Benzinverbrauch Automatik-Autos

Hallo!

Warum ist der Benzinverbrauch bei Automatikautos hoeher?

Gruss,

Peter

subjektiver Irrtum
Es gibt keinen Grund weshalb der Benzinverbrauch bei einem Automatikgetriebe höher ausfallen sollte.

Es liegt an der Fahrweise.
Bei einem Automatikgetriebe muss sich der Fahrer nur „umgewöhnen“, das ist alles. Macht aber kaum einer. Bei einer Fahrweise wie bei einem Schaltgetriebe kommt dann eben ein leicht erhöhter Verbrauch bei raus.
In der Tat lässt es sich mit einem Automatikgetriebe sogar sparsamer fahren (aber das geht eindeutig zu Lasten des sogenannten „Fahrspasses“).
Ein technischer Anachronismus sind Schaltgetriebe allemal.

Drehmomentwandler
Hi,

Automatikgetriebe haben keine Kupplung, sondern einen hydraulischen Drehmomentwandler, der die Entkopplung von Motor und Getriebe übernimmt. Dabei wird die Bewegung der Kurbelwelle über eine Ölturbine ins Getriebe übertragen.
Dieser Wandler stellt aber keine starre Verbindung wie eine geschlossene Kupplung dar, sondern er hat immer etwas Schlupf. Dadurch geht Leistung verloren.
Moderne Automatikgetriebe besitzen aber eine Wandlerüberbrückungskupplung, die - zumindest in den höheren Gängen - den Wandler überbrückt und so eine starre Verbindung von Motor und Getriebe herstellt.
Ein weiteres Problem war früher, daß Automatikgetriebe wesentlich weniger Gänge hatten und so schlechter an den Fahrzustand angepasst werden konnten, aber auch das ist heute mit 5-6 Gang Automatiken kein Problem mehr.
Heute sind Automatikgetriebe damit oft sparsamer als Handschaltungen, da sie immer den idealen Gang wählen und nicht schaltfaul sind. Beim Anfahren gibts zwar noch immer die Verluste im Wandler, aber auch in der Kupplung wird da beim Anfahren einiges an Leistung „verbraten“.

LG
Stuffi

Frage
Warum geben dann die Hersteller einen höheren Verbrauch für Automatik-Fahrzeuge an?

Warum geben dann die Hersteller einen höheren Verbrauch für
Automatik-Fahrzeuge an?

Vermutlich auch deshalb, weil die Norm-Verbrauchswerte in Geschwindigkeitsbereichen ermittelt werden, in denen die Wandlerüberbrückung selten greift. Solange also der höchste Gang nicht drin ist, gibts Schlupfverluste im Wandler. Außerdem ist es mit Automatik nicht möglich, das (auch schon in den Fahrschulen zu erlernende) extrem frühe Hochschalten (bei viel Gas) zu realisieren.
Ich möchte trotzdem nicht auf ein Automatikgetriebe verzichten. Es verleitet zu einer ausgeglichenen und nervenschonenden Fahrweise.

Gruß,
Klaus

hall Klaus ,
kann ich alles nur bestätigen. Ich fahre einen 3 l- 6 Zylinder. Laut Wwerksangabe soll der staat 13 l auf 100 km 13,5 l verbrauchen.
Doch ich brauche nur 12,5 l/100 km.
Das liegt ganz eoinfach daran, dass die automatik nicht so hektisch schaltet wie ein Fahrer mit Rührlöffel. Dazu kommt, dass ich mehr Landstraße als Innerstädtisch unterwegs bin. In Zeiten, ion denen ich fast ausschließlich in der Stadt rumgondeln muss, habe ich einen um 2 l höheren Verbrauch. Hier wirkt sich die Automatik negativ aus: beim Ampelstart müssen fast 2 Tonnen beschleunigt werden.
Trotzdem will ich nie mehr wieder Schaltgetriebe. Ich fahre jetzt seit 1980 nur noch Automatik (oder Selektivautomatik. Mein Erster war übrigens ein RO 80. Den fuhr meine Frau leidenschaftlich gerne. Doch leider gings dem genauso wie allen anderen: Dichtung im A*** Damit wars aus mit dem Motor. Damals grüßten sich die RO80-Fahrer mit abgestreckten Fingern: 1 Finger bedeutete der erste Motor, zwei Finger der zweite Motor, Drei Finger…
Grüße Raimund

Hallo Peter,

das mag bei alten so gewesen sein.

Aber ich halte jede Wette, dass ein modernes 6 Gang-ZF-Automatikgetriebe weniger Sprit verbraucht wie ein Schaltgetriebe.

Gruß Ivo

Hallo Peter,

Stuffi hat es unten am treffendsten Beschrieben.

Solange das Fahrzeug eine Automatik mit weniger als 4 Gängen hat und keine Wandlerüberbrückung ist der Verbrauch IMMER höher. Alleine deswegen, weil der Drehmomentwandler nie 100%-Wirkungsgrad hat.

Erst die neue 5-Gang und 6-Gang Automatik von ZF und Jatco (in VW eingebaut) mit Überbrückung auch in den unteren Gängen und Leerlaufabkopplung des Wandlers, ermöglichen annähernd oder gar niedrigere Verbräuche wie ein Schaltwagen.

gruß

dennis

Hallo,

meines Erachtens ist eine moderne Schaltautomatik nicht automatisch günstiger oder ungünstiger im Verbrauch als ein Manuelles Schaltgetriebe. Das Prinzip der diskreten Schaltstufen ist in beiden Fällen gleich. Damit lassen sich auch die Schaltvorgänge ähnlich gestalten. Da du mit einem manuellen Getriebe auch außerhalb der „Spezifikation“ schalten kannst, lassen sich hier meines Erachtens eher etwas günstigere aber auch deutlich ungünstigere Verbräuche erzielen.
Einen echten Vorteil bringen erst stufenlose Getriebe mit hohem Wirkungsgrad, die den Motor tatsächlich in jeder Situation im optimalen Bereich halten können.

Es ist hier aber wie mit der Frage Front-Heck-Allradantrieb oder Winter-Ganzjahresreifen. In diesen Bereichen ist kaum eine Einigung zu erzielen.

Gruss, Niels