Vollzeitbeschäftigte im Büro benötigt Rat!
Im Mai 2010 hatte ich einen Wegeunfall, dabei erlitt ich einen Oberschenkelsehnenabriss. Ca. 10 Tage nach der OP habe ich die Arbeit im Rahmen einer Wiedereingliederung mit 4 Std./täglich wieder aufgenommen. Lt. BG Lagerei werden Fahrtkosten im Rahmen der Wiedereingliederung erstattet. Somit wude ich morgens durch Familie/Freunde ins 30 km entfernte Büro gefahren und mittags wieder abgeholt, somit wurden täglich 120 km aufgewendet.
Ich habe alle Fahrten durch den Arzt und Arbeitgeber abzeichnen lassen und 100%ig dem tatsächlichen Aufwand abgerechnet.
Eine erste Teilabrechnung wurde von der BG zügig und zeitnah bezahlt.
Der zweiten Abrechnung wurde wiedersprochen und nur ein Teilbetrag erstattet. Es wurden nur noch eine Hin- und Rückfahrt vergütet. Erst nachdem der Arzt eine Begleitperson bestätigte, erhielt ich eine neue Abrechnung. Diesmals wurden die Fahrtstrecken mittels falk-Routenplaner nachgerechet und je Fahrt 150 m abgezogen. Ich habe erneut widersprochen, da der Routenplaner nicht bis zu unserem Büro und Parkplatz berechnet hat.
Das gleiche liegtfür Fahrten zum Arzt, hier wurden alle Fahrten um 200 m gekürzt. Ich habe wiedersprochen, da vor der Arztpraxis kein Parkplatz vorhanden ist.
Erneut hat die BG meinen Arzt angeschrieben, dieser bat mich zum Gespräch in seine Praxis.
Bei diesem Gespräch machte es mir deutlich, dass wir froh sein sollten das wir in Deutschland leben und eine Anstalt wie die BG haben. In Amerika, Holland und Belgien ständ ich mit einer solchen Verletzung alleine und würde keine Leistungen erhalten.Er wäre als Durchgangsarzt für die BG tätig und lobte die Vorzüge für viele Verletzte. Da es sich bei mir nur um Minibeträge handelt, sollte ich keine weiteren Widersprüche und Forderungen an die BG stellen. Zudem könnte eine endgültige Entscheidung lange dauern und sehr viel Nerven kosten.
Meinen Einwand, dass ich mich durch die Ablehnung der BG persönlich angegriffen fühle, wollte er nicht verstehen. Ich bin der Meinung, sollte ich die Ablehnung der BG widerspruchslos hinnehmen, könnte man auch annehmen ich hätte falsche Abrechnungen eingereicht. Diesen unausgesprochenen Vorwurf möchte ich jedoch ausräumen.
Was soll ich tun, wer kennt ein ähniches Problem mit der BG.
Vielen Dank für Eure Antworten
Hallo „Trotzkopf“ (bei Deinem Nickname und dem Problem habe ich mich fast weggeschmissen vor Lachen),
Du bist völlig im Recht, die BG ist eine Unfallversicherung und bekommt ein Heiden-Geld von den Arbeitgebern für genau solche Leistungen. Wie jede Versicherung versuchen die natürlich an jedem Cent zu sparen. Was Recht ist, soll aber bitte auch Recht bleiben.
In Deutschland ist es aber leider ein Unterschied, Recht zu haben und Recht zu bekommen. Je nachdem, um wieviel Geld es bei 150 oder 200m geht, kommt man leider an den Punkt, wo man Aufwand und Nutzen abwägen muss, denn auch Deine Zeit ist Geld. Ob Du Dich für die „Portokasse“ stunden-, wochen- oder monatelang mit der BG beschäftigen willst, musst Du selbst wissen.
Deinen Durchgangs-Arsch (habe ich mich jetzt etwa vertippt?) solltest Du auf den Mond schießen oder mal nach Skandinavien schicken. Gegen dieses Sozialsystem dort leben wir hier im Manchester-Kapitalismus. Hast Du noch andere zugelassene Durchgangsärzte in der Nähe?
MfG Schubi
Hallo, ich kann Dir leider nicht weiterhelfen, hatte zwar auch mal ein Wiedereingliedrungsverfahren aber das lief über den Rententräger problemlos ab. Bitte frage jemand anderen. Viel Erfolg
Hallo,
Der Rat von Ihrem Arzt ist vom Grundsatz her gar nicht so schlecht, vorausgesetzt Ihre finanzielle Situation erlaubt ein Kompromiss. Bedenken sollte man auch das gerade bei Wegunfällen der private Aspekt nicht ganz ausgeschlossen ist. Diverse Rechtsprechungen belegen dies (von Fall zu Richter). Der Umkehrschluss bedeutet im ungünstigsten Fall das Ihre „Selbstbeteiligung“ erheblich steigen kann. Ihre Bedenken bezüglich der Abrechnungsdifferenz von 200m ist doch einfach durch die Toleranz der PKW-Km-Anzeige zu erklären und somit nur eine Formsache. Schließlich sind die BGn angehalten die Kosten, die auf alle AG umgelegt werden so gering wie möglich zu halten.
MfG
U.R.
Hallo Schubifant,
Danke für Deine Antwort.
Leider hat sie mir nicht viel geholfen, ich bin z.Zt. viel zu sauer um klar zu denken. Wollte eigentlich von Leute eine emotionslose Bewertung, damit ich wieder etwas klarer sehen und denken kann.
Danke Dir trotzdem für Deinen Zuspruch.
PS: Den Arzt wechsel ich nach Abschluß der Reha.
LG
trotzkopf
Hallo,
Danke für Ihre Antwort, ich werde darüber nachdenken. Es ist auch weniger eine finanzelles Problem, vielmehr fühlte ich mich als Betrüger dargestellt. In wenigen Tage habe ich Urlaub und mit etwas Abstand werde ich die Angelegenheit neu bewerten.
Danke und LG
trotzkopf
Hallo trotzkopf!
Leider kann ich dir in diesem Fall nicht weiterhelfen, habe noch keine solche Erfahrungen mit der BG gemacht und auch nicht davon gehört.
Kann deinen Ärger aber sehr gut verstehen. Manchmal denke ich, dass viele Behörden immer wieder Ablehnungen schicken und im großen und ganzen sehr viel Geld damit gespart wird!
Habe eine Freundin, die über 1,5 Jahre krankgeschrieben war und verzweifelt versuchte in der Zeit eine Kur zu bekommen. Diese ist zunächst immer wieder abgelehnt worden, von der Krankenkasse und dem Rententräger auch. Sie hat nicht aufgegeben und jetzt nach 2 Jahren die Bewilligung bekommen. Das absolut blöde ist nun, dass sie nun wieder Arbeitet und somit 6 Wochen ausfällt, was nun dem Arbeitgeber viel Geld kostet! Hätte sie die Kur in der „kranken“ Zeit bekommen, wäre dies nicht passiert. Wo da die Logik ist, werde ich NIEMALS verstehen!
Also lass dich nicht unterkriegen, Kopf hoch und tu was DU für richtig hälst. Auch, wenn es einfach nur noch ums Prinzip und um Ungerechtigkeit geht!!!
Lieber Gruß, Sandra.
Hallo,
da habe ich keine Ahnung.
Würde mir aber einen Rechtsanwalt nehmen. Unsere Versicherungen sind immer solange gut, wenn man Sie nicht in Anspruch nimmt. Müssen die Organisationen zahlen werden Sie auf einmal komisch und versuchen den Versicherungsnehmer über den Tisch zu ziehen.
Mein Tip: Wehren Sie sich.
Gruß
ROWO44
Na ja Herr Trotzkopf,
Ihr Synonym „Trotzkopf“ lässt ja viel Interpretationsspielraum bzgl. Ihrer persönlichen Einstellung zum Leben.
Aber nun mal sachlich:
Im Grunde haben Sie natürlich recht (ich kenne aber auch nur Ihre Darstellung der Situation und kann sie auch nur so bewerten). Die BG hat sich sehr kleinlich bei der Abrechnung der Fahrtkosten verhalten. Aber ich muss Ihrem Arzt auch recht geben. Wir sprechen hier von ein paar Euro die Ihnen abgezogen wurden. Ihre Behandlung hat wahrscheinlich ein paar zehntausend Euro gekostet. Da kann mal 5 gerade sein lassen.
Ich glaube auch nicht, dass Sie von der BG als Betrüger gesehen werden, der 200m Fahrkosten „schnorren“ möchte.
Eigentlich lohnt es sich nicht,wegen der paar Euro so eine Antwort zu schreiben, geschweige denn mit der BG einen langen Briefwechsek zu führen.
Zeigen Sie Größe und stehen über den Dingen:
Wichtig ist: Sie sind wieder gesund -hoffe ich- Ihre Behandlung war erfolgreich und Sie können wieder weiterarbeiten!
Gute Besserung