Berechnung Solarmodul/Batterie

Hallo,

in der Hoffnung, dass mir jemand weiterhelfen kann, folgende Frage:
Eine Messstation mit einem Verbrauch von 150 mA soll betrieben werden. Welche Leistung sollten die Solarmodule haben, damit die Batterie (12 V/20 Ah) die Messstation dauerhaft mit Strom versorgen kann?
Wie kann man das berechnen?

Vielen Dank im Voraus!

Hallo,
da kann man keine pauschale Antwort geben, weil die Randbedingungen
nicht klar definiert sind.
Wo soll das ganze arbeiten?
Welche Einsatzdauer?
Welche Zuverlässigkeit ist gefordert?
Wie dürfen die Wartungsintervalle sein?
Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass man für ganzjährigen Einsatz
bei hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit ganz erhebliche
Reserven haben muß. Im Extremfall können die Solarpanels im Winter
mehrere Wochen vereist und zugeschneit sein. Dann sieht es wirklch
düster mit der Stromversorgung aus.
Deshalb wären deutlich größere Akkus besser, damit einige Wochen
überbrückt werden können. 20Ah bei 150mA Verbrauch ist da eher sehr knapp,
Die sind schon nach 5 Tagen leer, falls sie vorher voll waren.
Bei deutlich größeren Akkus dürfen die Panels kleiner sein.
Gruß wi

in der Hoffnung, dass mir jemand weiterhelfen kann, folgende Frage:
Eine Messstation mit einem Verbrauch von 150 mA soll betrieben
werden. Welche Leistung sollten die Solarmodule haben, damit
die Batterie (12 V/20 Ah) die Messstation dauerhaft mit Strom
versorgen kann? Wie kann man das berechnen?

Hallo Fragewurm,

Eine Messstation mit einem Verbrauch von 150 mA soll betrieben
werden.

Sind also 3.6Wh die das Gerät pro Tag verbraucht.

Kommt noch der Wirkungsgrad des Akkus oben drauf und was die Ladeschaltung noch so verbraucht.

Welche Leistung sollten die Solarmodule haben, damit
die Batterie (12 V/20 Ah) die Messstation dauerhaft mit Strom
versorgen kann?

So über den Daumen, reicht der Akku also so für 4 Tage ohne Sonne, aber nach 4 Tagen musst das Solarmodul die rund 4Wh fürs Gerät und Überschuss für die Ladung produzieren.

Dann brauchst du den Standort und die Werte für den Winter, da wird es ja kritisch.
Neben der Sonnenscheindauer und Strahlungsleistung brauchst du noch die Wetter/Klimadaten für den Standort. Gute Wetterstationen zeichnen auch die Globalstrahlung auf, da hast du dann weitere Anhaltspunkte für deine Rechnung.

MfG Peter(TOO)

hi,
das Gerät verbraucht wenn es 24 Stunden in Betrieb ist 3,6 Ampere,
Damit kann der Akku wenn er lange leben soll maximal 4 Tage Strom liefern.
Also wie in der ersten Antwort schon beschrieben sollte der Akku größer werden.
ich würde so im Bereich 60 -100Ah empfehlen.
Vermutlich ist vom Preisleistungzuverlässigkeitsverhältnis ein Blei- Gelakku das Sinnvollste.

Im Jahresmittel wird 2,5 h Sonnenscheindauer in Deutschland angenommen.
Da würde ich nocheinmal was Abziehen um Selbstentladung und Wirkungsgradverlust auszugleichen
also 2h somit müsste das Modul 1,8 Ampere Peak liefern.
Also ein ca. 24-30Wpeak Modul kann bei Durchschnittlichem Standort über das Jahresmittel die Anlage mit Strom versorgen, wobei ich empfehlen würde das Modul so steil zu stellen, sodass es für den Winter optimiert wird, denn zu dieser Zeit wird es am ehesten Knapp.

Modulart (Monokristallin-Amorph) und Standortbedingungen sollen noch bedacht werden.

Offline

Hi Peter,
ich denke du meinst jeweils Ah

Offline

Planung falsch
Hallo Susi,

Du solltest Die Planung noch einmal überdenken.
Egal wie groß die Solarzellen sind, regelmäßig muss jemand kommen, um sie von Schnee/Laub/Dreck zu befreien.
Im Winter wenn es böse kalt wird kann Dir die Batterie einfrieren bzw. die Batterieleistung gewaltig absinken.
Was für eine Art Messstation hast Du?
Meiner Meinung nach solltest Du so gut wie möglich mit der Energie geizen und zwischen den Messintervallen die Elektronik schlafen schicken.

Für die Grundwassermessung werden z.B. extrem sparsame Sensoren verwendet, die viele Monata lang mit einer Lithium- Batterie laufen.

Gruß Gerold