Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung für Baugruppen gültig?

Hallo Zusammen,

ich bin in einer Bauherrengemeinschaft im Berliner Osten, zusammen mit 40 anderen Parteien bauen wir ein Haus, das ausschließich aus privaten Eigentumswohungen besteht.

Nun gibt es das „Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung“ das eine feste Quote von (mindestens) 25% für den geförderten Wohnungsbau bei Wohnungsbauprojekten vorsieht - sprich - müssen wir nun 25% der Wohnungen zur Miete planen und dann die anfallenden Kosten auf die Bauherren der Baugruppe umlegen?

Oder gilt diese Leitlinie nur für Miet- und Genossenschaftswohnungsbau?

Danke für Eure Hilfe und weihachtliche Grüße

Wenn das stimmt, dann hat man mit dem Berliner Modell auch nichts mehr zu schaffen.
Das müsste man nämlich vorher, vor dem Baubeginn, machen !

Das Modell ist vereinfacht gesagt, der Bauherr(Bauträger, Projektentwickler)) übernimmt auch Dinge und Kosten(!), die sonst die Stadt trägt. Stadt hat aber dafür kein Geld. Und um trotzdem Wohnungsbau- und hier insbesondere Mietwohnungsbau zu fördern, hat man dieses Modell geschaffen um das alles zu beschleunigen.

es gibt aber reichlich Ausnahmen, so ist auch weniger Mietanteil oder sogar der völlige Verzicht darauf denkbar.

Man muss sich halt beim Baureferat der Stadt erkundigen.

MfG
duck313

Hallo,
an der Antwort von duck kannst Du schon erkennen, dass hier eine Menge fehlt!

Zum einen wird es doch wohl hoffentlich einen Projektentwickler oder -leiter geben? Wie weit ist das Projekt? Auf welcher Basis findet denn die Übereinkunft zwischen den 40 Parteien statt? Wurde eine Genossenschaft oder eine Unternehmergesellschaft gegründet oder wurden einfach Wohungen von einem Bauträger erworben?

Grundsätzlich stimmt das was duck schon schrieb, wobei hier wohl bislang keiner in die Untiefen dieses Modells - das in zahlreichen Städten, Bundesländern und Varianten existiert - einsteigen will, der damit nichts konkret zu tun hat.
Es ist zunächst mal zu prüfen, was da eigentlich konkret gefördert werden soll. Wird billiger Bauland abgegeben? Wird ein Bebaungsplan eigens für dieses Vorhaben nötig bzw. aufgestellt oder geändert? Sollen Fördermittel für den Bau verwendet werden? Wenn man das alles verneinen kann, muss man sich als Projektentwickler in der Regel einen „Dreck“ um so ein Modell „scheren“. Das sollte der wissen und ggf. bei Vorliegen des einen oder anderen Fallstricks das konkret mit der jeweiligen Bewilligungsbehörde (Sozialamt, Bauordnungsamt usw.) ausverhandeln.

Gruß vom
Schnabel