Beratung f. versch. Sparpläne bzw. Geldanlagen

Hallo Experten!

Da ich auf diesem Gebiet recht wenig wissen habe und unmöglich aus der Flut an verschiedenen Angeboten durchblicken kann, würde ich mich über Tips zu folgenden Punkten sehr dankbar.

  1. Wir können es uns jetzt leisten und möchten für unsere 2 Kinder (9J u. 2J) in irgendeiner Art und Weise Geld sparne, das Ihnen später mal als Startkapital zur Verfügung stehen soll. Ich denke da an einen Alter zwischen 18-20 Jahre. Je Kind 50-80 Euro im Monat.

  2. Für uns selber möchten wir auch ca. 100-150€ im Monat sparen. Längerfristig 10-15 Jahre. Auf ein Tagesgeldkonto (DiBa) sparen wir schon an, falls kurzfristig was anfallen sollte.

  3. Als Kind habe ich mein Geld, das ich bei irgendwelchen Anlässen erhalten habe, auf der Bank in mein Sparbuch eingezahlt (z.B. Weltspartag). Wie sollte man das heute bei den Kindern handhaben?

Wegen Punkt1+3 war ich bei der Postbank. Die haben mir dafür empfohlen, ein Zertifikat-Sparplan einzurichten. Vorteil wäre, dass man variabel einzahlt, auch mal Geld abheben kann umd z.B. ein Fahrrad zu kaufen und Risiko sehr gering.
Die Dame hat mir eine Informationsbroschüre dazu mitgegeben. Zu meinem Erstaunen, trägt die Broschüre die Überschrift „Alertsvorsorge bei der Postbank“. Ich wollte eigentlich keine Altersvorsorge für meine Kinder…

Die Dame meinte, dass die Zertifikatsgeschichte nur Vorteile gegenüber Fonds hätte und auch sicherer wäre.
Habt ihr mir auch Infos bzgl. dem Unterschied bzw. Vor-/Nachteile Fonds vs. Zertifikaten? (for Dummiyies…) Habe die Beschreibungen auf diversen Seiten gelesen, waren mir aber zu hoch.

Es wäre für mich ja schon mal Gold wert zu wissen, welche der vielen Anlageformen für mich die Richtige wäre bzw. welche ich erst gar nicht betrachten brauche.

Ach ja, wäre auch Bundesschatzbrief was für mich (Punkt 1-3)?

Da ich hart für mein Geld arbeite, möchte ich, dass wenig Risiko im Vordergrund steht.

Grüße, Roby

Hallo Roby,

guck mal hier: http://www.geldsparen.de/inhalt/rechner/Sparplan/Spa…

Das ist ein Sparplan Rechner von ganz „normalen“ Sparplänen ohne Fondsanlage oder sonstigen Risiken. Die Zinsen sind natürlich meistens variabel, aber Börse-Risiken hast keine.

Aber bitte beachte folgendes:

Wenn du für beide Kinder 50.- € im Monat sparst bis zum 20. Lebensjahr (empfehle immer bis 20, denn wenn mit 18 wird das Geld nur fürs Auto auf den Putz gehauen) dann sieht die Rechnung so aus:

Kind 1 (jetzt 2 J): 18 Jahre lang 50.- € mtl. = ca. 17.120.- € Ablaufleistung

Kind 2 (jetzt 9 J): 11 Jahre lang 50.- € mtl. = ca. 8.600.- € Ablaufleistung

Du musst also für das ältere monatlich 100.- € 11 Jahre lang und für das jüngere Kind 50.- € 18 Jahre lang, damit beide Kinder gleich viel „Starthilfe“ bekommen.

Wollte ich nur gesagt haben, denn das wird oft vergessen bzw. nicht beraten/beachtet und sorgt unter den Kindern für Streit und Ungerechtigkeit.

Deine Idee, deinen Kindern Starthilfe zu bieten ist übrigens spitze! Ich habe das von meinen Eltern nicht bekommen und finde das seeeer schade. :smile:

Versicherungen bieten derartige Sparplände wie du es suchst nur als „Altersvorsorge“ oder „Aussteuer“ an, wo das Geld aber immer in Fonds angelegt wird und du meist nur dann an das Geld kommst, wenn du den Vertrag kündigst. Außer die Aspecta, die hat glaub ich was, wo man mit 20 Jahren entscheiden kann was man will, entweder Auszahlen lassen oder als Rentenversicherung weiterführen.

  1. Für uns selber möchten wir auch ca. 100-150€ im Monat
    sparen. Längerfristig 10-15 Jahre. Auf ein Tagesgeldkonto
    (DiBa) sparen wir schon an, falls kurzfristig was anfallen
    sollte.

Kleiner Tipp: Diba ist mittlerweile nicht mehr die beste. Guck mal hier: http://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeldvergleich/

  1. Als Kind habe ich mein Geld, das ich bei irgendwelchen
    Anlässen erhalten habe, auf der Bank in mein Sparbuch
    eingezahlt (z.B. Weltspartag). Wie sollte man das heute bei
    den Kindern handhaben?

Ich glaube, dass ist auch heute noch das Beste.

Zu den Themen Zertifikaten und Bundesschatzbrief kann ich dir leider nicht helfen, dass ist Sache eines Finanzexperten!

Liebe Grüße

Veronika

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Hallo Experten!

Da ich auf diesem Gebiet recht wenig wissen habe und unmöglich
aus der Flut an verschiedenen Angeboten durchblicken kann,
würde ich mich über Tips zu folgenden Punkten sehr dankbar.

  1. Wir können es uns jetzt leisten und möchten für unsere 2
    Kinder (9J u. 2J) in irgendeiner Art und Weise Geld sparne,
    das Ihnen später mal als Startkapital zur Verfügung stehen
    soll. Ich denke da an einen Alter zwischen 18-20 Jahre. Je
    Kind 50-80 Euro im Monat.

  2. Für uns selber möchten wir auch ca. 100-150€ im Monat
    sparen. Längerfristig 10-15 Jahre. Auf ein Tagesgeldkonto
    (DiBa) sparen wir schon an, falls kurzfristig was anfallen
    sollte.

  3. Als Kind habe ich mein Geld, das ich bei irgendwelchen
    Anlässen erhalten habe, auf der Bank in mein Sparbuch
    eingezahlt (z.B. Weltspartag). Wie sollte man das heute bei
    den Kindern handhaben?

Wegen Punkt1+3 war ich bei der Postbank. Die haben mir dafür
empfohlen, ein Zertifikat-Sparplan einzurichten. Vorteil wäre,
dass man variabel einzahlt, auch mal Geld abheben kann umd
z.B. ein Fahrrad zu kaufen und Risiko sehr gering.
Die Dame hat mir eine Informationsbroschüre dazu mitgegeben.
Zu meinem Erstaunen, trägt die Broschüre die Überschrift
„Alertsvorsorge bei der Postbank“. Ich wollte eigentlich keine
Altersvorsorge für meine Kinder…

Die Dame meinte, dass die Zertifikatsgeschichte nur Vorteile
gegenüber Fonds hätte und auch sicherer wäre.
Habt ihr mir auch Infos bzgl. dem Unterschied bzw.
Vor-/Nachteile Fonds vs. Zertifikaten? (for Dummiyies…) Habe
die Beschreibungen auf diversen Seiten gelesen, waren mir aber
zu hoch.

Es wäre für mich ja schon mal Gold wert zu wissen, welche der
vielen Anlageformen für mich die Richtige wäre bzw. welche ich
erst gar nicht betrachten brauche.

Ach ja, wäre auch Bundesschatzbrief was für mich (Punkt 1-3)?

Da ich hart für mein Geld arbeite, möchte ich, dass wenig
Risiko im Vordergrund steht.

Grüße, Roby

Hallo Roby,

guck mal hier:
http://www.geldsparen.de/inhalt/rechner/Sparplan/Spa…

Hallo Veronika,
wenn du werben willst, ist das deine Sache - aber doch nicht hier! Das merkt doch jeder!
Sag mal, kennst du Roby?

Gruß cooler
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Hallo Veronika,
wenn du werben willst, ist das deine Sache - aber doch nicht
hier! Das merkt doch jeder!
Sag mal, kennst du Roby?

Gruß cooler

Hallo Cooler,

wieso werben? Das war nicht meine Absicht. Was hätte ich davon?? Ich arbeite nicht bei der angegebenen Gesellschaft und habe auch nichts mit http://www.geldsparen.de zu tun!

Nein Roby kenne ich nicht, warum?

Liebe Grüße

Veronika

ein bisschen eine Antwort
Hallo Roby,

ich will mal ein bisschen was beantworten.

  1. Als Kind habe ich mein Geld, das ich bei irgendwelchen
    Anlässen erhalten habe, auf der Bank in mein Sparbuch
    eingezahlt (z.B. Weltspartag). Wie sollte man das heute bei
    den Kindern handhaben?

Ich würde für die Kinder ein Konto eröffnen, und zwar damit sie lernen, mit Geld umzugehen. Die Renditen sind natürlich bei einem Sparkonto nicht so berauschend. Da sollte also nur das drauf, was vom Taschengeld übrig bleibt bzw. was sie mal geschenkt bekommen.

Alternativ dazu vielleicht ein Tagesgeldkonto (die liegen derzeit bei ca. 3,8%, manchmal gibt es auch mehr, aber dann jeweils nur für ein halbes Jahr oder ein Jahr). Wichtig finde ich aber, dass die Kinder das Gefühl haben, da selber was zu machen. Es ist schon ein tolles Gefühl, mit der Spardose zur Bank zu gehen und das einzuzahlen. Das würde ich so vielleicht machen, solange die Kinder noch kleiner sind. Später sollten sie dann ein Onlinekonto bekommen, wie jeder andere eben auch - aber ich denke, ein kleines Kind muss das Geld wirklich vor sich sehen, um zu begreifen, was da passiert.

Wegen Punkt1+3 war ich bei der Postbank. Die haben mir dafür
empfohlen, ein Zertifikat-Sparplan einzurichten.

Hmm … und was für Zertifikate sind da drin? Da gibt es so viele verschiedene dass man so unmöglich sagen kann, ob das nun eine gute Idee ist oder nicht.

Vorteil wäre,
dass man variabel einzahlt, auch mal Geld abheben kann umd
z.B. ein Fahrrad zu kaufen und Risiko sehr gering.

Wie gesagt, da würde ich ein Sparkonto oder Tagesgeld nehmen. Ich denke, das ist so etwas wie das „Girokonto für Kinder“ und ist wichtig, damit sie sich an ein Konto gewöhnen.

Die Dame meinte, dass die Zertifikatsgeschichte nur Vorteile
gegenüber Fonds hätte und auch sicherer wäre.
Habt ihr mir auch Infos bzgl. dem Unterschied bzw.
Vor-/Nachteile Fonds vs. Zertifikaten? (for Dummiyies…) Habe
die Beschreibungen auf diversen Seiten gelesen, waren mir aber
zu hoch.

So pauschal kann man das überhaupt nicht sagen. Es gibt Zertifikate mit Kapitalschutz (man bekommt 100% zurück, egal was passiert) und Zertifikate ohne Kapitalschutz, und es gibt alle möglichen Konstruktionen. Im Prinzip investieren auch Zertifikate im Aktienmarkt. Man bekommt z.B. eine Rendite von 7% pro Jahr, wenn der Dax das ganze Jahr nicht unter 7.500 Punkte gefallen ist, oder sowas in der Art. Wie gesagt, es gibt da ewig viele verschiedene Zertifikate. Aber der Punkt ist: Du bist vom Aktienmarkt abhängig. Wenn der Dax mal auf 7.499 Punkten war, hast du mit meinem fiktiven Zertifikat Pech gehabt und bekommst dieses Jahr nichts.

Es wäre für mich ja schon mal Gold wert zu wissen, welche der
vielen Anlageformen für mich die Richtige wäre bzw. welche ich
erst gar nicht betrachten brauche.

Geh doch mal auf eine Anlegermesse oder lies ein paar Anlegerzeitschriften. So macht man es schließlich mit dem störrischen PC auch: Man kauft sich ein PC-Magazin und macht sich schlau. Und hier braucht man eben ein Anlegermagazin.

Ach ja, wäre auch Bundesschatzbrief was für mich (Punkt 1-3)?

Die Rendite von Bundesschatzbriefen ist total im Keller. Da bekommt man aufs Tagesgeld mehr. Warum sollte man einen Bundesschatzbrief mit 3,8% Rendite p.a. kaufen und sich für zwei oder drei Jahre festlegen, wenn man ebensogut ein Neukundenangebot einer Bank wahrnehmen kann und dort teilweise 6% aufs Tagesgeld bekommt? Das macht keinen Sinn.

Ach ja, was das Neukundenangebot angeht, schau mal bei comdirect und Cortal Consors, ich weiß nicht ob das was für dich ist, weil man auch Aktien braucht, aber du kannst es dir ja mal durchlesen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo Roby,

Wegen Punkt1+3 war ich bei der Postbank. Die haben mir dafür
empfohlen, ein Zertifikat-Sparplan einzurichten. Vorteil wäre,
dass man variabel einzahlt, auch mal Geld abheben kann umd
z.B. ein Fahrrad zu kaufen und Risiko sehr gering.

nun, Zertfifikate können alles sein. Sie sind einfach nur ein Rahmen für die tollsten Ideen, die man am Kapitalmarkt umsetzen möchte.
Wenn ich eine Bank wäre und als solche kurzfristig viel Geld verdienen mwollte, würde ich Zertifikate herausgeben. Das ist viel einfacher als z.B. bei Fonds und wird viel weniger reguliert und überwacht.
Und man kann viel schöner Kosten (=Ertrag für díe Bank) darin verstecken, weil eh kein Mensch die Dinger versteht.

Die Dame hat mir eine Informationsbroschüre dazu mitgegeben.
Zu meinem Erstaunen, trägt die Broschüre die Überschrift
„Alertsvorsorge bei der Postbank“. Ich wollte eigentlich keine
Altersvorsorge für meine Kinder…

Dann mach auch keine Altersvorsorge!

Die Dame meinte, dass die Zertifikatsgeschichte nur Vorteile
gegenüber Fonds hätte und auch sicherer wäre.

Die Dame hat ein Problem: Ihre Vertriebsziele.
Offensichtlich stehen hier die Zerftifikate noch ganz vorne und sie muss auf Teufel komm raus jedem, der nicht rechtzeitig hinterm Briefkasten verschwindet (wenn er noch einen findet!), die Zertifikate andrehen. Zur Not eben als Altervorsorge für Zweijährige! Warum nicht? :wink:.
Wenn Du Dir von ihr mal genau erklären lassen wolltest, wie die Teile funktionieren, dann wirst Du merken, dass die arme Dame (das meine ich ohne Ironie und Sarkasmums) etwas verkaufen muss, was sie selbst gar nicht versthehen kann.

Habt ihr mir auch Infos bzgl. dem Unterschied bzw.
Vor-/Nachteile Fonds vs. Zertifikaten? (for Dummiyies…) Habe
die Beschreibungen auf diversen Seiten gelesen, waren mir aber
zu hoch.

Über Fonds allgemein kann man sich beim BVI ganz gut informieren. www.bvi.de
Zertifikate sind aus meiner Sicht professionelle Finanzinstrumente für Finanzprofis.
Viel zu komplex, um hier was genaues dazu sagen zu können.

Es wäre für mich ja schon mal Gold wert zu wissen, welche der
vielen Anlageformen für mich die Richtige wäre bzw. welche ich
erst gar nicht betrachten brauche.

Meine Meinung:
Macht nichts, was Ihr nicht wenigstens ansatzweise versteht. Ich bin zwar in der Branche zu Hause, würde aber von Zertfifikaten die Finger lassen, weil sie mir zu kompliziert sind.
Man kann lange genug über Bank-, Bau-, Versicherungs- und Fondssparen diskutieren. Da muss man das Leben nicht noch unnötig kompliziert machen, oder?

Ach ja, wäre auch Bundesschatzbrief was für mich (Punkt 1-3)?

Na ja. Die sind einfach, kostengünstig und relativ sicher.
Dafür natülich eher weniger Rendite. Aber eine Kröte musst Du mindestens schlucken.
Im Nachhinein wirst Du wahrscheinlich sagen, dass irgendwas anderes besser gewesen wäre. Aber leider weiß man heute nicht was… .

Zum Schluß mein obligatorischer Tip:
Legt dieses Geld auf Euren Namen an. Sonst habt Ihr genau am 18. Geburtstag des jeweiligen Kindes keinen Einfluss mehr auf das mühsam angesparte Geld. Manchmal sind die süßen Kleinen mit 18 aber gerade ein wenig schräg drauf … .

Viel Glück wünscht der Money-Schorsch