Hallo Leute, ich stehe noch gaaanz am Anfang mit meiner alten Minolta. Nach dem ich meine Diaausbeute von der Expo begutachtete musste ich leider feststellen, das viele Fotos aus geschlossenen Räumen trotz Blitz einfach zu dunkel waren. Der Blitz ist zwar hilfreich, nimmt aber viel von der Stimmung. Der eingebaute Belichtungsmesser war keine Hilfe, denn er war am Anschlag.
Also: gibt es einen Belichtungsmesser der mir auch für Belichtungszeiten von mehr als 1 Sekunde für unterschiedliches Filmmaterial eine einigermaßen gute Einstellung liefert? Oder ist die Belichtung bei Nachtaufnahmen Erfahrungssache?
das Problem hat mal in grauer Vorzeit ein Herr Schwarzschild näher beschrieben und auch gleich die Lösung berechnet. In jedem besseren Fotobuch bzw. -lexikon ist der Schwarzschildeffekt näher beschrieben und dort stehen meist auch dei pi-mal-Auge Verlängerungszeiten der Belichtungszeit.
Ich habe meist, nach dem Prinzip Irrtum und Versuch Nachtaufnahmen gemacht. Kaum eine Belichtungszeit war unter einer Minute. Damit aber dies klappt, muß man ein Stativ verwenden. Drahtauslöser sind hier m.E. tabu! Ich verwende den internen Zeitauslöser der Kamera. Dieser ist wesentlich behutsamer als jeder Drahtauslöser, denn damit verwackelt man, wenn auch sehr gering. Wenn kein Stativ da ist, dann halt die Kammera auflegen und NICHT festhalten. Wenn das nicht möglich ist, dann auf das Fotografieren verzichten.
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An alle Digital-Fans,
Langzeitbelichtungen sind mit Digitalkameras heutiger Chip Technologie unmöglich.
Das sehr störende Farbrauschen ist fast zerstörerisch an der Aufnahme.
Quantum Mechanics (USA) hat eine Filter (ca. 400.-- DM) der das fast eliminiert.
mfG
Reinhard der digitale
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Hallo Harald,
natürlich gibt es Belichtungsmesser, die mehr als 1 sec. Belichtungszeit berechnen können. Allerdings ist das Thema Belichtungsmesser ein sehr umfassendes Thema. Wenn Du in dunkler Umgebung, ob innen oder außen, fotografieren willst, dann mußt Du das Licht messen, das vom Objekt reflektiert wird. Logisch, sagst Du jetzt! Aber, Belichtungsmesser sind auch dazu da, das Licht zu messen, das beim Objekt ankommt. Das machen Fotografen im Studio, die stets mit nem Belichtungsmesser mit einer kleinen weißen Halbkugel oben drauf, nämlich der Messzelle, herumlaufen.
Möchtest Du das Licht messen, das reflektiert wird, mußt Du eigentlich einen speziellen Belichtungsmesser benutzen, ein Spotmeter. Das mißt präzise das Objekt aus, das Du „anpeilst“.
Gute Spotmeter berechnen aus mehreren Meßpunkten, bei voreingestellter Filmempfindlichkeit, den genauen Mittelwert.
Allerdings kann keiner mehr als 30sec. berechnen. Aber bitte, mit nem guten 400er Film kommt man da schon sehr weit. Übrigens, modernere Kameras haben alle einen Belichtungsmesser, der bis 30 sec. berrechnet, und meistens auch die Möglichkeit der Spotmessung. Das bedeutet, auch sie sind in der Lage, präzise einen Punkt anzumessen, den Du bestimmt hast, den Du für wichtig hälst, richtig belichtet zu sein. Ich weise nur darauf hin, weil eine alte Minolta gut und schön ist (welche ist es denn?) aber ein externer Belichtungsmesser gut und gerne 700,- - 1000,- Mark kostet. Wenn Du dazu Fragen hast, schick mir ein Mail, ich arbeite mit solchen Geräten immer mal. Du kommst aus Wiesbaden ?
Fahr nach Mainz zum Foto-Oehling und laß Dich beraten. Wirklich gute Beratung und sensationell bestückt. Ist am Fastnachtsbrunnen. Nein, ich arbeite nicht dort, aber ich kaufe häufig meinen Kram dort ein.
Gruß aus Frankfurt, Stephan