Hallo,
wie stellt Ihr eigentlich Eure Belichtungsfolien her?
Kann man auch Folien von Tintenstrahldruckern verwenden?
Danke,
Hans
Hallo,
wie stellt Ihr eigentlich Eure Belichtungsfolien her?
Kann man auch Folien von Tintenstrahldruckern verwenden?
Danke,
Hans
Hallo Hans,
wie stellt Ihr eigentlich Eure Belichtungsfolien her?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
Laserbelichter ( teuerste Variante )
Du bringst Deine Datei zu einem Belichter. Heute dürften die alle Standardformate lesen können. Dann bekommst Du einen belichteten S/W-Film, der 100%-deckend ist.
Das mache ich meistens nicht, weil es zu Zeit- und Kostenaufwendig ist
Mit Laserdrucker auf Transparantpapier
Sehr gute Vorlagen lassen sich mit Laserdruckern auf speziellen Laser-Transparentpapier erzeugen. Solche Papiere für professionellen Einsatz benutzen auch Druckereien als Belichtungsvorlagen. Mit den normalen Laserfolien lassen sich keine vernünftigen Vorlagen ausdrucken.
Die benutze ich, wenn ich gute Vorlagen brauche, z.B. bei Kleinserien.
Mit Laserdrucker auf Normalpapier
Das geht auch ganz gut, wegen der geringen Transparenz des Papieres benötigt man aber etwa die 5-fache Belichtungszeit. Bei großen schwarzen Flächen läßt auch die Deckung zu wünschen übrig. Für optimale Schärfe muß man, genau wie beim Transparentpapier, die Druckseite direkt auf den Fotolack drücken.
Diese Methode ist am einfachsten und billigsten. Daher benutze ich sie bei Prototypen und Testmustern
Kann man auch Folien von Tintenstrahldruckern verwenden?
Das geht vielleicht mit der richtigen Kombination von Tinte und Folie. Ich persönlich habe damit eher schlechte Erfahrungen gemacht. Es gab viele „Löcher“ und die Deckung war auch nicht so gut.
Jörg
Hallo Jörg,
ich benutze normalerweise einen Tintenspritzer und Pausklar-Spray. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich, von ausgezeichnet bis unbrauchbar.
Danke für die Info!
Hans
Hallo Jörg,
welche Auflösung kannst Du mit den Varianten 2 und 3 erreichen, d.h. wie dünn kann eine Leiterbahn sein und welchen Isolationsabstand müssen sie bei Deiner Methode haben, damit sie noch sauber ätzbar sind.
Ich nutze einen Tintenstrahler und Normalpapier (ohne Spray); klappt recht gut/sicher, aber schlecht ist damit die Auflösung - eine Leiterbahn zwischen 2 IC-Pins (2,54mm) ist so gut wie nicht möglich. Erreichst Du das mit Laser und Methode 2 bzw. 3 ?
Danke für die Info
Gruß Harry
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Hallo Harry,
welche Auflösung kannst Du mit den Varianten 2 und 3
erreichen, d.h. wie dünn kann eine Leiterbahn sein und welchen
Isolationsabstand müssen sie bei Deiner Methode haben, damit
sie noch sauber ätzbar sind.
Ich habe jetzt nicht überprüft, inwieweit die Einstellungen in meinem Layout-Programm mit dem Ausdruck übereinstimmen. Sehr gut funktioniert noch die Leiterbahnbreite 0,5 mm. Die nächstkleinere Einstellung ist 0,4 mm und geht leider nicht mehr so gut. Das kann aber auch am Druckprogramm meines ca. 10 Jahre alten Systemes liegen.
Als Abstand schaffe ich gerade noch 1/40" bei 0,5 mm Leiterbahnbreite. Das entspricht einem Isolationsabstand von ca. 0,1 mm, was aber schon äußerst knapp ist.
Ich nutze einen Tintenstrahler und Normalpapier (ohne Spray);
klappt recht gut/sicher, aber schlecht ist damit die Auflösung
- eine Leiterbahn zwischen 2 IC-Pins (2,54 mm) ist so gut wie
nicht möglich. Erreichst Du das mit Laser und Methode 2 bzw. 3
?
Das ist bei 0,5 mm Leiterbahnbreite bei mir kein Problem. Bei einem Abstand von 1/40" komme ich notfalls sogar zwischen 2 SMD-IC-Beinchen ( 1,27 mm ) durch.
Mit neueren Programmen sollten noch bessere Ergebnisse möglich sein.
Mit Tintenstrahlern und Normalpapier dürften sich derart niedrige Abstände aber kaum realisieren lassen, da die Tinte in der Fasern verläuft, was viele feine Kurzschlußbrücken zur Folge hat.
Jörg
Hallo Jörg,
ich drucke mit nem „uraltem HP laserjet 5“ in 600 DPI auf 60 gramm papier(da brauch ich weniger belichtungszeit als auf 80 gramm) und belichte trocken, also ohne spray mit UV Leuchtstoffröhren und kann max. 1 leiterbahn zwischen 2 IC Pins durchziehen, mehr schafft mein kombination aus ´"folie" druck und Ätzverfahren (HCL und H2O2) nicht…
ciao norbert
Hi Hans,
>>ich benutze normalerweise einen Tintenspritzer und
>>:stuck_out_tongue_winking_eye:ausklar-Spray. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich, von
>>ausgezeichnet bis unbrauchbar.
ich habe es auch mit Pauslack probiert, habe aber das Problem,
daß sich während der Belichtung Luftblasen bilden, obwohl ich
die ganze Anordnung praktisch in Pauslack ertränkt und alles eine halbe Stunde glattgestrichen habe. Die Luftbläschen entstehen mit und ohne obenliegende Glasscheibe. Kennst Du einen Trick die Bläschen zu verhindern?
Gruß Patrick
Hallo Patrick,
das Problem mit den Bläschen kenne ich, hab oft versucht nach der halben Belichtungszeit die Bläschen wegzustreichen.
Ich bin noch ein wenig am experimentieren.
Die letzten Versuche waren absolut erfolgreich.
Bedruckt wurde mit billigem (leichtem) Kopierpapier (statt wie bisher Spezialpapier) und die Einstellung war trotzdem „Optimal“ und „Fotopapiersorten“. Damit ist zumindest eine gute Deckung gewährleistet.
Nach dem satten Einsprühen mit Pausklar-Spray die Platine auf Schaumgummi legen, eine Glaspatte drauf und ordentlich beschweren (ich belichte von oben). Ich glaube, dass das Beschweren wichtig ist, weil sich sonst das Papier manchmal etwas abhebt und schwimmt. So ließen sich zumindest die bisher unterschiedlichen Ergebnisse erklären.
Die 0,4mm Leiterbahnen waren jetzt sehr sauber. Auch 2 Bahnen unter der SMD-Bauform 1206 waren in Ordnung. Muss aber erst sehen, ob das eine Eintagsfliege war.
Gruß,
Hans
Auf der Arbeit stelle ich die Prototypen und Nullserien mit Filmen her, die auf Pergamentpapier gedruckt werden. Dazu verwende ich einen HP-Laserdrucker mit 1200 dpi. Das in Verbindung mit einer Sprühätzanlage (Eisen-III-Chlorid) lässt sogar doppelseitige SMD-Layouts mit Leiterbahnen unter 0805 Bauteilen zu.
So long!
Michael
Leider habe ich nur einen Tintenspritzer. Ich vermute, dass der mit Pergamentpapier nicht viel anfängt. Einen Versuch wärs trotzdem mal wert.
Grüße,
Hans
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Das in
Verbindung mit einer Sprühätzanlage (Eisen-III-Chlorid) lässt
sogar doppelseitige SMD-Layouts mit Leiterbahnen unter 0805
Bauteilen zu.
Was ist denn an einer Sprühanlage besser als an einer normalen etzmaschine ??
So long!
Michael
Hallo!
Was ist denn an einer Sprühanlage besser als an einer normalen
etzmaschine ??
Die Sprühätzen sind wesentlich schneller und damit auch „schonender“ für die Fotoschicht und somit auch für die Leiterbahnen. Bei Horizontalätzen hatten wir immer das Problem das die Platinen sehr lange gebraucht haben und die Leiterbahnen in Extremfällen unterbrochen waren, d.h. der Fotolack angegriffen worden ist.
So long!
Michael