Einen wunderschönen guten Abend!
Ich bin gerade ein wenig sehr irritiert über einen „Berufsvorschlag“.
Ich bin in einer Maßnahme zur beruflichen Intergration, und heute hatten wir eine Art „Große Vorstellung“, in der jeder der Teilnehmer über sich erzählen sollte, aber nicht kurz und knapp und knackig, sondern so richtig ausführlich, mit Schulbildung und Berufe(n) und was man schon alles gearbeitet hat, welche Stärken und Schwächen man hat und welche Träume und noch so einiges mehr.
Auch meinereiner „durfte“ sich selbstbeweihräuchern und bekam auch jede Menge Lob (gute Rhetorik, Zuhörer nicht gelangweilt, gute Übergänge geschaffen und markante Stimme (diese soll angeblich rauchig sein, dabei rauche ich doch gar nicht))
Ich hatte auch erwähnt, dass ich mich mit Webdesign befasse.
Soweit, so gut.
Später aber kam eine der anderen Teilnehmer auf mich zu und meinte: „Job als Webdesigner? Mit 42? Kann man vergessen, zumal heutzutage schon fast jeder 12jährige ein halber Profi dadrin ist. Was ich mir aber bei dir vorstellen kann, das wäre Suggestologe.“
Ich habe ersteinmal geschaut wie ein Auto, sagte mir dieser Beruf doch rein gar nichts.
Darum habe ich mich bei Tante Wiki schlaugemacht und weiß nun nicht, was ich davon halten soll: einerseits ist es interessant, deckt es doch einiges von dem ab, was mich interessiert, andererseits wird dieser Beruf auch sehr stark kritisiert, weil es wohl eher pseudowissenschaftlich ist und keine empirischen Beweise/Statistiken vorliegen.
Desweiteren müsste ich die Ausbildung bezahlen.
Hat von Ihnen schon einmal jemand Erfahrung mit dieser „Lehrmethode“ gemacht und kann darüber erzählen?
Das wäre ich schon interessiert dran.
LG und dankeschön im Voraus
Michael Vogl
Korrektur
Heiho!
Ja, ich Döspaddel war ganz in anderen Sphären und habe mich irgendwie vertan: Ich meine nicht Suggestologe, sondern Suggestopäde.
Ich bitte diesen Fehler zu entschuldigen.
LG
Michael Vogl
Hallo,
Suggestologie, wenn auch teilweise umstritten, enthält dennoch bedenkenswerte Aspekte und Elemente und sollte m.E. nicht so einfach vom Tisch gefegt werden. Sie will u.a. vom Frontalunterricht weg und mehr individuelles Lernen fördern, wie das z.B. in Waldorfschulen längst erfolgreich praktiziert wird. Es geht im Prinzip um ganzheitliches Lernen… Lernen soll Spaß machen…
Desweiteren enthält sie Elemente des Superlearning nach Ostrander und der Begriff Suggestion lehnt sich an die Hypnose an.
Ein kurzer Abriß hier und Hintergrundinformationen:
http://www2.vobs.at/ludescher/Desuggestop%C3%A4die/D…
http://www.lifemanagement.de/uns/kuenne1.htm
http://www.netschool.de/ler/lerzit6.htm
http://www.netschool.de/ler/lerzit10.htm
http://courseware.nus.edu.sg/e-daf/cwm/la3201gr/e2/s…
http://www.suggestopaedie.ch/
http://www.ganzheitliches-training.de/suggestopadie_…
http://www.new-renaissance.eenet.ee/lonny/
Alternative Unterrichtskonzepte: Suggestopädie und Total Physical Response von Jens Schnur, http://www.amazon.de/Alternative-Unterrichtskonzepte…
Diese Website-Infos und abgeleiteten Bücher ersetzen aber nicht die Lektüre der Originalwerke von Georgi Losanov:
Georgi Lozanow: Suggestopaedia, Gordon & Breach Science Publishers, Philadelphia, Tokyo, Paris, 1971
Georgi Lozanov: Suggestopaedia - Desggestive Teaching Communicative Method on the Level of the Hidden Reserves of the Human Mind,
Gruß,
p+p
Hallo,
Ja, ich Döspaddel war ganz in anderen Sphären und habe mich
irgendwie vertan: Ich meine nicht Suggestologe, sondern
Suggestopäde.
Suggestologie und Suggestopädie sind zwei Begriffe, für ein und die selbe Methode.
Gruß,
p+p
Guten Morgen Pontius+Pilatus!
Vielen lieben Dank für die sehr ausführliche Antwort und die vielen Links. Ich werde sie mir in einer ruhigen Minute einmal vornehmen 
LG
Michael Vogl