Hallo,
ich bin jetzt fertig mit meiner Ausbildung und kommt kommen alle Versicherrungsvertreter auf mich zu und wollen Verträge abschliessen.
HEUTE kommt der Mann von der Alianz und möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen.
Nun stellt sich für mich die Frage, brauche ich diese Überhaupt?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit als Programmierer Berufsunfähig zu werden ?
Falls ich eine brauche, welchen Anbieter sollte ich nehmen?
Eine CheckListe vom Jahr 2006(StiftungWarenTest) habe ich mir bereits ausgedruckt.
Danke für die Hilfe.
Gruß
Christoph
Guten Tag Christoph,
die Frage, ob Sie eine BUV überhaupt brauchen, können nur Sie
selbst beantworten, nachdem Sie sich mit dem Thema befasst haben.
Da Sie als Programmierer arbeiten, ist Ihnen der Umgang mit dem
sogenannten Internet vermutlich vertraut. Dort finden Sie zum Beispiel
vielhunderttausendfache Artikel zu diesem Thema, zu Anbietern (mit und
ohne Außendienst) und zu sogenannten Testergebnissen zu diesem Thema.
Sie können heute abend einfach unterschreiben. Dann machen Sie das, was Millionen bis auf den heutigen Tag tun. Sie verlassen sich in wichtigen Dingen auf andere, verstehen eigentlich nichts von nichts,
hauen das Ding in acht von zehn Fällen innerhalb einiger Jahre in die
Tonne und schimpfen am Ende in unqualifizierter Weise über die
Versicherungen und deren Mitarbeiter.
Oder aber Sie machen sich schlau und unterschreiben erst zu einem
späteren Zeitpunkt bei wem auch immer.
Haben dann verstanden, worum es geht und wo die vierzehn Schwierigkeiten auf dem Weg zu einem guten Vertrag liegen und
alles wird irgendwie zuckergußrosawunderbar.
Gruß
Günther
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Hallo!
HEUTE kommt der Mann von der Alianz und möchte eine
Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen.
Klingt gut, wenn er eine für sich abschließen will, lassen ihn doch! Die Frage ist, willst Du eine Abschließen? Da Du Dir unsicher bist, würde ich dringend dazu raten, heute Abend keinen Stift in die Hand zu nehmen, sich beraten zu lassen und in Ruhe zu Vergleichen!
Gruß
CM
Hallo,
Falls ich eine brauche, welchen Anbieter sollte ich nehmen?
Eine CheckListe vom Jahr 2006(StiftungWarenTest) habe ich mir
bereits ausgedruckt.
Christoph
Hallo Christop,
frag den Allianz-Kollegen doch einfach mal: „Welche anderen Absicherungsmöglichkeiten habe ich denn, und was sind die Unterschiede zur Berufsunfähigkeit?“ - Wenn er dann nur mit „Unfallversicherung“ antwortet, verabschiede Dich freundlich aber entschieden von ihm.
Achso: StiftungWarenTest von 2006? Kannst Du getrost wegschmeißen. Seitdem gibt’s ca. 140 neue Tarife, Änderungen im Versicherungsvertragsgesetz und diverse neue Tests, die man aber auch nur höchstens zur ersten Orientierung nehmen kann, da hier viele der Top-Tarife gar nicht auftauchen.
Viel Glück
Frank Wilke
Programmierer Berufsunfähigkeitsversicherung
Hallo Christoph,
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit als Programmierer
Berufsunfähig zu werden ?
Wenigstens diesen Punkt kann ich in Deinem Sinne klären: wahr ist, dass Dein Risiko, bu zu werden geringer ist als beim berühmten Sägewerkmitarbeiter. Das drückt sich dann in signifikant niedrigeren Beiträgen zur BUV aus, obwohl ihr denselben Versicherungsvertrag bekommt.
Gruß,
Andreas
Nun stellt sich für mich die Frage, brauche ich diese Überhaupt?
Diese Frage kannst nur Du selber benatworten, sinnvoll finde ich sie.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit als Programmierer
Berufsunfähig zu werden ?
Als Faustregel gilt, dass ca. 25 % aller Arbeitnehmer BU werden. Da ein Programmierer sicherlich einen ziemlich stressigen Job hat würde ich die Wahrscheinlichkeit eher für etwas höher als 25 % annehmen. Aber das ist eine Vermutung, eine Statistik dazu habe ich nicht.
Falls ich eine brauche, welchen Anbieter sollte ich nehmen?
Das wirst Du selber rausfinden müssen.
Eine CheckListe vom Jahr 2006(StiftungWarenTest) habe ich mir
bereits ausgedruckt.
Dann brauchst Du aber auch mehrere Angebote, die Du mit dieser Checkliste abgleichen kannst.
Auf keinen Fall heute einen Antrag unterschreiben, Du hast absolut keine Eile.
Hallo Christoph,
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit als Programmierer
Berufsunfähig zu werden ?
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, kann ich dir nicht sagen, aber es gibt ein Haufen Möglichkeiten auch als Programmierer berufsunfähig zu werden.
- Psychische Erkrankungen, z.B. schwere Depressionen
- schmerzhafte Rückenleiden, so dass man nicht längere Zeit sitzen kann
- Nierenerkrankung mit Dialyse
- Krebs mit einer ausgeprägten Fatique
- Neurologische Erkrankungen, mit Lähmungen oder einem Tremor
- usw.
Bedenke, das der Job als Programmierer mehr erfordert, als nur auf einen Bildschirm zu sehen und in die tasten zu hauen. Du musst einen Berufsalltag durchstehen. Es gibt viele Menschen, die das nicht mehr können. Denen begegnet man als gesunder berufstätiger Mensch seltener.
Ich persönlich bin der Meinung (und mache mich hier unbeliebt), dass man sich nur bei Themen versichern sollte, bei denen die persönliche Existenz auf dem Spiel steht. Ich spare mir dementsprechend sogar die Hausrat, denn eine Wohnungseinrichtung hat man in einigen Jahren wieder irgendwie zusammen. BU ist aber so ein existentielles Thema.
Gruß
Carlos
Hallo Christoph,
Nun stellt sich für mich die Frage, brauche ich diese
Überhaupt?
Ja, da das gesetzliche Absicherungsniveau mittlerweile nur noch eine Überlebenssicherung darstellt, also vom Tod durch Verhungern oder Erfrieren schützt. Das ist aber keine Lebensperspektive.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit als Programmierer
Berufsunfähig zu werden ?
Als Programmierer ist Dein Risiko geringer als beim Sägewerker (wie weiter unten schon dargestellt). Aber nicht ausgeschlossen. Und dafür zahlst Du auch weniger Prämie. Da Berufsunfähigkeit ein existenzielles Risiko darstellt, solltest Du einen Versicherungsschutz hierfür unbedingt in Betracht ziehen.
Falls ich eine brauche, welchen Anbieter sollte ich nehmen?
Befrage keinen Vertreter. Jeder Vertreter erklärt Dir, daß genau sein Angebot das ist, was Dich glücklich macht. Also befrage Du einen Makler und warte nicht bis sich einer selbst meldet. Wichtig für Dich sind
- die Versicherungsbedingungen,
- die Möglichkeit einer weder im Rentenbetrag oder Lebensalter begrenzten Dynamik, damit Du immer die Möglichkeit hast, Deinen Versicherungsschutz Deinem Bedarf OHNE erneute Gesundheitsfragen anzupassen. 1.000 Euro heute entsprechen in 30 Jahren wohl einer Kaufkraft von unter 400,- Euro.
Eine CheckListe vom Jahr 2006(StiftungWarenTest) habe ich mir
bereits ausgedruckt.
Vergiß diese Liste. Die heutigen Tarife sind da nicht enthalten. Und meines Wissens nach ist z.B. die Möglichkeit einer Dynamik gar kein Bewertungskriterium bei Warentest/Finanztest.
Der Makler legt Dir versch. Alternativen vor, erläutert Dir die Unterschiede und Du kannst Dich objektiv entscheiden.
Danke für die Hilfe.
Gruß
Christoph
Gruß
Boris
Hallo Christoph,
Nun stellt sich für mich die Frage, brauche ich diese
Überhaupt?
Ja, da das gesetzliche Absicherungsniveau mittlerweile nur
noch eine Überlebenssicherung darstellt, also vom Tod durch
Verhungern oder Erfrieren schützt. Das ist aber keine
Lebensperspektive.
Das kann man so nicht stehen lassen. Meinst Du die Absicherung über die DRV oder was? Da gibt’s bei voller Erwerbsminderung mehr als ein Drittel vom letzten Brutto. Nehmen wir an, als vernünftiger Programmierer verdient er 50.000€ p.a., das teilen wir einfach mal durch 36 und erhalten eine volle Erwerbsminderungsrente von knapp 1.400€ - da kann ich die Bude aber entspannt gegen das Erfrieren aufheizen, mir wat schickes zum Anziehen kaufen und mir das Essen sogar bringen lassen.
Befrage keinen Vertreter.
Diese Vorurteile! Leute - lasst das doch mal!
Jeder Vertreter erklärt Dir, daß
genau sein Angebot das ist, was Dich glücklich macht.
Und du gehst als „Finanzberater“ anschließend hin und findest das gleiche Angebot gut - wo erklärst Du dann deinen Mehrwert?
Tut mir leid, das ist mir einfach zu einseitig!
Frank Wilke
Hallo Frank,
da kann ich die Bude
aber entspannt gegen das Erfrieren aufheizen, mir wat schickes
zum Anziehen kaufen und mir das Essen sogar bringen lassen.
Ist doch ok Deine Meinung. Ich hab eine andere.
Befrage keinen Vertreter.
Diese Vorurteile! Leute - lasst das doch mal!
Ich war Jahre Vertreter für den Herold. Und habe hingeschmissen, weil ich erkannte, daß es auch interessantes beim Wettbewerb gibt. Ich konnte einfach nicht mehr so tun, als ob gerade ich als Versicherungsvertreter die beste Lösung für jeden Fall hab. Kann ja sein, daß es eine Versicherung gibt, die von allem das Beste hat, kenn ich nur noch nicht. Auch bei der BU empfehle ich abhängig vom Beruf und Alter unterschiedlich.
Jeder Vertreter erklärt Dir, daß
genau sein Angebot das ist, was Dich glücklich macht.
Und du gehst als „Finanzberater“ anschließend hin und findest
das gleiche Angebot gut - wo erklärst Du dann deinen Mehrwert?
Mein Mehrwert besteht in diesem Falle darin, daß das Ergebnis auf einer Auswahl beruht. Hab ich kein Problem damit. Wenn jemand mit einem Risiko wirklich gut aufgehoben ist bei z.B. Debeka, dann akzeptiere ich das und such nach anderen sinnvollen Geschäftsansätzen.
Tut mir leid, das ist mir einfach zu einseitig!
Einseitig ist doch immer der Vertreter. Aber Makler nennt sich aber auch mancher, der nur 3 Anbieter im Köfferchen hat.
Frank Wilke
Gruß
Boris