Berufsbezeichnung 'Gutachter'

Hallo,
Ich habe folgende Frage: darf sich jeder Deutsche „Gutachter“ nennen, sofern er fachlich kompetent ist?
Ganz gezielt: ich arbeite aktuell als Gutachterin beim MDK (Medizinischer Dienst der Kranken kassen), d.h. ich ermittle die Pflegestufen für die Pflegekassen.
Wenn ich dort jetzt meine Anstellung kündige und freiberuflich als Gutachterin in genau dieser Sparte (Pflegestufen etc.)tätig sein möchte, darf ich mich dann überhaupt Gutachterin nennen?

Lieben Dank für evtl. hilfreiche Antworten.

Dorothea

[Team: Nachname entfernt]

Ich habe folgende Frage: darf sich jeder Deutsche „Gutachter“
nennen, sofern er fachlich kompetent ist?

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Hallo Ulf,

habs gerade gelesen, aber da ist weiterhin 1 Frage offen: Francesco schreibt u.A. „Wenn er aber um Aufträge wirbt, die nur von Fachleuten korrekt erfüllt werden können, muß er sich eventuell eine Überprüfung seiner Qualifikation gefallen lassen und dazu Stellung nehmen, ob er durch die Bezeichnung „Gutachter“ bei dem Auftraggeber gewollt einen Irrtum erweckt hat hinsichtlich eben seiner Qualifikation.“
Wer kümmert sich darum? Muss ich das anzeigen? Oder wer setzt so eine Überprüfung an?
Vor Allem: wenn diese Überprüfung kommt, wer macht die und kann ich da auf die Schnauze bei fallen? Wenn ja, welche Konsequenzen hätte es wenn mir dann irgendein Schnösel ssagt, ich hätte mich gar nicht Gutachterin nennen dürfen…?!
Gibt es eine Stelle, an der ich das ganz speziell für meine Berufsschiene erfragen kann um ganz sicher zu gehen?
LG, Doro

Hallo,

die erste Frage ist doch, ob der MDK Dich dann noch beschäftigt.

Zudem besteht doch immer ein Spagat zwischen den Wünschen des MDK und den Versicherten. Die Versicherten wollen Geld, der MDK will sparen.

Wenn Du zu MDK-freundlich entscheidest hagelt es Widersprüche, wenn Du zu sehr pro Versicherten entscheidest bist Du irgenwann den Job los.

Gruss

Andreas

Hi Andreas,

würde ja dann nicht mehr beim MDK arbeiten. Ich will ja wie beschrieben freiberuflich als „Gutachterin“ arbeiten und die unwissenden Versicherten beraten.

LG, Doro

Hallo,
Ich habe folgende Frage: darf sich jeder Deutsche „Gutachter“
nennen, sofern er fachlich kompetent ist?
Ganz gezielt: ich arbeite aktuell als Gutachterin beim MDK
(Medizinischer Dienst der Kranken kassen), d.h. ich ermittle
die Pflegestufen für die Pflegekassen.
Wenn ich dort jetzt meine Anstellung kündige und freiberuflich
als Gutachterin in genau dieser Sparte (Pflegestufen
etc.)tätig sein möchte, darf ich mich dann überhaupt
Gutachterin nennen?

Hallo ich würde das eher Beraterin nennen, als gutachter, den normalerweise stellt man sich unter Gutachter schon jemand geprüften vor (Stichwort vereidigte Sachverständige). Nähere Infos bekommst du bei deiner örtlichen IHK (oder erst mal hier http://www.ihk-schleswig-holstein.de/produktmarken/r…

Damit ist auch schon mal zu vermuten das das eine gewerbliche Tätigkeit und kein freier Beruf wäre, es sein denn du bist Ärztin (allenfalls als Pflegewissenschaftlerin hättest du vermutlich eien Chance in dem Bereich als Freien Berufen gleichgestellt zu sein.)

Auch hier hilft ggf. die Beratende Tätigkeit um als Freier Beruf anerkannt zu werden. Berater darf sich jeder nennen undviele Beratende Berufe sind frei, also wieder eine möglichkeit als freie Anerkannt zu werden.

Ausserdem würdest du ja nicht direkt bei den Leuten als Gutachterin arbeiten können, denn da du dann nicht mehr vom MDK bist, ist deine Einschätzung der Situation völlig irrelevant. Wenn du sagst der Patient ist eine § und der MDK meint das ist ne 1, dann ist es erst mal eine 1 bis man das ganze aufgedröselt hat und ob du dann noch als Gutachterin anerkannt wirst ist eine andere Sache. (Da wäre so eine offizielle Bestellung als gutachterin, die auch vor Gericht standhält sinniger).
Also einfach mal so ist wohl nicht, aber als vereidigte Sachverständige ginge das womöglich durchaus (Du sitzt doch an der Quelle, wie sieht es denn jetzt aus, wie reagiert der MDK, wenn die Pflegebedürftigen nicht korrekt bewertet werden)

Und nur um den Omis klarzumachen, dass sie sich nicht besonders bemühen sollen, alles noch wacker zu schaffen,sich also bloss nicht zusammenzureissen, wenn der MDK-Mensch draufguckt, sondern Probleme bei den täglichen Verrichtungen offen zuzugeben (wer gibt schon offen zu dass er sich den A…nicht mehr abputzen kann)…
Jedenfalls darauf willst du eine Existenz aufbauen? Vielleicht schreibst du lieber ein Buch…
Gruß Susanne