Berufsunfähigkeitsrente + 'Behinderung'

Hallo,

nach Ausbildung & Studium ist’s nun höchste Zeit mich mich hier und da etwas abzusichern. Da man mind. fünf Jahre Beitrag gezahlt habe muss um eine BU-Rente zu bekommen wäre der nächste Schritt eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Da von Geburt an mein/e rechter Arm/Hand aufgrund „erbschen Lähmung“ nicht voll einsetzbar, ist ich aber perfekt mit zurechtkomme (linkshänder, fahre Auto ohne Servo & Automatik, usw…) und keinerlei „Rabatte“ bzw. Behindertenausweis habe möchte ich nun wissen ob jmd. Erfahrung in solch einem Fall hat oder weiss wie ich mich absichern kann damit im Schadensfall eine Versicherung sich nicht „rausreden“ kann. Ich denke das ganze kann kompliziert werden aber bevor ich einer Versicherung das Geld hinblättere muss ich schon sicher sein, dass sich die Investition im Fall der Fälle auch rechnet!

Über Tips, Erfahrungen & ähnliches freue ich mich jetzt schon!

Gruß Ragatan

Guten Morgen,

das wird in der Tat ein bisschen aufwendiger.
Am besten wäre es parallel bei mehreren Gesellschaften einen Antrag zu stellen (Probeantrag, „anonyme“ Voranfrage etc.) und mal schauen was da zurückkommt. Das lässt du aber am besten von einem Makler erledigen, der weiss was zu tun ist.

Übrigens beziehen sich diese 5 Jahre die du ansprichst auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die hat leider nicht mehr allzuviel mit der BU zu tun.
Bei einer privaten BU hast du sofort Versicherungsschutz, vorausgesetzt der Antrag wird policiert natürlich.

Viele Grüße

Laber

Übrigens beziehen sich diese 5 Jahre die du ansprichst auf die
gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die hat leider nicht mehr
allzuviel mit der BU zu tun.
Bei einer privaten BU hast du sofort Versicherungsschutz,
vorausgesetzt der Antrag wird policiert natürlich.

Hallo,

hat zwar jetzt nicht direkt mit er Frage was zu tun, aber: Die 5 Jahre Wartezeit sind bei der gesetzlichen Rentenversicherung nicht immer erforderlich - auch wenn das alle privaten Versicherungen immer gerne als Argument Nummer 1 anbringen… :wink:

Viele Grüße
Florian

Hallo,

du solltest natürlich alle bekannten Daten und Fakten (Gutachten etc.) zu deiner Behinderung der Versicherung bekanntmachen. Damit wird sozusagen der „Ist“ Zustand dargelegt. Auf Basis dieser Informationen bewerten diese das Risiko. Einige Vericherer werden wahrscheinlich komplett ablehnen, andere einen Vertrag mit Ausschluss auf Folgeerkrankungen deiner Krankheit anbieten. Hier sollte man besonders auf die Formulierung achten. So konkret wie möglich, damit eben nicht rumgeeiert werden kann, wenn es zu einem Schadenfall kommt.

Daneben ist es natürlich wichtig, daß du dir einen Versicherer suchst, der ein gutes Bedingungswerk hat. Schau mal z.B. www.fb-portal.de/rating/fb_rating_tabelle.php

Sicherlich ist es ärgerlich, nur einen „eingeschränkten“ Versicherungsschutz zu bekommen, aber es gibt reichlich Gründe für eine BU und der Staat lässt einen ja nun fast völlig im Stich.

Gruß Michael

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Michael,

… und der Staat lässt einen ja nun fast völlig im
Stich.

Wieso? Wenn die ganze oder halbe Erwerbsunfähigkeitsrente nicht zum Überleben ausreicht, was der Normalfall ist, gibt es ja noch ALG2 oder Sozialhilfe.

Du hast völlig recht. Auch mit einer bestehenden Behinderung macht eine BU Sinn. Die Chancen auf eine zusätzliche Erkrankung bleibt ja genauso hoch, wie beim ursprünglich Kerngesunden.

Gruß
Carlos