Hallo,
Das ist eben nicht vergleichbar. Woher ein Recht begründet
werden soll, dass jedermann auf einer stark frequentierten
Tankstelle jederzeit aus einer Schlange heraus freie Fahrt zum
Verlassen eingeräumt gehört, erschließt sich mir ebenso wenig
wie ein Zusammenhang mit Sitzblockaden.
Hier veränderst du aber die Situation zugunsten deiner „Rechtsauffassung“. Geschildert wurde etwas ganz anderes, dass in meinen Augen sehr deutliche Parallelen mit Sitzblockaden hat.
Geschildert wurde nach meinem Verständnis, dass ein bereits eingeleitete Rückwärtsfahrvorgang anscheinend vorsätzlich blockiert wurde, und das eben nicht im Zusammenhang einer Warteschlange, da durch dieses Blockieren ein Wechsel der Tankpositionen vollständig unmöglich gemacht wurde.
Ich finde es ziemlich provozierend jemandem, der
offensichtlich kein Rechtsgelehrter ist implizit Dummheit
vorzuwerfen, wenn er Rechtstexte nicht selbstständig versteht,
Ich habe niemandem Dummheit vorgeworfen.
Für mich hört sich dies aber sehr danach an:
Wenn Du Probleme hast, das dort geschriebene zu verstehen …
und auch sowas:
…dann erkläre doch einfach…
Wo liegt hier Gewalt oder Drohung mit einem empfindlichen Übel vor?
Zu welcher Handlung, Duldung oder Unterlassung wurde genötigt?
Ist keine Erklärung, sondern ein rhetorisches Mittel, dass mangelndes Veständnis von leicht begreifbarem und mithin Dummheit impliziert.
Falls du so etwas gar nicht beabsichtigt hattest, dann nimm das gut gemeinte Feedback an, dass du hier anscheinend unbewusst Botschaften sendest, die deinem Anliegen zuwieder laufen.
Zudem habe ich extra den Wikipedia Link geposted.
Der sollte doch verständlich sein, oder?
Nein ist er nicht.
Eine m. E. sinnvolle Antwort hätte etwa lauten können:
Die wesentlichen Merkmale einer Nötigung, nämlich Gewalt oder Drohung mit einem empfindlichen Übel, liegen hier nicht vor.
Und das bloße Blockieren einer Weiter- oder Durchfahrt, wie es etwa bei einer Sitzblockade zum Teil als Nötigung aufgefasst wird, reicht in einem voraussichtlich so kurzzeitigen Fall, wie hier an einer Zapfsäule kaum aus, zumal ja auch nicht bewiesen werden kann, dass es sich überhaupt um eine vorsätzliche Behinderung handelte.
Ich denke, dass wäre nicht aufwändiger gewesen, aber wesentliche klarer (sofern das nun inhaltlich stimmt, denn ich bin ja kein Rechtsgelehrter) und viel weniger provozierend.
Offensichtlich posten hier einige Leute ihre Fragen nur um
sich ihren krude Rechtsauffassung bestätigen zu lassen.
Da stimme ich dir voll zu. Aber das entwertet doch das Anliegen nicht per se. Wenn Menschen nicht immer wieder irrige Rechtsauffassungen hätten, bräuchte es ja gar keine Rechtsanwälte, Richter usw.
Auf Einwände wird natürlich nicht reagiert.
Auch das ist wohl oft der Fall, nur sind Einwände viel leichter nachvollziehbar, wenn dabei nicht so ein „das muss man doch selbst sehen“ oder sogar „man bist du blöd“ mitschwingt.
Gruß
Werner