Benjamit von Stuckradt-Barre

Hallo :smile:
Ich habe bisher viel ueber diesen Autor gehoert… aber kennt jemand seine buecher, bzw wie sind die ? welcher stil etc
er macht auch einige autorenlesungen… war schon mal jemand bei einer anwesend ?
und kennt jemand das buch von christian kracht: der vorleser ?

danke
Ina

Neulich war in der taz eine Rezension des neuen Buches von S-B. Der Rezensent hielt ihn für einen dieser begabten aber entsetzlich selbstzentrierten jungen Autoren (an Details erinnere ich mich nicht mehr, soll ich mal nachschlagen?).

Die Texte, die ich selbst von S-B gelesen habe, fand ich äußerst amüsant. Ziemlich schräge Reportagen meist, die ebenfalls in der taz erschienen sind. Wenn Du willst, schaue ich mal auf meinen Archiv-CDs nach, ob ich dort etwas von ihm finde.

Gruß
Michael

Hi Ina,

Ich habe bisher viel ueber diesen Autor
gehoert… aber kennt jemand seine
buecher, bzw wie sind die ?

Bevor ich alles nochmal schreibe, haeng ich einfach meine Rezension, die ich fuer amazon.de zu Barres Roman „Soloalbum“ geschrieben hab, hier unten dran.

Zu dem neuen Buch Remix, das eine Sammlung von frueher erschienenen Artikeln und Kolumnen ist, faellt mir dann aber gar nichts mehr ein. Der Kerl kopiert so unverfroren Max Goldt, dass man ihm schon fast nicht mehr boese sein kann, sondern ihn eigentlich beglueckwuenschen moechte, dass es ihm gelingt, so muehelos mit plumpen Plagiaten Geld zu machen. Lieber gleich Goldt im Original lesen, der hat’s wesentlich besser drauf.

Lemmy

Rezension Soloalbum:

Weitgehend belanglos.
Stuckrad-Barre kann man lediglich zugute halten, daß er sich nicht schämt, all die Banalitäten, die die Determinanten der Weltsicht eines just der Pubertät Entronnenen bestimmen, niederzuschreiben und tatsächlich zu veröffentlichen. Hierin liegt allerdings auch der gewisse naive Charme des Buches: Es ist so furchtbar einfach, sich darin wiederzufinden; als Leser glaubt man, in seinen eigenen - nie geschriebenen - Tagebüchern zu blättern und man ist erleichtert, daß man nicht selbst den Fehler gemacht hat, mit etwaigen literarischen Produkten seiner Teenagerborniertheit an die
Öffentlichkeit zu gehen. Stuckrad-Barre hat seinen Lesern nichts zu sagen. Dies und seine stilistische Unsicherheit mag man seinem Alter zuschreiben. Seiner unverhohlenen Arroganz allerdings fehlt die geistige Basis. Und das macht dem fortgeschrittenen Leser nicht nur den
Protagonisten, sondern auch den Autor zutiefst unsympathisch.

Benjamin wird am Donnerstag, dem 14.10. als Gast in der übrigens sehr unterhaltsamen Late Lounge Show um 23.30 auf Hessen 3 zu sehen sein.
Grüsse, David

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Hallo :smile:
Ich habe bisher viel ueber diesen Autor
gehoert… aber kennt jemand seine
buecher, bzw wie sind die ? welcher stil
etc
er macht auch einige autorenlesungen…
war schon mal jemand bei einer anwesend ?
und kennt jemand das buch von christian
kracht: der vorleser ?

danke
Ina

Klar kenne ich den, er ist genial. Von ihm ist z. B. das Erstlingswerk „Soloalbum“ und „Livealbum“ über eine Leserreise. Ist glaub ich so 23 Jahre alt, schreibt u. a. für die FAZ und die Harald-Schmidt-Show. Vom Stil her vielleicht ein deutscher, besserer Douglas Coupland (Generation X & Konsorten). Soloalbum geht um einen Typ, der von seiner Freundin verlassen wurde und in eine Krise stürzt. Eigentlich ein Inhaltsverzeichnis zum Deutschland 1999 und sehr amüsant, :wink:. Da der Protagonist Oasis-Fan ist, gibt es statt Kapitelüberschriften immer einen Songtitel von Oasis. Das Buch ist in eine A- und eine B-Seite unterteilt und das genialste, was ich dieses Jahr gelesen habe. Heute abend versuche ich zu einer Lesung hier in Mannheim zu gehen. Die Karten sind ausverkauft, der Andrang werde, wie man mir sagte, riesengross sein… Also wünscht mir Glück

Gruss Martin