Berechnungen der Geschwindigkeit

Hallo alle zusammen.
Ich weiß, das es schon so einen Artikel gibt mit der Überschrift, jedoch passt dies nicht ganz zusammen, sodass ich die Frage trotzdem stellen muss. Wir haben heute folgende Aufgabe bekommen:
Bei einem Verkehrsunfall hat man ein Bremsspur von 12m gemessen. Aufgrund des Straßenbelags ging der Sachverständige von einer Bremsbeschleunigung von -6,2 m*s^-2 aus. Hielt sich der Fahrer an die zulässige Geschwindigkeit von 50km*h^-1?

Also ist ja die Geschwindkeit gesucht, ne? Denn ich muss ja wissen ob er zu schnell gefahren ist oder nicht.
Und es ist ja auch keine geradlinig gleichförmige Bewegung, da die Beschleunigung nicht 0 ist. Also ist es eine geradlinig geichmäßig beschleunigte Bewegung.
Und für diese Bewegung gilt ja die Gleichung:
v=a*t
a habe ich ja schon, nämlich -6,2m*s^-2
Doch t fehlt mir?
Wie kann ich die Zeit berechnen???

Ich danke schon mal für die Antworten!

Mfg

Hallo.

v=a*t
a habe ich ja schon, nämlich -6,2m*s^-2
Doch t fehlt mir?

Aber die (Soll)geschwindigkeit hast Du, nämlich 50/3,6 m*s-1. Also, wie lange brauchst Du von 0 auf 50 mit der gegebenen Beschleunigung, und welchen Weg legst Du in dieser Zeit zurück?

Gruß Eillicht zu Vensre

Also die Zeit würde -2,24s betragen und der zurückgelegte Weg -15,56m.
Aber was bringt mir das, das jetzt zu wissen, und warum steht vor beiden Zahlen ein -? Geht das überhaupt?

Mfg

Hallo Genie,

ich dachte immer, das hier soll keine Aufgabenhilfe sein.

Na ja.

Du hast schon die richtige Formel und erkannt, dass Dir zur Anwendung noch die Zeit t fehlt. Soweit richtig. Wie kann man also die Zeit ermitteln?

Welche Informationen hast Du denn noch? Die Bremsbeschleunigung a, die der Gutachter für Dich herausgefunden hat und den Bremsweg s, den man ja gut auf der Straße nachmessen kann. Du brauchst also noch eine Formel, welche die Zeit mit der Beschleunigung und dem Bremsweg verknüpt. Daraus kannst Du dann die Zeit berechnen und in die andere Formel einsetzen. Und diese Formel, die Du noch benötigst, hast Du mit Sicherheit schon gelernt.

Grüße, Thomas

Hallo,

Bei einem Verkehrsunfall hat man ein Bremsspur von 12m
gemessen. Aufgrund des Straßenbelags ging der Sachverständige
von einer Bremsbeschleunigung von -6,2 m*s^-2 aus. Hielt sich
der Fahrer an die zulässige Geschwindigkeit von 50km*h^-1?
Also ist ja die Geschwindkeit gesucht, ne?

Doch.
a=v/t…v=a*t…s=v*t/2 oder auch s=a*t^2/2
v=sqr(2*a*s)… nach etwas komplizierte Formelumstellung.
da a und s bekannt sind kannst Du v ausrechnen.

Denn ich muss ja
wissen ob er zu schnell gefahren ist oder nicht.

Ich denke nicht.

Doch t fehlt mir?
Wie kann ich die Zeit berechnen???

Ist nicht gefragt, aber mit v gehts dann.
Gruß VIKTOR

Bei einem Verkehrsunfall hat man ein Bremsspur von 12m
gemessen. Aufgrund des Straßenbelags ging der Sachverständige
von einer Bremsbeschleunigung von -6,2 m*s^-2 aus. Hielt sich
der Fahrer an die zulässige Geschwindigkeit von 50km*h^-1?

Also ist es eine geradlinig
geichmäßig beschleunigte Bewegung.
Und für diese Bewegung gilt ja die Gleichung:
v=a*t
a habe ich ja schon, nämlich -6,2m*s^-2
Doch t fehlt mir?
Wie kann ich die Zeit berechnen???

Mit der Energieerhaltung brauchst Du die Zeit gar nicht:

Die kinetische Energie vor dem Bremsen beträgt

Ekin = m·v²/2

die wird vollständig in Reibungsarbeit umgewandelt (wenn das Auto anschließend nicht noch irgendwo gegen gefahren ist). Die Arbeit wiederum ist das Integral der Kraft über den Weg:

w = m·a·s (bei konstanter Masse und Beschleunigung)

Das musst Du also nur noch gleich setzen und nach v umstellen:

v = sqrt(2·a·s)

Kleine Spitzfindigkeit
Hi…

Bei einem Verkehrsunfall hat man ein Bremsspur von 12m
gemessen. Aufgrund des Straßenbelags ging der Sachverständige
von einer Bremsbeschleunigung von -6,2 m*s^-2 aus. Hielt sich
der Fahrer an die zulässige Geschwindigkeit von 50km*h^-1?

Die Frage kann nur dann beantwortet werden, wenn das Fahrzeug bei vorschriftsmäßiger Geschwindigkeit in weniger als 12 m zum Stehen hätte kommen müssen, der Unfall also gar nicht stattgefunden hätte. Leider (oder gar mit Absicht?), sind die Zahlen so gewählt, daß der Bremsweg über 12 m liegt.

genumi

Holla.

Aber was bringt mir das, das jetzt zu wissen, und warum steht
vor beiden Zahlen ein -? Geht das überhaupt?

Du hast das neegative Vorzeichen, weil Du rückwärts gerechnet hast. Dein Zeitpunkt t=0 ist der Bums, und Du hast ermittelt, wo sich das Fahrzeug vor t minus irgendwas befand.

Und was es Dir bringt? Na, Du weißt den theoretischen Bremsweg, und Du hast sowohl den zurückgelegten Weg des Bremsvorgangs, als auch die dafür benötigte Zeit. Daraus sollte Dir eigentlich die Geschwindigkeit (die Du ja ermitteln sollst) zum Beginn des Bremsvorganges geradezu entgegenpurzeln …

Gruß Eillicht zu Vensre