ich hatte ja auch extra auf die Eltern hingewiesen. Aber so oder so bleibt ein nicht lösbares Problem. Es ist ja nicht mit der Anzeige getan, sondern die führt zu einem Verfahren, und wenn der Täter nicht gerade so ehrlich ist, und alles unumwunden zugibt, dann kann eine solche Verhandlung für das Opfer extrem traumatisierend sein. Und wenn ein Opfer (oder dessen Eltern) dies vorab überlegt, und sich dann entscheidet keine Anzeige zu erstatten, dann muss man dies respektieren. So kurz sind die Verjährungsfristen ja auch nicht, dass man es sich nicht später noch einmal anders überlegen kann. Aber ein Opfer durch die Anzeige eines Dritten zu zwingen, sich einem solchen Verfahren auszusetzen, ist einfach ein Unding.
Und wenn ich da heute gerade in der Zeitung von dem Fall lese, wo die Eltern den Täter aus dem Bekanntenkreis nicht angezeigt haben, und auch das Opfer dies nie getan hat, jetzt aber nach x-Jahren, wo bei Anzeige im Rahmen der Fristen und entsprechender Verurteilung der Täter schon längst seine Strafe abgesessen hätte, plötzlich Skandal zu schreien, ist schon ein starkes Stück.
Ich kann mir schon vorstellen, dass du mich gerne „aussortiert“ hättest, wie du schreibst. Aussortieren scheint dir ja am Herzen zu liegen. Wahrscheinlich möchtest du mich auch gleich „deportiert“ haben…
Der Anteil katholischer Priester und Mitarbeiter (600.000)
an der männlichen deutschen Bevölkerung über 21 Jahre (33
Millionen) beträgt knapp zwei Prozent. Verrechnet man die
ihnen angelasteten Fälle von Kindesmissbrauch (100) mit den
210.000 deutschlandweit polizeilich gemeldeten Übergriffen
seit 1995, beträgt der Anteil der katholischen Täter ganze
0,05 Prozent. Kröbers Schlussfolgerung: »Der durchschnittliche
deutsche Mann wird mit 36-mal größerer Wahrscheinlichkeit
übergriffig als der katholische Priester.
(http://www.zeit.de/2010/07/DOS-Missbrauch)
Vergessen wird hier: Man kann „Übergriffe“ von Bekannten, Verwandten etc. nicht mit „Übergriffen“ von Personen der Kirche vergleichen. Religionsunterricht ist der Staat, denn jedes Kind kann gezwungen werden, am Religionsunterricht teilzunehmen, dank, daß es getauft ist. Kinder wurden in die Obhut von Männern gegeben, denen das größte Vertrauen entgegengebracht wurde.
Deshalb sind für mich auch die errechneten 0.05% (was sagen schon Statistiken, von wem wurden sie in Auftrag gegeben…)zuviel, viel zuviel.
auf sexualität freiwillig zu verzichten muss eine immens
starke verzichtsübung sein, die das ganze leben besteht und
starke beschäftigung mit dem verzicht erfordert, was wiederum
die geistige aktivität und die auseinandersetzung mit dem
thema erhöht und das soll ja auch erreicht werden.
Genau, anscheinend schaffen dies viele katholische Priester nicht! Anstatt ihr Scheitern zu erkennen, es sich einzugestehen und die Institution zu verlassen, anderer Bestimmung zu folgen, suchen sie Nischen, weil sie nicht den Mut dazu haben.
Du glaubst doch nicht, daß ich mir dieses Buch bestelle?
Soll ich dadurch ruhiggestellt werden? Oder um was geht es da?
unterstelle der Welt doch nicht nur Boshaftigkeit, sondern ziehe doch auch mal in Betracht, dass vielleicht der ein oder andere hier etwas weiter denkt.
Sodenn, lies es oder lass es.