Hallo Leute,
mich würde mal interessieren, wie der Durchschnittsverbrauch im Bordcomputer zustande kommt.
Rechnet der Computer immer zum aktuellen Zeitpunkt ohne auf einen Speicher zurückzugreifen?
Also quasi „Wenn du so „rasant“ weiterfahren würdest wie jetzt grad, verbrauchst du auf 100km 11,5l und könntest noch 300km weit fahren“
Oder „Merkt“ sich der Bordcomputer die Fahrweise des Fahrers und errechnet aus diesen gespeicherten Werten den Verbrauch und die noch möglichen Kilometer?
Also quasi: „Aus den Werten meines Fahrers in meinem Speicher kann ich sehen, dass du momentan „rasanter“ fährst als sonst, daher wird der aktuelle Fahrstil mit den bereits gesammelten Werten zusammengeführt… du verbrauchst auf 100km 8,2l und könntest noch 420km weit fahren“
Ich bin auf eure Antworten gespannt,
Gruß,
Björn
Hallo,
bin auch mal gespannt auf Antworten - allerdings befürchte ich, dass dies von Marke zu Marke verschieden ist.
Meiner zeigt nach dem Start 40 Liter/100km als Durchschnittsverbrauch an.
Bei Kurzstrecke komme ich dann nicht unter 12. Je länger ich fahre, desto niedriger die Zahl, bis sie sich irgendwo eingependelt hat (auf AB nach über 100km dann z.B. auf 6,2 - beim Tankstopp und beim Nachrechnen stimmt die Zahl, hat höchstens eine Abweichung von 0,2 Litern.
MFG
Pluto
Gemessen werden die Motordrehzahl und über einen Durchflussmesser der Spritmenge. Dazu ein kleiner Rechner und fertig ist das Ergebnis.
Gemessen werden die Motordrehzahl und über einen
Durchflussmesser der Spritmenge. Dazu ein kleiner Rechner und
fertig ist das Ergebnis.
Wenn das die einzigen Meßwerte wären, könnte selbst ein großer Rechner lediglich den Verbrauch pro Umdrehung ausrechnen. Die Wegstrecke wäre als Parameter hilfreicher als die Drehzahl, wofür soll die gut sein?
Hallo Leute,
mich würde mal interessieren, wie der Durchschnittsverbrauch
im Bordcomputer zustande kommt.
Der Durchschnittsverbrauch errechnet sich aus dem Verbrauch in Liter geteilt durch die gefahrene Wegstrecke. Beide Werte werden gemessen nach dem letzten Zurücksetzen des Speichers. Dies geschieht bei meinem Fahrzeug auf zwei Arten:
Speicher 1 setzt sich nach 2h Motorstop automatisch zurück, Speicher 2 nach langem Druck auf eine Taste. Speicher 1 kann auch manuell so zurückgesetzt werden.
Also quasi „Wenn du so „rasant“ weiterfahren würdest wie jetzt
grad, verbrauchst du auf 100km 11,5l und könntest noch 300km
weit fahren“
Ahh, Du meinst die prognostizierte Reichweite!
Dazu nimmt der Bordcomputer den Verbrauch der letzten zig Kilomter als Grundlage. Keine Ahnung, wie lange er dabei in die Historie geht. Vermutlich wichtet er die Verbräuche der letzten sagen wir mal 100km auch unterschiedlich, so dass der Durchschnittsverbrauch der letzten 20km z.B. doppelt so stark zählt wie der der vorherigen 80km.
Zumindest würde ich das so machen, wenn ich so ein Gerät programmieren sollte.
Eins weiß ich aber sicher: Nach Stromausfall rechnet meiner zunächst mit 10l/100km, da stehen bei vollem Tank dann 600km Reichweite. Erst dann geht es langsam hoch. (Mein Maximalwert waren über 1300km Reichweite. War ein Soinntagsausflug ins Sauerland, getankt habe ich nach einer langen Fahrt an der Ruhr entlang, fast nur bergab, und immer schön bei 1400 /min im sechsten Gang. Angezeigter Durchschnitt für diesen Streckenabschnitt war da 3,9l/100km)
Hey,
super, vielen Dank für die Antworten, also gehe ich jetzt einfach mal von aus, dass das von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist.
In einem neuen Seat Ibiza wäre so eine Technik (prognostizierter Verbrauch) doch durchaus möglich, oder wird so etwas erst in höheren Fahrzeugklassen eingesetzt?
Viele Grüße
Björn
Hi,
In einem neuen Seat Ibiza wäre so eine Technik
(prognostizierter Verbrauch) doch durchaus möglich, oder wird
so etwas erst in höheren Fahrzeugklassen eingesetzt?
In einem Toyota Yaris (Kleinwagenklasse) habe ich sowas schon gesehen, daher nehme ich an, daß das inzwischen Standard ist.
Gruß S