Gegenfrage:
Hi,
Warst Du bei der Prüfung dabei?
Die erste Prüfung war Botanik und BC, ich schnitt mit 3.00 ab,
sie bekam eine 4.00 und die Aussage, dass sie sich wesentlich
besser vorbereiten sollte.
Vielleicht kann sie sich ganz einfach nicht verkaufen? Besser vorbereitet heisst im Klartext, dass der Prüfer mehr erwartet hätte.
Folgendes Beispiel für eine richtige, aber eben gerade nur ausreichende Leistung:
Frage: Welche Hautfarbe hat ein Elefant.
AW: grau.
Der Prüfer wollte hören:
Der Elefant hat eine graue Hautfarbe, die Hautzellen sind so und so aufgebaut, die Graue Farbe kommt von xy. Ausserdem hat die graue Farbe eine wichtige soziale Bedeutung : …
Also: Bei einer mündlichen Prüfung ist der Prüfer erst dann mit der Antwort zufrieden, wenn er den Prüfling unterbricht. Wer als Prüfling peinliche Pausen entstehen lässt, ist schon auf der Verliererstrasse.
Die zweite Prüfung war AC/OC, wobei ich sagen muss, dass diese
Prüfung bei mir und 6 weiteren Prüflingen so dermaßen
lächerlich war, dass es schon Peinlich ist die Themen nur zu
erwähnen.
Ich bekam eine 2.7 (und das ist noch peinlicher angesichts des
Schwierigkeitsgrades ;o) und sie bekam eine 4.00 und ihr wurde
gesagt, dass sie den Stoff nicht beherrschen würde.
War sie nervös? So gut dürfte sich die erste 4.0 nicht auf die Psyche ausgewirkt haben …
Wie bitte wird da benotet und gefragt?!
Ich habe Dir versucht das oben klar zu machen.
Z.B. mußte ich den Aufbau von Wasserstoff darstellen, sie aber
die Synthese von chlor, industriell und im Labor.
Naja, sooo viel schwerer ist das aus der Sicht des Prüfers nun auch nicht. Ausserdem kann er nicht jedem Studi die gleichen Fragen stellen (klar weshalb?).
Bei mir war es egal, ob die Stoffbilanz der Gleichung gestimmt
hat, bei ihr war es ein Fehler, dass sie die Oxidationszahl
nicht hingeschriebn hat.
Hmm, wenn man nicht dabei ist, kann man so etwas schwer beurteilen.
Als Nebenfach-Chemiker sehe ich da aber sehr wohl einen Unterschied. Die Oxidationszahl sagt etwas über den Stoff selbst aus, vielleicht wollte er gerade das wissen? In Deinem Fall war die Stoffbilanz wohl eher nebensächlich (Das es bei Dir notenmässig nichts ausgemacht hat, würde ich bei Deiner Note nicht behaupten. Deine Leistung war auch nur befriedigend und nicht sehr gut. Vielleicht hat Dir Dein Prüfer für den Fehler einfach geistig einen Punkt abgezogen und nicht auf der Stoffbilanz herumgeritten?).
Ausserdem fliesst in eine Prüfung (sowohl schriftlich als auch mündlich) das ein, was der Prüfling nicht sagt/schreibt („verschenkte Punkte“). Wer in einer Prüfung wenig sagt, sagt möglicherweise nichts falsches, macht aber keine Pluspunkte (Und kann auch so durchfallen).
Und nicht jeder Prüfer ist so hart einem Prüfling, der den Stoff nicht beherrscht, derart mit Fragen zu bombardieren, dass der Kandidat seine Unfähigkeit selbst einsieht. Das ist dann meist ein Schock für’s Leben.
Meine Mitprüflinge und ich sind eigentlich davon ausgegangen,
dass sie diese Prüfung mit 1 besteht, da sie von uns allen am
besten vorbereitet war.
Naja, so gut könnt Ihr das ja auch nicht beurteilen, Ihr wart nicht dabei. Ausserdem scheint es auch bei Dir den Noten nach auch gewisse Lücken im Fachwissen zu geben.
Ok, man möchte natürlich niemandem etwas unterstellen, aber
ganz geheuer ist uns die Sache nicht.
Prüfungstraining. Das ist das erste was Ihr angehen solltet.
Gibt es eine Institution an die man sich wenden kann, die die
Angelegenheit überprüft?
Vorsicht. Immerhin waren an diesen Prüfungen verschiedene Prüfer und verschiedene Beisitzer dabei. Ich würde hier den Ball gaaaaanz flach halten.
*2 cents aus der Sichtweise der „Gegenseite“*
Ciao Rossi