Guten Tag,
ich hoffe Ihr könnt mir helfen, denn ich bin echt verzweifelt. Ich bin 22 Jahre alt und nächstes Jahr mit dem Studium fertig. Dann wollte ich auch eine BU abschließen, koste es, was es wolle.
Seit einem Jahr mache ich eine Psychotherapie aufgrund leichter Depressionen. Angesetzt sind 52 Sitzungen. (Ich habe gelesen, dass die Dauer auch entscheidend ist).
Ich will unbedingt eine BU abschließen, da meine Mutter an Schizophrenie erkrankt ist und es ja recht wahrscheinlich ist, dass ich die auch mal bekomme. Wegen dieser Erkrankung brauchte ich übrigends auch die Therapie.
Nun habe ich erfahren, dass es wegen meiner blöden Therapie sein kann, dass ich keine BU bekomme.
Gibt es irgendwelche Tips, Tricks oder Notlösungen wie ich es trotzdem zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung schaffe?
Hallo,
na das hört sich ja alles nicht so schön an, tut mir leid für dich.
Brauchtest du die Therapie jetzt wegen „leichter Depressionen“ oder wegen der Schizophrenie, das habe ich nicht ganz verstanden.
Meines Wissens wird es dir nicht möglich sein, eine BU zu bekommen.
Die Anbieter fragen allerdings nur 3-5 Jahre zurück, wenn du solange nicht beim Arzt warst, hast du wieder eine Chance.
Alternativ könnten einige Versicherungen dir anbieten, eine BU abzuschließen, die aber jegliche psychologische Ursachen ausschließt. Wie sinnvoll das dann noch ist musst du entscheiden.
Also schlechte Nachrichten, sorry, aber du musst die Versicherungen auch verstehen, da du ja selber schreibst dass es „recht wahrscheinlich“ ist, dass du mal Probleme haben wirst, möchten die dich natürlich nicht gerne aufnehmen…
Gruß
Granini
Vielen Dank erst einmal für deine Antwort. Nein, die Therapie brauchte ich, da ich der Belastung nicht mehr standhalten konnte, da ich seit ich 16 bin für meine Mutter verantwortlich bin und dass bei so einer schweren Erkrankung, dann irgendwann mal aufs Gemüt geht. Also wie lange ist dieser Zeitraum, wo man seine Erkrankungen angeben muss? 3 oder 5 Jahre zurück? Oder kann ich nächstes Jahr einen Antrag stellen, abgelehnt werden und dann in 3 Jahren wieder, oder ist das dumm, da die dann ja schon wissen, was davor los war?
Wie sieht das mit anderen „Krankenheiten“ aus? Ich habe von Geburt an was mit der Hüfte, war aber lange nicht mehr beim Artz, trotz Beschwerden. Kann aber auch sein, dass ich irgendwann mal nen neues Hüftgelenk brauche. Wollen die dann nur wissen, ob ich das habe oder ob ich deswegen mal beim Artz war?
Dann wollte ich auch eine BU abschließen, koste es, was es wolle.
Das wird bei Deinen Vorerkrankungen wohl nicht klappen.
Seit einem Jahr mache ich eine Psychotherapie aufgrund
leichter Depressionen. Angesetzt sind 52 Sitzungen. (Ich habe
gelesen, dass die Dauer auch entscheidend ist).
Nein, die Erkrankung, die die Therapie notwendig machte ist entscheidend.
Ich will unbedingt eine BU abschließen, da meine Mutter an
Schizophrenie erkrankt ist und es ja recht wahrscheinlich ist,
dass ich die auch mal bekomme.
Deswegen wird Dich niemand versichern.
Nun habe ich erfahren, dass es wegen meiner blöden Therapie
sein kann, dass ich keine BU bekomme.
Das ist ziemlich sicher.
Hallo,
also im Allgemeinen wird die Frage kommen, ob du in den letzten 10 Jahren in einer stationären Behandlung warst! Desweiteren ob in den letzten 5 Jahren Krankheiten, Störungen oder Beschwerden des …(allgemeiner Zustand)…usw. bestanden. Die Gesundheitsfragen sind schon sehr umfangreich und bei falsch Angaben sind die Versicherer dadurch bestens abgesichert.
Bei deiner Hüfte wird es wohl in die Frage fallen, ob in den letzten 5 Jahre Beschwerden der Gelenke, des Bewegungsapparates usw. vorhanden waren… Wenn du aber keine ärztliche Untersuchung deswegen vorgenommen hast, wird es wohl schwer sein für die Versicherung Kenntnis zu erlangen. Aber wie das dann geprüft wird bei einen späteren Leistungsfall kann dir wohl keiner sagen.
Eins ist klar, bei deiner jetzigen Vorerkrankung bekommst du wahrscheinlich keine BU, es sei den du versuchst es nach deiner Behandlung 5-6 Jahre später noch einmal.
Gruß