Berufsanfängerin sucht Meinungen

Hallo,

wer kann mir (w, Anfang 20, abgeschlossenes Studium, ledig, kinderlos) Empfehlungen/Tipps/Anregungen/Vorschläge zu einer guten

  • Haftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Altersvorsorge
    geben? Wer hat ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für meine „Zielgruppe“? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Möchte nur Meinungen sammeln, da mir bei dem Wust an Angeboten der Durchblick langsam verloren geht.

Danke für alle Antworten.

hallo.

zur altersvorsorge würd ich keine versicherung nehmen (da gibt’s rentablere möglichkeiten. frag mal im finanzbrett nach oder such im archiv). das läuft letztlich immer auf eine lebensversicherung raus (auch wenn’s anders heißt). und eine solche abzuschließen ist für eine 20jährige kinderlose ledige wenig sinnvoll.

berunfähigkeitsversicherungen sind dummerweise meistens an lebensversicherungen gekoppelt. aber es gibt sie auch als eigenständige versicherung. meiner meinung nach günstiger.

bei der haftpflicht würd ich die billigste nehmen, oder aber die mit dem geschicktesten vertreter.
denn einerseits haben alle versicherungen gemeinsam, daß sie möglichst nicht zahlen wollen, andererseits hängt’s oft vom wohlwollen deines vertreters ab, ob sie zahlt oder nicht.

immer gilt:
jeder vertreter will vor allem eins: SEINE produkte verkaufen!
also: unklarheiten und unterschiede zwischen den angeboten von einem unabhängigen fachmann deines vertrauens erklären lassen!
und das kleingedruckte genau lesen.

soweit mal meine meinungen dazu.

gruß

michael
gruß

michael

Hallo Michael,
kleiner Einspruch

zur altersvorsorge würd ich keine versicherung nehmen (da
gibt’s rentablere möglichkeiten. frag mal im finanzbrett nach
oder such im archiv). das läuft letztlich immer auf eine
lebensversicherung raus (auch wenn’s anders heißt). und eine
solche abzuschließen ist für eine 20jährige kinderlose ledige
wenig sinnvoll.

Es gibt LVs, die sind eigentlich reíne Kapitalanlagen und haben als „Tarnung“ eine möglichst niedrige Risikoabsicherung (60 % verlangst der Gesetzgeber mindestens). Dann nennt sich das ganze LV und hat die bekannten Steuervorteile.

berunfähigkeitsversicherungen sind dummerweise meistens an
lebensversicherungen gekoppelt. aber es gibt sie auch als
eigenständige versicherung. meiner meinung nach günstiger.

Es gibt massig BU ohne LV (wenn du eine Riskoversicherung als LV gemeint hast). Z.B. hat meine Leib und Magen-BU, die CONDOR, diese Konstruktion. Doch kannst Du Dir bestimmt vorstellen, dass 7.500 Euro Risikoversicherung das sogenannte „Nasenwasser“ ist.
Doch nicht nur die CONDOR hat diese Konstruktion.

bei der haftpflicht würd ich die billigste nehmen, oder aber
die mit dem geschicktesten vertreter.

Nein, nicht die billigste. Auch hier gibt es Unterschiede. die günstigste ja, nicht die billigste.

denn einerseits haben alle versicherungen gemeinsam, daß sie
möglichst nicht zahlen wollen, andererseits hängt’s oft vom
wohlwollen deines vertreters ab, ob sie zahlt oder nicht.

Sehr, sehr weit hergeholt. Wenn der Schaden, den der VN verursacht hat, nicht versichert ist (z.B. geliehene Gegenstände), dann kann der Vertreter Kopfstehen, es gibt keine Leistung. Umgekehrt, wenn Der Schaden „leistungsgerecht“ ist, dann kann der Vertreter scäumen wier er will, die Versicherung zahlt.
Es ist immer die landläufige Meinung, dass die Versicherungen nicht bezahlen. Doch meist liegt das daran, dass die Versicherten eine gänzlich falsche Vorstellung von einer PH, einer Hausrat, einer… haben. Allein der Gedanke: wenn ich jahrlich 100 Euro einzahle, muss ich mindestens so viel auch wieder herausbekommen, ist eine gänzlioch falsche Einstellung.
Eine Versicherung ist eine Gemeinschaft von Menschen, die das Risiko des einzelen auf die Gemeinschaft verteilen. Nur so ist ein Risiko überhaupt versicherbar. Sonst müsstest Du in der HP z.B. dann einen Jahresbeitrag von 300 - 600 Euro zahlen; oder noch mehr!

immer gilt:
jeder vertreter will vor allem eins: SEINE produkte verkaufen!
also: unklarheiten und unterschiede zwischen den angeboten von
einem unabhängigen fachmann deines vertrauens erklären lassen!
und das kleingedruckte genau lesen.

auch nicht richtig. Wenn du den ausschließlichkeitsvertreter meinst, dann hast Du Recht. Der darf nichts anderes verkaufen.
Der Makler hat meistens 3 verschiedene Gesellschaften parat.
Grüße
Raimund

Zur Haftpflicht:

Ich würde eine wählen, die auch Deinen Forderungsausfall mit absichert.

Es handelt sich um folgendes Risiko: Jemand schädigt Dich, hat selbst keine Privathaftpflicht, seine Haftpflicht wäre aber leistungspflichtig wenn er sie denn hätte, Dein Anspruch ist tituliert und die Zwangsvollstreckung ist erfolglos. Dann springt Deine Haftpflicht mit den Zahlungen ein.

Mir ist dabei wichtig:
Forderungsausfallschutz in gleicher Höhe wie Deine gewählte Deckungssumme
Eintritt nicht nur bei Fahrlässigkeit, sondern auch bei Vorsatz

Ich kenne nur die Haftpflichtkasse Darmstadt, die diese Voraussetzungen erfüllt. Zahle im Jahr ca. 70 Euro, aber dass ist mir dieser Schutz wert.

Hoffe, dass Posting war hilfreich.

Liebe Grüße

Christian

hallo
da hast Du gleich eine der besten erwischt.
Grüße
Raimund

Hallo SunFlower !

Bei der Privathaftpflicht sollte die Deckungssumme ausreichend hoch bemessen sein und insbesondere wenn du in einer Mietwohnung wohnst, Mietsachschäden und ggf. Schlüsselverlust mit abgedeckt sein. Ganz wichtig ist meiner Ansicht nach die bereits genannte Ausfalldeckung / Forderungsausfallversicherung ! Eine qualitativ gute Single-PHV bekommmst du schon ab ca. 45 € netto jährlich. Bei einer Familienhaftpflicht kann ein Lebenspartner mit eingeschlossen werden; das ist preiswerter, als 2 separate PHV. Bei einigen (wenigen) Versicherern können außerdem Schäden durch Gefälligkeitsleistungen und Schäden an geliehenen Sachen eingeschlossen werden, die sonst meist nicht mitversichert sind. Musst du halt entscheiden, was dir vom Leisungsumfang her wichtig ist und welchen Preis du dafür bereit bist, zu bezahlen. Lass dich im Sachversicherungsbereich nicht auf Verträge mit mehrjähriger Laufzeit ein !

BU-Versicherung ist ein beratungsintensives Thema, es gibt viele kleine, aber manchmal sehr entscheidende Unterschiede in den Bedingungen und der BU-Definition. Wichtig ist eine angemessen hohe versicherte BU-Rente, im Katastrophenfall musst du von dieser nämlich deinen Lebensunterhalt bestreiten. Die Inflation / Kaufkraftschwund im Laufe der Jahre sollte berücksichtigt sein. Die BU-Versicherung ist als Zusatzversicherung zu einer Lebens- oder Rentenversicherung möglich. Ich favorisiere allerdings eher eine eigenständige BU-Versicherung, die es u.a. auch mit verschiedenen Formen der Überschussbeteiligung gibt, die bei geschickter Gestaltung manchmal ebenfalls recht interessant sein können.

Altersvorsorge kann ganz oder teilweise über eine Versicherung abgewickelt werden. Speziell für Frauen gibt es da mittlerweile recht interessante Produkte, die auch mögliche spätere Kindererziehungszeiten berücksichtigen. Eine Lebens- oder Rentenversicherung ist dann ein Vertrag über eine im Verhältnis zu deinem Lebensalter recht lange Laufzeit, den man sich natürlich in Ruhe durchdenken sollte. Schließlich disponierst du mit einer Unterschrift über recht hohe Summen, die du einzahlen wirst. Die Versicherung mit der höchsten prognostizierten Ablaufleistung muss allerdings nicht die beste sein und diese dann letztendlich auch erreichen.
Wenn du bewusst mit Geld umgehen kannst, ist Altersvorsorge auch im reinen Anlagebereich eine überlegenswerte Alternative. Du bist flexibler, kannst ggf. höhere Renditen als bei der Versicherungsvariante erzielen, musst dich nicht an bestimmte vorgegebene Laufzeiten binden und kannst bei Bedarf auch die Anlageformen und -Gesellschaften wechseln.

Ich finde es gut, dass du erstmal Anhaltspunkte zum Nachdenken sammelst, bevor du eine Entscheidung triffst.

Viel Erfolg wünscht dir
Uwe

Hallo Sunflower,

sehr gut das du erstmal Informationen sammeln möchtest bevor du dich entscheiden möchtest :smile:
Ich empfehle dir mal bei http://www.frankeundbornberg.de/ um dich schonmal grob über BU-Versicherungen / AV zu informieren. Gerade bei der BU gibt es eine menge schwarze Schaafe und wenn man schon so eine Versicherung hat, sollte man auch sicher sein können, dass sie im Ernstfall zahlt :wink:
Da du selbst wahrscheinlich nicht zu den „Profis“ in Finanzdingen zählst, solltest du aber unbedingt das Fachwissen eines Beraters in Anspruch nehmen. Damit meine ich aber nicht den Sparkassenvertreter oder Bankyogi. Die werden dir immernur ihre eigenen Produkte „aufschwatzen“. Zieh dir am besten mehrere Meinungen und vergleiche dann.

SOlltest du was konkretes Vorliegen kann ich dir gerne meine Meinung zu dem/den Produkt/en geben :smile:

Hallo,
wenns um Versicherungen geht informier dich beim Verein „Bund der Versicherten“
www.bundderversicherten.de
hat mir auch viel gebracht.

Mfg
Dirk