hallo zusammen,
schon lange beschäftigt mich folgende frage:
wenn ich bei meinem auto an der roten ampel den motor ausmache und dann (nach einigen sekunden/minuten) den motor wieder anmache, verbraucht der startvorgang mehr benzin als ich durch das ausmachen gespart habe?
von ökologischen blickwinkel aus gesehen: gehen beim startvorgang mehr abgase in die luft, als wenn der motor weitergelaufen wäre?
ergo: was soll man bei einer roten ampel machen (ökologisch wie ökonomisch), motor aus, oder laufen lassen?
das lohnt sich mit modernen Fahrzeugen sogar schon eher, so ab knappe 10sek.
Man darf dabei aber nicht vergessen, dass bei jedem Startvorgang der Motor für kurze Zeit ohne Öl läuft, da die Ölpumpe erst mal wieder Öl nach oben fördern muss. Wie lange das ein moderner Motor aushält, ist die nächste Frage. Auch dürften die Anlasser nicht dafür ausgelegt sein.
Zumindest bei Fahrzeugen, die fast ausschließlich in der Stadt bewegt werden, kann das recht teuer enden.
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Hersteller ihre Gründe haben, keine serienmäßige Start-Stop-Automatik anzubieten.
Manche Autos sind auch sehr empfindlich, wenn man beim Starten das Abblendlicht an hat (Spannungsspizen). Und wenn es - so wie z.B. bei mir - ca. 10sek. dauert, bis der CD-Player weiter spielt, macht eine Tour quer durch die Stadt auch keinen Spaß.
das lohnt sich mit modernen Fahrzeugen sogar schon eher, so ab
knappe 10sek.
Man darf dabei aber nicht vergessen, dass bei jedem
Startvorgang der Motor für kurze Zeit ohne Öl läuft, da die
Ölpumpe erst mal wieder Öl nach oben fördern muss. Wie lange
das ein moderner Motor aushält, ist die nächste Frage.
Die Restölmenge in den Lagern ist dafür absolut ausreichend, um Mangelschmierung zu verhindern. Auch sind beim Startvorgang die Drehzahlen klein.
Gruß
Karl
ergo: was soll man bei einer roten ampel machen (ökologisch
wie ökonomisch), motor aus, oder laufen lassen?
Ein eindeutiges: kommt drauf an.
Nämlich vor allem auf die Temperatur des Motors. Wenn du das bei kaltem Motor machst, wird der zum einen so erst sehr spät warm, läuft dadurch fetter als im warmen Zustand und braucht dadurch mehr Kraftstoff. Durch das fettere Gemisch und viele solcher Ampelstartvorgänge hintereinander wird er mit der Zeit absaufen.
Zum zweiten wird der Kat nicht auf seine Betriebstemperatur kommen, ist also mehr oder weniger unwirksam.
Das gilt alles für Ottomotoren und für die typische Stadtgurkerei mit einer roten Ampel alle 70 Meter oder so.
Bei Diesel sieht das prinzipbedingt etwas anders aus. Man sollte aber eine gute Batterie haben. Der Anlasser eines Dieselmotors zieht mehr Strom als der eines Ottomotors bei vergleichbaren Fz-Größen.
Bei betriebswarmem Motor spricht nichts dagegen, bei manchen Ampeln den Motor auszustellen. So richtig viel dafür spricht bei modernen Motoren eigentlich auch nichts, es sei denn, die Rotphase ist sehr lang, etwa an Bahnschranken o.ä.
gerade die Tage wurde dazu ein Beitrag bei… hm ( Gallileo?) gezeigt.
Dort wurde anhand eines Luftballons am Auspuff getestet, wieviele Abgase ein Auto austößt im Stand bei laufendem Motor und wenn der Motor wieder angelassen wird wenn die Ampel umschaltet.
Naja, ums kurz zu machen:
Der Ballon wäre fast geplatzt bei laufendem Motor, beim Starten füllte er sich nur zu ca. 1/3 ( Zeit weiß ich nicht mehr, waren aber nur einige Sekunden ).
Fazit: Empfehlung war: Motor an Ampeln ausschalten, wenn sie 10 Sek oder länger auf Rot sind, zumal das auch Kraftstoff spart.
mensch, da hat Galileo ja wieder richtig einen rausgehauen
Klasse, wäre nie auf die Idee gekommen, dass der Luftballon bei laufendem Motor voller wird als bei stehendem.
Haben sie nicht wenigstens eine Andeutung über die Schadstoffkonzentration in der Ballonfüllung gemacht?
mensch, da hat Galileo ja wieder richtig einen rausgehauen
Klasse, wäre nie auf die Idee gekommen, dass der Luftballon
bei laufendem Motor voller wird als bei stehendem.
und pssst wenn man lange wartet und sich der Ballon abkühlt wird er auch kleiner. Werden es dann nachträglich wieder wenige Abgase?
Die Restölmenge in den Lagern ist dafür absolut ausreichend,
um Mangelschmierung zu verhindern. Auch sind beim Startvorgang
die Drehzahlen klein.
So sollte es zumindest sein. Klar, wenn der Motor kurz vorher erst abgestellt wurde, ist natürlich deutlich mehr Restöl in den Lagern, als beim morgendlichen ersten Start.
Zur geringen Drehzahl: Naja, in der Praxis wird man - zumindest wenn man weit vorne an der Ampel steht - direkt nach dem Motorstart anfahren wollen, d.h. der Motor läuft sofort unter Last.
Ob das alles wirklich so gut für den Motor ist, wenn man das als Großstadt-Fahrer täglich 20 oder 50 Mal macht?
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Hersteller ihre Gründe
haben, keine serienmäßige Start-Stop-Automatik anzubieten.
na ja, höhere Kosten beim Anlasser/Generator, eine rel. aufwändige Temperatur-/Batteriesteuerung etc. dürften die Kosten der Technik so hoch treiben, dass die Schmerzgrenze vieler Hersteller im Vergleich zur CO2-Ersparnis noch überschritten wird. Denn einfach an/aus ist es halt eben nicht.
Ob das alles wirklich so gut für den Motor ist, wenn man das
als Großstadt-Fahrer täglich 20 oder 50 Mal macht?
man könnte hier bessere Bauteile verbauen. Das Auto müsste auch nicht teurer sein als heute wenn man z.B. auf eine Fahrwerks- und Bremsenauslegung für Dauergeschwindigkeiten jenseits der 180 verzichten würde
mach ihn aus, außer du stehst ganz hinten in der Schlange,
denn gehts ja vermutlich gleich weiter. Stehst du vorne, mach
ihn aus!
Zu beachten ist aber: Unbedingt auf die Ampel achten. Ganz besonders die vordersten zwei, drei Positionen. Damit man den Motor sofort starten kann, wenn ‚Gelb vor Grün‘ aufleuchtet und man somit möglichst sofort losfahren kann, wenn es dann Grün wird.
Nichts ist mühsamer als wenn es Grün wird und dann pennen die, die man vor sich hat und verschenken einen Teil der Grünphase, weil sie nicht in die Gänge kommen… *grml*
Wenn möglich ist das dann einer, der vorher, während der Rotphase, dauernd kleine Stückchen vorgerollt ist. Genau die verpeilen besonders häufig das Anfahren, wenns wirklich Grün wird…
wie lange machst du das schon mit den auto abstellen bei roter ampel, bei dein jetzigen auto?
habe da bedenken das dann früher oder später der anlasser hinüber ist.
Bei Mercedes LKWs gab es vor jahren mal eine Start Stop Automatik. Wenn man ein paar Sekunden ohne Gang und Gas stand ging der Motor aus, und beim Treten der Kupplung wieder an.
Kann aber nicht sagen, ob die Autos öfters in der Werkstatt waren, bei uns kam ab und zu einer zur Wartung, da mussten wir jedenfalls noch nicht den Anlasser tauschen.
Ich hab vor kurzen mal gelesen, das das wieder eingeführt werden soll.
Zu DDR-Zeiten gab es das mal als Bauanleitung in irgendeiner Zeitschrift. Hatte damals nur kein Auto, also nicht getestet.
Ob das alles wirklich so gut für den Motor ist, wenn man das
als Großstadt-Fahrer täglich 20 oder 50 Mal macht?
man könnte hier bessere Bauteile verbauen. Das Auto müsste
auch nicht teurer sein als heute wenn man z.B. auf eine
Fahrwerks- und Bremsenauslegung für Dauergeschwindigkeiten
jenseits der 180 verzichten würde
Die Bauteile (hier Lagerschalen) sind schon optimal. Die Problematik ist schlicht und einfach die Versorgung mit Schmieröl.
Gruß
Karl
Bei Mercedes LKWs gab es vor jahren mal eine Start Stop
Automatik. Wenn man ein paar Sekunden ohne Gang und Gas stand
ging der Motor aus, und beim Treten der Kupplung wieder an.
Das scheint mir aber unsinnig - der Motor läuft ja dann noch einige Sekunden weiter und schaltet sich vielleicht unmittelbar aus, bevor die Kupplung wieder getreten wird. Für sinnvoll würde eine reine Einschaltautomatik bei Treten der Kupplung halten. Dann schaltet der Fahrer direkt aus, nachdem er zum Stehen gekommen ist, und spart sich beim Wiederanfahren den Zündvorgang mit dem Zündschlüssel.
Die Bauteile (hier Lagerschalen) sind schon optimal. Die
Problematik ist schlicht und einfach die Versorgung mit
Schmieröl.
Naja, ob die wirklich schon optimal sind, werden wir in der Zukunft sehen. Bis dahin könnte eine zusätzliche, elektrisch angetriebene Ölpumpe, die dann läuft, wenn die Zündung eingeschaltet ist, aber der Motor steht, schon helfen. Übrigens auch - oder vor allem - beim morgendlichen Kaltstart.
Klar, man könnte. Bis man es aber tut muss man damit leben, was man hat.
Die Überlegung hatte ich selber auch schon: Werden denn bei Motoren mit Start-Stop-Automatik z.B. andere, langlebigere Anlasser eingebaut?