unser kleines Unternehmen (ca. 25 Mitarbeiter) hat (wieder) von einem beauftragten Finanzberatungsunternehmen empfohlen bekommen, Schiffsanteile zu zeichnen. Es handelt sich um Containerschiffe, die angeblich eine Rendite von 12% versprechen. In den Informationen steht aber auch, dass die Weltwirtschaft spätestens 2011 wieder anspringt. Ich habe kein gutes Gefühl und möchte eine zweite, unabhängige Meinung.
Gibt es ein Forum, wo man solche Fragen Experten stellen kann? Für Anwälte gibt es so etwas ja schon länger. Oder weiß sonst jemand hier Rat?
unser kleines Unternehmen (ca. 25 Mitarbeiter) hat (wieder)
von einem beauftragten Finanzberatungsunternehmen empfohlen
bekommen, Schiffsanteile zu zeichnen. Es handelt sich um
Containerschiffe, die angeblich eine Rendite von 12%
versprechen.
Das gute alte Anlagendreieck erfüllt auch hier seinen Zweck.
Schiffsbeteiligungen können interessant sein. Sie bieten idR eine gute Rendite und Steuervorteile.
ABER
Es gibt unseriöse Angebote
Kein Mensch weiß weis mit der Weltwirtschaft nächstes Jahr aussieht
und
Wenn Du kein gutes Gefühl hast, solltest Du es nicht machen. Was nützt es Dir die nächsten Jahre immer mit Bauchschmerzen rumzulaufen, weil Du immer Angst um Deine Kohle hast?
Mit Geschlossenen Fonds - z.B. Schiffsbeteiligungen -
sollte man sich schon gut auskennen, bevor man diese
zeichnet.
Man sollte auch bedenken, dass die größeren und „seriöseren“
Anbieter in diesem Bereich sich momentan (gerüchteweise)
mittlerweile auch in Schwierigkeiten befinden:
Drohender Totalverlust!
Ich würds keinen empfehlen, die guten Zeiten scheinen vorbei zu
sein.
Im Privaten Bereich sind die Steuervorteile auch größtenteils zusammen gestrichen worden.
Beim Betriebsvermögen kann es noch Steuervorteile geben -
insbesondere bei der Übertragung -
das kann ich jetzt nicht überblicken.
und wenn überhaupt sollte man sich nur Fonds kaufen, die voreher
von verschiedenen Rating Agenturen „gescheckt“ worden sind.
Allerdings muss man wissen, dass die Rating Agenturen meistens
mit den Anbietern zusammnenarbeiten;
teilweise werden einige Rating Agenturen von den Anbietern
selber gegründet.
Man hat dann aber schon mal einen Einblick, und kann
die Spreu ein bisschen vom Weizen trennen;
ein Rating reicht aber auf keinen Fall aus.
Die Zeitschrift Fonds u. Co handelt fast nur über geschlossene
Fonds;
die ist zwar für Vermittler konzipiert, meines Erachtens
aber auch gut für den Anleger geeignet, weil man dort
zu einem Produkt die Analysen von verschiedenen Agenturen
findet.
Einer,der in diesem Bereich als relativ unabhängig gilt,
ist Stefan Loipfinger;
man sollte sich mal zu ersten Orientierung auf diese Seiten begeben.
wozu könnte ein Unternehmen eine Schiffsbeteiligung gebrauchen?! Geht es um eine PZ-Rückdeckung?
§ 8b KStG Abs. 1 und 2 folgend solltest Du in diesem Fall mit deinem Berater mal über Aktienfonds und Vermögensverwaltung sprechen. Die sind steuerlich genauso zweckmäßig.
Schiffsbeteiligungen waren bis 2005 interessant, danach habe ich die Finger davon gelassen. Niedrige Zinsen, hohe Charter und steigende Stahlpreise haben für mich ein Bild ergeben, das sich inzwischen bestätigt hat. Paul Dowell von Howe Robinson hat das im Gespräch eine „credit driven bubble“ genannt. Dem kann ich nur zustimmen.
Wer jetzt unbedingt eine Schiffsbeteiligung zeichnen will, sollte sich auf die antizyklischen (opportunistic) Fonds konzentrieren. Diese Fonds folgen dem alten Kaufmannstraum „billig kaufen, teuer verkaufen“. Voraussetzung ist, dass ein opportunistisches Investment ins Portfolio passt und man fest an eine wirtschaftliche Erholung über die nächsten 5 bis 7 Jahre glaubt. Von diesen Fonds gibt es gut ein halbes Dutzend, davon zwei gute.
versprechen. In den Informationen steht aber auch, dass die
Weltwirtschaft spätestens 2011 wieder anspringt. Ich habe kein
Hallo Dan,
erstens, die Weltwirtschaft ist längst angesprungen, die Frachtraten von Schiffen steigen weltweit seit April 2009. Stimmt ergo schonmal so nicht.
Zweitens, hängt das von der Gesamtanlagestrategie der Firma ab, also Diversifikation. Ausschließlich in Schiffsbeteiligungen auf gar keinen Fall investieren.
Drittens, halte Rücksprache mit der Hausbank des Unternehmens, ob sie eine Alternative raten würden.