Berufsunfähigkeitsversicherung: Standard Life

Hallo,
ich (männlich, ~30 Jahre, angestellt, beste Risikoeinstufung) möchte mein BU-Risiko absichern. Mir wurde von einem Vermittler die Standard Life Freelax Rentenversicherung mit eingeschlossener BU-Rente empfohlen.

Ich weiß, dass die Kombination aus RV und BU kontrovers diskutiert wird. Dennoch erscheint das Angebot aus folgenden Gründen verlockend:

  1. Gute Bedingungen laut Morgen & Morgen
  2. Sehr günstiger Preis der BU-Komponente - Eckdaten:
  • Versicherte BU-Rente €2000 p.M.,
  • Endalter 65,
  • bei erreichtem Alter 30 Jahre: €263 Jahresprämie
  • steigende Jahresprämie bis z.B. €1687 Jahrespämie bei erreichtem Alter von 60.
    Im Gegensatz zu anderen/deutschen Gesellschaften also hier keine feste sondern eine steigende Prämie, die aber sehr günstig erscheint. Bei anderen Anbietern würde ich für die €2000 BU-Rente z.B. ca. €1000 (!!!) Jahresprämie (nach Abzug Sofortüberschuss) zahlen!
  1. Ich würde die RV nur mit niedrigem Beitrag besparen, z.B. anfänglich mit €50 pro Monat, sodass die Kopplung mit der BU nicht stark monetär ins Gewicht fällt. Aus den €50 würde der BU-Beitrag entnommen lt. Aussage Vermittler.

Daher meine Fragen:

  1. Welche Meinungen/Erfahrungen gibt es zu der angesprochenen BU-Zusatzversicherung im Tarif Freelax bzw. mit britischen Anbietern im allgemeinen?
  2. Kann jemand den extrem günstigen Beitrag bestätigen/erklären bzw. was sind die Haken? Bei solchen günstigen Angeboten habe ich immer meine Zweifel…

Vielen Dank,
detailverliebt

Hallo,
ich (männlich, ~30 Jahre, angestellt, beste Risikoeinstufung)
möchte mein BU-Risiko absichern. Mir wurde von einem
Vermittler die Standard Life Freelax Rentenversicherung mit
eingeschlossener BU-Rente empfohlen.

Ich weiß, dass die Kombination aus RV und BU kontrovers
diskutiert wird. Dennoch erscheint das Angebot aus folgenden:Gründen verlockend:

  1. Gute Bedingungen laut Morgen & Morgen
  2. Sehr günstiger Preis der BU-Komponente - Eckdaten:
  • Versicherte BU-Rente €2000 p.M.,
  • Endalter 65,
  • bei erreichtem Alter 30 Jahre: €263 Jahresprämie
  • steigende Jahresprämie bis z.B. €1687 Jahrespämie bei
    erreichtem Alter von 60.
    Im Gegensatz zu anderen/deutschen Gesellschaften also hier
    keine feste sondern eine steigende Prämie, die aber sehr
    günstig erscheint. Bei anderen Anbietern würde ich für die
    €2000 BU-Rente z.B. ca. €1000 (!!!) Jahresprämie (nach Abzug
    Sofortüberschuss) zahlen!
  1. Ich würde die RV nur mit niedrigem Beitrag besparen, z.B.
    anfänglich mit €50 pro Monat, sodass die Kopplung mit der BU
    nicht stark monetär ins Gewicht fällt. Aus den €50 würde der
    BU-Beitrag entnommen lt. Aussage Vermittler.

Daher meine Fragen:

  1. Welche Meinungen/Erfahrungen gibt es zu der angesprochenen
    BU-Zusatzversicherung im Tarif Freelax bzw. mit britischen
    Anbietern im allgemeinen?
  2. Kann jemand den extrem günstigen Beitrag
    bestätigen/erklären bzw. was sind die Haken? Bei solchen
    günstigen Angeboten habe ich immer meine Zweifel…

Vielen Dank,
detailverliebt

Guten Tag detailverliebt,
zunächst zur zweiten Frage nach dem günstigen Beitrag.
Ich gehe soweit und behaupte, dass 263 € eigentlich überhaupt kein Beitrag ist - angesichts von 2000 € Monatsrente. Im Detail - und darauf kommt es Ihnen ja an - mag das daran liegen, dass:
der vermeintliche BU-Tarif in Wahrheit gar kein BU-Tarif ist - zumindest keiner, der mit irgendeinem durchschnittlichen BU-Tarif
vergleichbar wäre.
Hier gilt es, sich einfach anzuschauen, was STANDARD LIFE generell
unter BU versteht und dann im zweiten Schritt zu prüfen, wie die
fisselige Bedingungslandschaft bezüglich der ein Dutzend Stellschrauben aussieht, die es im Vergleich zum übrigen bundesdeutschen BU-Bedingungsdschungel gibt.
Da könnten Überraschungen auftauchen, an die keiner denkt und von denen niemand glaubt, dass es sie überhaupt geben kann.
Daher: Gucken, Prüfen, Nachdenken.

Zur ersten Frage:
Die Beitragsentwicklung in der Zukunft, von der Sie ja bereits
wissen, dass es eine steigende sein wird, kann eine Dynamik entfalten,
bei der Ihnen die Ohren klingeln werden und in deren mittlerem Verlaufsabschnitt mit einiger Wahrscheinlichkeit das eintreten wird,
was ohnehin bei einem atemberaubenden Anteil aller BU-Versicherungen
passiert: Der Nehmer hat irgendein finanzielles Problem, tut das, was
auf den ersten Blick die größte Erleichterung verspricht und haut
seine BU-Police in die Tonne. Dabei fühlt er sich wohl. Denn er wird
zum einen Vertrag los, den er ohnehin nie so richtig begriffen hat, außerdem fühlt er sich einigermaßen gesund und kann 150 €
monatlich einsparen für ansonsten dumme Nüsse. Dass drei, vier oder
sechseinhalb Jahre Beiträge für noch dümmere Nüsse dahin sind,
fällt dann entweder nicht ins Gewicht oder es wird im nachhinein
der schwarzen kunst des Vermittlers zugeschrieben.
Britische Gesellschaften - das haben Sie sicher schon gehört -
unterliegen britischem Gesellschaftsrecht und haben bei der Geldanlage
größere Freiheiten, was vorteilhaft oder nachteilig sein kann.
Beziffern kann Ihnen das aber niemand - zumindest nicht seriös.
Hier muss jeder selbst entscheiden und alle Folgen tragen -
entweder jeden Tag mit goldenen Talern duschen oder Sozialhilfeanträge
ausfüllen.

Vorschlag zur Güte: Da Ihnen - wie Sie sagen - Details keine
Schwierigkeiten bereiten, sollten Sie zunächst das Buch der Verbraucherberatung - neu oder gebraucht - zur BUV verinnerlichen.
Nur das hilft Ihnen weiter, sicher Müll von Bonbons zu unterscheiden.
Gruß
Günther

Hallo,

wenn ich Standard life höre, sträuben sich meine Nackenhaare. Ich hatte als junge Auszubildende eine Absicherung bei Standard Life, die zu allem übel auch noch von einem Bekannten vermittel wurde.
Großer Nachteil: In England besteht keine Verpflichtung einen Sparanteil von Deinem Beitrag anzulegen. Das heißt, der komplette mtl. Beitrag kann spekulativ angelegt werden. Je nach Verlauf ist Dein Geld futsch, bzw. Du bekommst nur eine mtl. Zahlung je soundsoviel Aktienanteil. Als ich meinen Beruf wechselte und besser Durchblick hatte fielen mir weitere Details auf. z.B. Beitragsfreistellung, eine Wiederaufnahme der Zahlung konnte nicht erfolgen, die Beiträge werden von dem Fondguthaben geleistet, ist das Guthaben bei einem bestimmten Betrag angelangt, dann wird dieser ausgezahlt und die Vers. automatisch von der Gesellschaft gekündigt.
Ich für meinen Teil lasse die Finger von Standard life.
Ansonsten Verbraucherschutz etc. das Angebot prüfen lassen.

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