Sehr geehrte Mathematik-/ Physik-Kenner,
seit einigen Wochen beschäftigt mich nachfolgendes Problem. Trotz googlen, wiki und Formelsammlungen komme ich (nur Musiker) auf keine adequate Lösung. Da mein Mathematisches Wissen eher durchschnittlich ist, bitte ich um Nachsicht bezüglich meiner unprofessionellen Darstellung.
Experiment:
In eine Stahlplatte (2mm Stärke) werden unterschiedlich lange Zungen geschnitten. Bringt man diese Zungen zum Schwingen (anschlagen mit Klöppel) erklingen diese in unterschiedlicher Tonhöhe. Ähnlich einem Glockenspiel, allerdings mit dem Unerschied, dass die Zungen einseitig fest mit der Platte verbunden sind und dadurch die gesamte Platte zum Schwingen anregen.
Problem:
Gesucht ist die Tonhöhe einer schwingenden Zunge(Frequenz in Hz) im Verhältnis zur Zungenlänge (mm).
Lösungsversuche:
Einfacher Ansatz durch Beobachtung (zugegeben sehr wenige Daten)
- als tiefster Ton (Basis) wurde D3 (146,832) Hz ausgewählt.
- jeder Halbtonschritt wird in 100 Cent (gleichstufig temperiert) unterteilt. (1 Oktave = 12 Halbtöne = 1200 Cent)
- die Zungelänge wird in mm angegeben
- die Zungenbreite hat nach Beobachtung keine maßgebliche Auswirkung auf die Tonhöhe und ist frei gewählt fix 50 mm
Frage 1:
Wie leite ich eine einfache Funktion aus der nachfolgenden Beobachtung ab (Verhältnis y mm zu x Cent)?
----------------(x-Achse)(y-Achse)
(Note)—(Hz)------Cent-----mm----
D3-----146,832----Basis----126----
A3-----220,000-----700------96----
D4-----293,665----1200------79----
F4-----349,228----1500------70----
A4-----440,000----1900------59----
D5-----587,330----2400------49----
mm Skizze
|x
|—x
|-------x
|------------x
|------------------x
|--------------------------x
----------------------------cent
Frage 2:
Gibt es eine mathematische Formel für die Berechnung einer Zungenlänge zur Schwingungsfrequenz?
Das einfache Modell der schwingenden Saite funktioniert hier leider nicht.
Bsp 1: reine Stimmung: Saitenlänge / 2 = Oktave; Saitenlänge /3*2 = Quinte; Saitenlänge /4*3 = Quarte; usw.
Bsp 2: f(i+1)=f(i)*(e^(ln(2)/12))=1,0594630943593*f(i) für gleichstufige Stimmung (1 Oktave in 12 gleiche Halbtöne)
Ich denke, dass die festverbundene Zunge als Dämpfung fungiert. Dann spielt noch die Steifigkeit des Stahls eine Rolle. Da fallen mir jetzt noch folgende Schlagwörter ein:
- Pendel
- Ohmsche Gesetze: als Pendant zur Akustik, fest verbundene Seite der Zunge als Dämpfungsglied ???
Vielleicht befinde ich mich aber auch auf dem Holzweg. Über Tipps, in welche Richtung ich weiterforschen kann, wäre ich sehr froh.
Für Ihre Bemühungen Herzlichen Dank im Voraus.
Beste Grüße und herzlichen Dank.
Janick