Benzodiazepine & alkohol, atemdepression

Hallo,

kann man in etwa abschätzen ab welcher Dosis Alkohol und Benzodiazepin eine Atemdepression ein reales Risiko darstellt?

(Ist mir schon klar, dass das sehr variabel ist und von der Gewöhnung abhängt, aber wo liegt ungefähr die untere Schwelle?)

Vielen Dank für die Hilfe, Paul

Hallo,

kann man in etwa abschätzen ab welcher Dosis Alkohol und
Benzodiazepin eine Atemdepression ein reales Risiko darstellt?

Ab dem ersten Schluck

schöne Grüße,

Chris

PS: hättest Du eine andere (fachlich fundierte) Antwort erwartet?

Hi,

häufig ist es so, dass nicht die Atemdepression zum Tod führt sondern durch Benzos und Alkohol unterdrückte Schutzreflexe.
Der klassische „Rock and Roll Tod“ - in der Bewusslosigkeit erbrechen - Hustenreflex ist unzureichend - Erbrochenes gelangt in die Lunge und verlegt die Atemwege - Tod.

viele Grüße

Sue

Hallo,

kann man in etwa abschätzen ab welcher Dosis Alkohol und
Benzodiazepin eine Atemdepression ein reales Risiko darstellt?

Nein, kann man nicht. Deshalb wird in der Packungsbeilage von Benzos dringend darauf hingewiesen, daß in Verbindung mit Alkohol unvorhersehbare Nebenwirkungen eintreten können.

Gruß,
Gerhard

leider nicht so einfach …
… was sage ich z.B. einem Klienten, der einmalig 10 mg Diazepam nimmt und fragt, wann er wieder trinken darf.
Angesichts der Halbwertzeit von 20 bis 40 Stunden, was sage ich ihm? nach 10 Tagen? 4 Wochen?

Unspezifische Maximalforderungen, wie z.B. auch „Sie sollten nie etwas trinken, wenn sie irgendein“ Medikament nehmen, mögen zwar der eigenen Absicherung dienen, sind in der Praxis aber leider so hilfreich, wie ein „Frisch Gebohnert“ Schlild, das rund um die Uhr hängenbleibt – die Leute ignorieren Sie einfach und kümmern, sich dann gar nicht drum.

Trotzdem danke, Paul