Nochmal hallo,
Ich habe ein Förderband mit dem ich ein Produkt (Gewicht ca. 7
Gramm)bewegen will.
Aha, ok. Ich vermutete, dass es sich um eine Schul-/Hochschul-Übungsaufgabe handelt.
Um herrauszufinden, wie stark ich es beschleunigen kann, habe
ich gelesen, dass es vom Haftreibkoeffizienten abhängt.
So ist es.
Also habe ich das Produkt auf das Band gelegt und
festgestellt, dass es sich bei einem Winkel von 60° zur ebenen
Tischfläche (Wasserwaage benutzt => die Tischplatte ist
tatsächlich waagerecht) gerade noch halten kann, darüber
rutscht es ab.
Das erstaunt mich, weil 60° ja schon wirklich steil sind. Aus welchem Material mit welcher Beschaffenheit besteht denn die Bandoberfläche und die Auflagefläche der Fördergegenstände?
Also: µh = tan(60°) = 1,73
Jetzt die Beschleunigung: maxAcc = 9810 * 1,73 = 16971,3 mm/s²
oder noch mit dem Gewicht multiplizieren?
Keine Multiplikation mit dem Gewicht. Du darfst das ebene Förderband mit maximal μHaft g beschleunigen, bevor die Gegenstände ins Rutschen kommen. Dein Wert 16971,3 mm/s² ist korrekt.
Mit welcher Gewichtseinheit (g, kg) geht das denn dann in die
Rechnung ein und wie kürzt die sich denn dann heraus?
Es gilt:
(1) Die Normalkraft FN ist bei einem ebenen Band betragsgleich der Gewichtskraft FG = m g:
FN = m g
(2) Eine Zugkraft FZug, die nicht von einer anderen Kraft kompensiert wird, beschleunigt den Körper mit der Beschleunigung a, und es gilt
FZug = m a
(3) Der Grenzfall, dass gerade so stark an dem Körper gezogen wird, dass er noch nicht ins Rutschen kommt, ist gegeben durch
FZug max = μHaft FN
Setzt Du in diese Gleichung die rechten Seiten „m a“ und „m g“ aus (2) und (1) ein, steht da
m a = μHaft m g
Dies ist die Stelle, an der sich m herauskürzt; übrig bleibt:
a = μHaft g
Die maximal zulässige Beschleunigung a ist also unabhängig von der Masse m. Nur die (Dich nicht interessierende) Zugkraft hängt von der Masse ab.
Martin