…Hallo, schon der Name selbst, wird bei einigen
die Stirn in Falten schlagen.
Ich hab mal im Rahmen einer Supervision den Namen
erwähnt und an der darauffolgenden Reaktion abgelesen
dass da eine gewisse Abwehrhaltung bezüglich
seiner Methoden in der systemischen Arbeit besteht.
Ich hatte leider keine Gelegenheit damals nachzuhaken.
Und nun möchte mir mal hier ein allgemeines Stimmungsbild abholen!
Gruß Kai
Hi,
dass da eine gewisse Abwehrhaltung bezüglich
seiner Methoden in der systemischen Arbeit besteht.
Deine Formulierung als „Abwehrhaltung“ ist tendenziös 
Gruß,
Malte
Der Wiki-Artikel
http://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Hellinger
fasst die größten Kritikpunkte -abzüglich des üblichen Tamtams- halbwegs anschaulich zusammen.
Wenn es um die Frage „Warum?“ geht.
Geht es drum, das zu diskutieren, würd ich’s konkreter formulieren, weil das Feld sonst einfach zu breit wird (Diskutieren lässt sich zb. sowohl der Werdegang als auch die Methodik an sich, der theologische Einschlag, bereits die Formulierungen… ).
Geht es drum die Stimmung HIER einzufangen,
so finde ich persönlich, dass die Vorwürfe inhaltlich derart gravierend sind, dass mir alle Personen, die sich seiner Theorie unreflektiert annehmen, von vorn herein suspekt sind.
Sicherlich kann man aber trotz eingehender Diskussionen, dennoch diesen Standpunkt vertreten-
„meins“ ist es aber nicht, was bereits daran liegt, dass ich weder mit dem propagierten Menschenbild noch dem Weltbild konform gehe, weshalb alles andere bereits schwierig wird.
Grüße fro
Hallo,
ich bin da ganz neutral, weil ich nicht vom Fach bin und ich vieles nur vom Hörensagen kenne. Man liest positives und negatives. Liegt vielleicht auch im Auge des Betrachters?
Für mich könnte ich es mir nicht vorstellen. Aber das gilt auch für einige andere Dinge. Der Weg ist das Ziel.
Liebe Grüße
usch
Hallo Kai!
Also an Hellinger scheiden sich wohl die Geister.
Bei dem was und wie er es macht sind sehr stark an Religion erinnernde Züge und Äußerungen zu erkennen. Und damit haben wir (gesellschaftlich) ja heutzutage so unser Problem; …haben in der Vergangenheit oft unter „religiösem Vorwand“ eins übergebraten bekommen, mal ganz milde gesagt. Ich will das jetzt NICHT vertiefen.
Ich habe im Rahmen eines Arbeitskreises vor ein paar Jahren, geleitet von einer Therapeutin, die bei Hellinger selbst gelernt hat, so um die 120 Aufstellungen gesehen/mitgemacht, auch zwei-, dreimal für mich selbst aufgestellt… (Ob die eigenen Aufstellungen etwas für mich gebracht haben? Weiß nicht. Hat jedenfalls nicht weh getan.*)
Was ich daraus - in Bezug auf Deine Frage - an Erkenntnis zog, will ich mal so auf den Punkt bringen:
Der Proband, der eine Aufstellung macht, setzt sich damit stets immensen Angstgefühlen aus. – Unbewußt geht’s da um die Nummer „Sein oder Nichtsein“, „Leben oder Hölle“… wenn man’s genau nimmt. Ist natürlich Koggelores, sprich Unsinn, weil jeder Mensch ein Recht hat, da zu sein. Die Sache mit dieser „polaren Existenzangst“ ist wohl letztlich auch ein Phänomen des Geistes. – Also braucht man sich nicht wundern, wenn wer ablehnend oder gar anfeindend reagiert.
Und obwohl es letztlich bei dieser Methode nach Hellinger nur darum geht, etwas in die Wahrheit zu bringen… kann jeder schön für sich selbst entscheiden, was er will und was nich’. Außerdem ist „es“ auch nicht jedermanns Heilsweg, das muss man auch dazu sagen!
Gruß & CU DannyFox64
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* Ich bin hier, um zu lernen; nicht um zu verurteilen!
Hallo Kai!
Einer der großen Kritikpunkte an B. Hellinger ist wohl der, dass er beim Familienstellen eine vorgefertigte Meinung hat, wie die Familie in ihrer Struktur „richtig zu sein“ hat. D.h., er lässt nicht die Familie selbst ihre eigene, für sie richtige Struktur finden.
Bzgl. Familienstellen orientieren sich Gegner Hellingers gerne an Virginia Satir, die der Meinung ist, dass die Familie schon selbst weiß, wie ihre Ordnung ist. Allerdings habe ich noch keinen getroffen, der Familienstellen nach Satir gelernt hat.
Was die Schüler von Hellinger betrifft, so arbeiten diese nach meiner Erfahrung unterschiedlich. Ein häufiger Kritikpunkt ist der, dass schwierige Situationen nicht aufgelöst werden. D.h., du wirst mit einer Situation konfrontiert, die dich emotional sehr bewegt und aus Zeitgründen oder auch aus mangelnder Kompetenz heraus wird sie nicht aufgelöst. Letztendlich hängst du da mit deinen ganzen dich überflutenden Gefühlen, die dich am Ende nur runterziehen obwohl du dir ursprünglich eine Auflösung gewünscht hattest.
Ich denke jedoch, dass dies in erster Linie nichts mit Hellinger zu tun hat sondern mit der individuellen Arbeitsweise.
Ich habe schon öfters am Familienstellen nach Hellinger teilgenommen. Der o.g. Punkt hat mich immer wieder gestört, aber letztendlich war es doch die Kompetenz jedes einzelnen, die entscheidend war und die Impulse gab.
Grüße, jeanne
Unwissenschaftlich
Hallo Kai,
die meisten Kritikpunkte wurden ja schon erwähnt. Bevor ich mir jetzt einen Abbreche hier einfach die Originalquelle:
http://www.selbsthilfe-missbrauch.de/information/the…
Gruß
Stefan