wenn ein arzt -offensichtlich fehlgeleitet, wahrscheinlich selbst psychiatrisch erkrankt- menschen drogen verabreicht, an denen sie sterben, wie kann es zu so einem verhalten kommen?
ich bin ja selbst psychotherapeut, aber ich habe echt neuland hier gesehen, ich wusste bisher nichts von der methode, zu angeblich therapeutischen zwecken menschen unter drogen zu setzen…
oh- ich befürchte schlimme folgen für meinen berufsstand, der begriff „psychotherapie“ wird mit drogen und scharlatanierie in zusammenhang begracht werden.
also, was meint ihr: welche hypothese habt ihr zu dem fall? handelt es sich einfach nur um einen kriminellen arzt in finanznöten oder doch eher um einen von größenwahn besessenen arzt, der in den köpfen der leute drogen wirken lässt?
oder um eine wissenlücke in bezug auf therapeutische vielfalt bei mir?
Also ich denke das dieser Arzt von seiner „Methode“ wirklich überzeugt ist/war. Denn ich unterstelle mal: Wer die anstregende und aufreibende Ausbildungzum Allgemeinmediziner und Psychotherapeuten macht, der will den menschen ja nichts böses.
Vielleicht hat er slbst mal mit Drogen rumexperimentiert und meint das würde in der therapie weiterhelfen.
Es gibt sicher auch andere psychotherapeuten die das machen (wahrscheinlich eher im Ausland), aber dank Internet kann man ja dann untereinander kommunzieren und sich austausche…
naja hoffen wir das es den anderen patienten gut geht und sich sowas nicht wiederholt…
Gruß
wenn ein arzt -offensichtlich fehlgeleitet, wahrscheinlich selbst psychiatrisch erkrankt- menschen drogen verabreicht, an denen sie sterben, wie kann es zu so einem verhalten kommen?
Ich denke mal, die spärlichen Nachrichten lassen die Ferndiagnose „psychiatrisch erkrankt“ kaum zu, auch nicht Mutmaßung. Sicher ist nur, daß ihm ein tragischer Fehler unterlaufen ist. Ob er damit seine Kompetenzen überschritten hat, ob er überhaupt Psychotherapeut ist, und ob überhaupt auch Arzt, läßt sich aus den Nachrichten nicht entnehmen. Das wird sich zeigen.
ich bin ja selbst psychotherapeut, aber ich habe echt neuland hier gesehen, ich wusste bisher nichts von der methode, zu angeblich therapeutischen zwecken menschen unter drogen zu setzen…
Ob es aber ein sinnvolles Verfahren ist, möchte auch ich bezweifeln. Fest steht aber offenbar, daß die Anwendung der psychotropen Drogen in D verboten ist.
oh- ich befürchte schlimme folgen für meinen berufsstand, der begriff „psychotherapie“ wird mit drogen und scharlatanierie in zusammenhang begracht werden.
wenn ein arzt -offensichtlich fehlgeleitet, wahrscheinlich
selbst psychiatrisch erkrankt- menschen drogen verabreicht, an
denen sie sterben, wie kann es zu so einem verhalten kommen?
Diese Berliner „Arzt“ ist ein inkompetenter Narr, der nicht wusste, was er tat. Sonst wäre es gar nicht soweit gekommen. Laut unbestätigten Medienberichten soll er einen Mix aus Heroin, Amphetaminen und Ecstasy verabreicht haben, was psychotherapeutisch absurd ist, da bei diesen Substanzen a priori null heilsame Effekte zu erwarten sind. Sie sind suchtbildend und in keinster Weise bewusstseinserweiternd.
Mit „psycholytischer Therapie“ kann das nichts zu tun haben, denn diese basiert auf der seit 1973 verbotenen LSD-Therapie, die damals vor allem durch Stan Grof bekannt wurde und deren Pionier der deutsche Wissenschaftler Prof. Hanscarl Leuner war. Aber auch und gerade diese Substanz sollte nur unter größten Vorsichtmaßnahmen an Depressive verabreicht werden. Ihr potentieller psychotherapeutischer Effekt ist vielfach anerkannt, eben aufgrund ihres objektiv vorhandenen bewusstseinserweiternden Potentials. Körperliche und psychische Suchtbildung gibt es hier nicht.
handelt es sich einfach nur um einen kriminellen arzt in
finanznöten oder doch eher um einen von größenwahn besessenen
arzt, der in den köpfen der leute drogen wirken lässt?
Vermutlich einfach nur ein Narr, der den Überblick verloren hatte. Das gibt es in jeder Berufssparte.