Berechnung von Pachtzins in der Landwirtschaft

Ich habe von meinem Vater verpachtetes Land geerbt in NRW. 1 Teil an einen Biobauern u. die andere Hälfte ist konventionell genutzt. Mein Vater hat sich nie dafür interessiert u. seit 20 Jahren alles so gelassen. Frage ist, wie berechnet sich Pacht eigentlich u. wonach richtet sich die Höhe

Hallo,
die Pachtpreise richten sich normalerweise nach dem ortsüblichen Ertragspotenzial. Ob es dann biologisch oder konventionell genutzt wird spielt dabei keine Rolle. Auf- oder Abschläge sind aber frei verhandelbar und können sich nach individuellen Bedürfnissen richten.
Anhaltspunkte über die ortsüblichen Pachtpreise gibt sicherlich das Landwirtschaftsamt oder die Geschäftsstelle des Bauernverbands.

schau mal hier: http://www.horse-gate-forum.com/showthread.php?39134…
Ansonsten:
* Wo liegt es ? (Eifel/Erftstadt/Borken/Hochsauerlandkreis /Mönchengladbach ?)
* Wie groß sind die Flächen ?
* Hanglage ?
* alles Ackerfläche oder auch Grünland und Bäume ?
* Wieviele Biogasanlagen gibt es in der Nähe ?
* Gibt es viel Gemüse oder Erbeeranbau in der Gegend ?
* Weisst du die Ackerwertzahl /Bonität des Bodens ?
*

Hallo,

Die Grundlage hierfür ist nicht ganz so einfach.
Das kann Regionale Unterschiede geben. Ich komme aus Niedersachsen.
Da wären verschiedene Punkte
zu beachten:

  1. Wie hoch sind die Bodenpunkte?
  2. Wie groß ist die Fläche?
  3. Wie ist die Fläche „zugeschnitten“?
  4. Wie hoch ist der Pachtpreis/Hektar in der
    jeweiligen Gegend?
  5. Was für Pflanzen sollen angebaut werden?

Am besten ist es da einfach mal mit einem „Verpächter des Vertrauens“ (Landwirt) aus der Gegend nach dem „üblichem“ Pachtpreis zu Fragen.

  1. Wenn das alles nicht ausreicht zur Sicherheit auf jeden Fall zum nächsten Landvolkverband in jedem größerem Ort gehen. Dort gibt es Auskunft und die aktuellsten Pachtverträge mit wichtigen rechtlichen Hinweisen. Sowie Fachkompetentes Personal.

  2. Ich hoffe ich konnte ein wenig weiter helfen.

MfG

T. Sengstake

Ich habe von meinem Vater verpachtetes Land geerbt in NRW. 1
Teil an einen Biobauern u. die andere Hälfte ist konventionell
genutzt. Mein Vater hat sich nie dafür interessiert u. seit 20:Jahren alles so gelassen. Frage ist, wie berechnet sich Pacht
eigentlich u. wonach richtet sich die Höhe

Die Pacht ist eine reine Verhandlungssache mit dem Pächter.
Den ortsüblichen Pachtzins können Sie bei der Landwirtschaftskammer NRW erfragen.
Ob nun Bio oder Konventionell bewirtschaftete Fläche ist dabei unerheblich.
Bei der Preisfindung sind Lage, Größe, Bodengüte und Beregnungsmöglichkeit ein sehr wichtiges Kriterium.

Wo liegen denn Ihre Flächen?

Hallo IDX (?),

die Berechnung des Pachtzinses hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese können u.a. sein: ackerbaulicher Wert des Bodens (Bodenpunkte), Lage der Grundstücke (arrondiert oder verstreut) und die allgemeine örtliche Marktlage für Pachtland.
Es macht von daher Sinn, sich beim regionalen Bauernverband zu informieren. Mit einiger Sicherheit wird man dort kaum konkrete Zahlen bekommen, aber doch Angaben über die allgemeine Marktlage.
Falls man gute Kontakte zur örtlichen Bauernschaft hat kann man diese auch direkt befragen, was denn so an Pacht gezahlt wird.

Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Frank

Guten Tag,

Anhaltspunkte für die Höhe des Pachtzinses ergeben sich aus der Güte des Bodens (ausgedrückt in Bodenpunkten von 1 - 100 (für die höchste Güte)) und der Beabeitbarkeit (bzw. deren Einschränkungen, z.B. durch Hanglage oder Hindernisse). Weiterhin zu berücksichtigen ist das Klima. Ausgedrückt wird dies alles in der Ertragsmeßzahl und der sog. Boden-Klimazahl.
Vielleicht hilft Dir da der Wikipedia-Artikel Bodenschätzung weiter.
Für Äcker in Grenzertragslage muß man allerdings schon froh sein, wenn der Pächter als Pachtzins die Berufsgenossenschaftskosten trägt, während auf gut gelegenen Zuckerrübenböden schon einige hundert Euro fällig werden können.
Vielleicht informieren Sie sich auch einfach bei den Nachbarn, die ähnliche Äcker verpachtet haben. Schließlich und endlich ist der Pachtzins aber Verhandlungssache.

Mit freundlichen Grüßen,
G. Franke

Hey, Taikoon, das Nutzland hat einen der Gegend entsprechenden Pachtwert (weiß jeder Bauer bei Dir) und Hütten entsprechend dem Marktspiegel und natürlich der Ausstattung - auch das kann DIr ein Makler Deines Vertrauens in 5 MInuten sagen, der Kennt die Gegebenheiten vor Ort.
CIAO

Hallo,
die Pachtberechnungskriterien sind sehr vielschichtig. Um nur einige zu nennen: Bodenpunkte, also Fruchtbarkeit und Bearbeitbarkeit des Bodens,
Lage, bisherige Fruchtfolge, Begehrtheit der Fläche, Entfernung zum Hof, usw. Am Besten du hörst dich mal bei anderen Landwirten, Nachbarn und den entsprechenden ldw. Ämtern um, bevor du Änderungen vornimmst.
Mfg