Wer erklärt mir das Prinzip des Belichtungsmessers? Warum muß ich bei einer Messung auf weiß die Blende schließen,anstatt öffnen?
Ein Belichtungsmesser ist auf einen mittleren Grauwert geeicht (18% grau), sodass er bei einer relativ ‚normalen‘ Szene, wo sowohl hell als dunkel vorkommt, er also richtig misst.
Sollte jedoch die ganze Szene weiss sein (Strand, Schnee,…) oder voellig schwarz sein (schwarzer Hund auf schwarzem Teppich,…), macht der Belichtungsmesser natuerlich einen ‚Fehler‘, weil er ja eben annimmt, dass die Szene durchschnittlich aus 18% grau besteht.
Wann man die Blende oeffnen und wann schliessen muss, ist wirklich verwirrend.
Aber:
Bei einer weissen Szene muss die Blende GEOEFFNET werden (ca 2 stops), weil Du sonst unterbelichtest.
Der Belichtungsmesser denkt, dass sich da Grautoene befinden. Und da es sehr hell ist, nimmt er an, dass eben sehr viel Licht auf diese Grautoene faellt. Ist aber nicht wahr - es faellt wenig Licht auf weiss statt viel Licht auf grau. Der Belichtungsmesser wuerde also die Blende etwas schliessen, um dem (nicht existenten) ‚starken Lichteinfall‘ entgegenzuwirken. Da es sich aber um ein Irrtum handelt, wuerden dann deine Weisstoene als Grautoene reproduziert - also unterbelichtet. Dem wirkst Du entgegen, indem Du eben die Blende oeffnest.
Bei total schwarzer Szene ist es eben genau umgekehrt - deshalb Blende schliessen.
Ich moechte bezweifeln, ob ich mich verstaendlich ausgedrueckt habe…
Aber trotzdem ‚good luck‘!
Gruss, Isabel
Wer erklärt mir das Prinzip des
Belichtungsmessers? Warum muß ich bei
einer Messung auf weiß die Blende
schließen,anstatt öffnen?
Ein Belichtungsmesser ist auf einen mittleren Grauwert geeicht
(18% grau), sodass er …
Danke Isabel, endlich wurde ein schwieriger Sachverhalt mit wenigen Worten ganz klar erklärt. - Freut mich sehr. Mit meinen besten Wünschen. h.g.