwähn ich besser gar nicht.
Ich bin fix und alle, weil ich befürchte an Krebs zu erkranken. Kann mir jemand etwas zu diesem Risiko sagen? Wird man die Strahlung im Laufe der Jahre wieder los?
Hallo Bianca
Zur groben Einschätzung von Strahlenrisiken kann man sagen, daß bei einer Mammographie das Risiko für einen Mammatumor durch die Röntgenstrahlung in etwa dem Risiko für ein Lungenkarzinom entspricht, wenn man 3 Zigaretten raucht. Soviel dazu.
Wie hoch dein persönliches Risiko für einen Strahlen induzierten Tumor ist, ist von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Deine Bedenken sind gerechtfertigt, allerdings besteht kein Grund zur Panik. Sollte eine Lungenembolie unentdeckt bleiben, sind die Folgen wesentlich gravierender als die Folgen der Dosis durch die Untersuchungen.
Den Ärzten darfst du ruhig weiterhin vertrauen, jede Untersuchung bedarf einer strengen Indikation, ob der Nutzen durch die Anwendung ionisierender Strahlung höher ist, als die evtl. Folgen der Strahlenbelastung. Im Falle eine LE, ist dies klar mit ja zu beantworten.
erstmal vielen Dank für deine Antwort. Erstmal muss ich mich berichtigen. Es waren zwei Computertomographien, und ein Szintigramm. Über die Strahlenbelastung eines Szintigramms habe ich leider nichts gefunden.
Kann man denn ungefähr sagen in wie weit mein Risiko gestiegen ist? Nimmt, die Strahlenbelastung im Laufe der Zeit wieder ab, oder heißt einmal bestrahlt einfach Pech gehabt? Welche Krebsarten treten vermehrt auf bei Frauen mit BElastungen dieser Art? Vielen Dank!
Hallo
die strahlung ist man sofort wieder los, es kann nur sein dass die effekte die die strahlung eventuell im Körper angerichtet haben, bleiben.
Falls Du nur CTs bekommen hast ist das weniger als ein Szintigramm aber immer noch viel.
Aber immer noch besser als eine Lungenembolie zu übersehen. Das Herzkathether (wenn therapiert wurde) hat whs die meiste Strahlung gebracht.
Als Basis: Pro Jahr kriegt man ca 2mSv Strahlungs als Mensch in D ab. Ein CT kann 6-15mSv, ein Szinitigram 10-20mSv und eine Herzkatheteruntersuchung 2-25mSv bringen. Die Mammography hat viel weniger, die Zahnuntersuchung 0.4-0.6mSv.
Wegen dem Krebsrisiko streiten sich die Fachleute. Es hängt davon ab wie alt Du bist, je jünger desto höher.
Insgesamt wird es aber nur minimal erhöht sein, wenn überhaupt.
Super! Das wären dann im ungünstigstenh Fall 80mSv. in 2 Monaten. Noch dazu dass die Elektrophysiologische Untersuchung am Herzen nicht unbedingt notwendig war. Das ist ja mehr Belastung als ein Bergarbeiter im Jahr hat…Da hilft dann wohl nur beten.
zunächst mag es marzialisch klingen, aber eine CT (Computertomographie) ist die einzige adäquate
untersuchung um eine lungenembolie zu diagnostizieren, bzw. um deren verlauf zu beurteilen sogenannte lungenszintigramme ( perfusions = durchblutung oder ventilationsszintigramme = belüftung) sind zwar immer noch eine weit verbreitete diagnostisch methode, dennoch verlieren sie immer mehr an bedeutung, da die CT eine extrem bessere beurteilbar bietet. (im übrigen ist ein szintigramm eine nuklearmedizinische (!) untersuchung und keine solche mit röntgenstrahlung und auch nicht mit röntgenkontrastmittel sonder mit einen radionuklid = strahlendes wasser oder aerosol.)nun zu deiner befürchtung dass du wegen der „bestrahlung“ an krebs erkranken könntest.
die untersuchungen waren unumgänglich! ohne diese radiologische bildgebung wärst du heute warscheinlich nicht mehr am leben.
es ist richtig, dass die CT einen großteil der „humanen/ zivilen strahlenbelastung“ ausmacht, trotzde ist sie oft nicht mehr ersetzbar.
vergleicht man eine normale röntgenaufnahme der lunge mit einer lungen-CT, so ist die strahlenbelastung bei der CT ca. 450 mal so hoch.
vergleicht man allerdings eine normale rönrgenaufnahme der lunge mit einem transatlantikflug (höhenstrahlung von der sonne ausgehend) in die USA, so liegt dieser faktor bei deutlich über 1000 !!
2a. die belastung einer CT entspricht ca. der einer normalen jahresbelastung durch die umwelt nämlich 2 mSv (milli Sievert).
…::: um es also deutlich zu sagen es ist ausgeschlossen dass du wegen einer radiologischen untersuchung an krebs erkranken wirst!:::…
der körper „vergisst keinen strahl“, soll heißen dass sich die gesamtstrahlenbelastung ein leben lang aufsummiert. (diese besteht in der regel aus: medizin,umwelt und nahrung. medizin: klar röntgen/ CT, nukleardiagnostik, strahlentherapie; umwelt: wie erwähnt z. b. flüge, bergwanderungen, hochalpines skifahren, fußbodenbeläge aus bestimmten Schiefern…; nahrung; z. b. im trinkwasser ist oft radioaktives radon/radium entgalten.
Es müssten weit über 600 mammographien durchgeführt werden um auch nur das risiko einer brustkrebserkrankung aufkommen zu lassen.
zahnärztliche röntgenuntersuchungen sind im zusammenhang mit strahlenschutz oder strahlenbelastung zu vernachlässigen, (ich frage mich warum die den patienten überhaupt ne bleischürze geben, bei der mikrigen dosis ?! )
ein herzkatheter ist ohne durchleuchtung nicht durchführbar. hierbei ist zu erwähnen, dass die strahlung „gepulst“ wird, d. h. i. d. R. 7.5 x pro sekunde wird ein kurzer strahl abgegeben. wie bei der fernsehkamera auch werden mehrere bilder hintereinander aufgenamon, unser auge bekommt dis nur nicht mit und der eindruck eines „röntgenfilmes“ entsteht. durch das pulsing wird die belastung sehr stark reduziert, ganz ohne geht´s aber nun mal nicht.
resüme:
auch wenn es dir vielleicht so vorkommt als hätetst du viel röntgenstrahlung abbekommen, so kann ich entwarnung geben, denn all diese untersuchungen sind teil der ganz normalen routine-diagnostik, welche sicherlich nicht die letzten ihre art in deinem leben waren. natürlich darf man nicht allzu leichtfertig mit strahlung umgehen ( bei kindern zum beispiel), dennoch sollt man sich nicht verrückt machen wenn eine oder mehrere radiologische untersuchungen anstehen.
vor 50 jahren hat auch niemanden interessiert dass in jedem schuhgeschäft ein durcheluter stand mit dem man die füße in den schuhe sehen konnte und somit die richtige größe herausfand…
ich hoffe dass ich dir weiter helfen
und einige deiner ängste nehen konnte.
Hi Martin und alle andern!
Danke für die Antworten. Martin wenn ein CT meinen „Jahresverbrauch“ an Strahlung schon einimmt, und ich zwei hatte plus Katheter, bewege ich mich dann nicht in einer bedenklichen Größenordnung? Und ab wann wirds denn eigentlich bedenklich?
Guten Tag,
ich hatte ebenfalls vor ein paar Wochen in einem Krankenhaus ein CT der Lunge sowie der Nasennebenhöhlen sowie ein Perfusionsszintigramm. Festgestellt wurde ein diffuses Lungenemphysen sowie eine Sinusitis. Seitdem mache ich mir große Sorgen wegen der Strahlenbelastung! Um genau zu sein, habe ich große Angst vor einer daraus resultierenden Krebserkrankung! Kann vielleicht mal jemand Kompetenter das Risiko einordnen?
Darüber wäre ich sehr froh!!
Sanne, 38 Jahre
Also der Vergleich dass sich ein Transatlantikflug und normales Röntgen des Thorax um den Faktor 1000 unterscheiden sollen, ist ja wohl Blödsinn. Hier werden microSievert und milliSievert verwechselt. Ein Flug LA-New York schlägt mit ca 40 microSievert zu Buche, Thorax röntgen ca 20 microSievert, Zahnarzt ca 5 microSievert.
Ein Thorax-CT kommt auf ca 7 milliSievert (=7000 microSievert!), also das ca 350-fache einer normalen Röntgenuntersuchung.
Es gibt Studien aus den USA, wo alleine durch Vorsorge-CT’s mit knapp 30.000 Krebsneuerkrankungen gerechnet wird.
Guten Tag,
ich habe ganau das gleiche Problem.
Ich hatte vor Kürzem erst eine Angiographie und dann eine fünfstündige Angiographie-OP, die auch erfolglos war.
Ich mache mich auch wegen der Strahlungbelastung verrückt und habe Angst, dass mein Erbgut beschädigt wurde und dass ich nach Jahren an Krebs erkranken würde.
Ich weiß leider nicht die genaue Dosis, die während der OP abbekommen hatte, die war aber laut Arzt „größer“ und jetzt (vier Wochen später) habe ich auch eine leichte Spuhr auf meiner Haut entdeckt, die ungefähr die Grösse des Röntgengerätes bei einer Angiographie hat.
Ich bin wirklich fix und fertig
Moni, 33 Jahre alt
Bitte kennt sich jemand da aus?