Hallo Jeanne,
vielen Dank für Deine Antwort.
um weiterführende Literatur empfohlen zu bekommen, müsstest du
mehr konkretisieren, um was es dir geht.
Es geht mir weniger um das Nachschlagen von Definitionen, sondern eher um tiergehende
Abhandlungen, psychologisch betrachtet.
Nimmt man allein das „Beobachten“, so gibt es unzählige
Literatur dazu, z.B. unter welchen Aspekten man was beobachten
kann, was wichtig ist, um wertfrei zu beobachten, etc…
Wenn Du mir dazu ein Paar nennen könntest - das wäre toll!
Oder geht es um dich, dass du den Eindruck hast, du wirst
damit z.Zt. häufig konfrontiert, weil es dein
Thema ist?!
Falls ja, wie hieße das Thema konkret?
Geht es darum, wie man lernt, Situationen besser auszuhalten?
Geht es um bestimmte, wiederkehrende Themen in den
Situationen?
Nein, eher nicht, es interessiert mich nur was es genau ist bzw. praktisch konkret bedeutet.
Trotz dass du nicht gefragt hast, möchte ich anmerken, dass
ich hiermit
Aushalten = über sich ergehen
lassen , weil das auszuhaltende sich nicht beeinflussen lässt.
nicht überein stimme.
Auch wenn ich die äußeren Umstände nicht ändern kann, sehe ich
mich nicht in der passiven Rolle des „Über mich ergehen
lassens“.
Die Möglichkeit, die sich mir bietet, ist mein Denken, mein
Gefühl und meine Haltung dazu zu verändern.
Ich sehe natürlich auch die passive Rolle und passiv zu sein ist ja nicht gerade trendy. Und genau da ist
auch wieder der Zusammenhang zum „beobachten“ - wo man ja etwas wahrnehmen soll ohne zu
bewerten. Als Beispiel: ein Kleinkind hat einen Tobsuchtanfall, schreit, wirft sich auf den Boden und ist
nicht ansprechbar. Das ist eine Situation, die man erstmal nicht verändern kann, sondern aushalten
muss. Reden hilft nicht, schreien wäre ja genauso blöd, also aushalten bis es vorbei ist. Zweites Beispiel:
Man steht im Stau. Da kann ich mich grün ärgern, über die Autofahrer, die sich noch bei gelb über die
Ampel quetschen und damit den Verkehrsfluss der nächsten blockieren. Nützt alles nichts, also
aushalten und akzeptieren, dass man eben zu spät kommt.
Was ich damit nicht meine sind Situationen, die veränderbar und vermeidbar sind. Z.B Partnerkriesen
oder andere Konflikte und auch andere Menschen, die einem durch ihr Handeln und schlechtes
Benehmen stören (z.B. über Rotgeher bei anwesenden Kindern, pöbelnde Leute in öffentlichen
Verkehrsmitteln oder unfreundliche Sachbearbeiter) - das muss man nicht aushalten, da ist eine (zum
Teil) mutige Ansprache nötig.
Viele Grüße
Chili
Liebe Grüße, jeanne