Firma X ist von einem großen deutschen Telekommunikations-Unternehmen beauftragt, neue Leitungen in einem Stadtteil zu verlegen. Dazu werden die Bürgersteige mit einem Bagger aufgegraben.
Herr Y hat ein Haus an einem betroffenen Bürgersteig, dessen gemauerter Kellerfenster-Lichtschacht bei den Ausgrabungen in mehere Teile zerfällt. Aussage der Firma X zu Herrn Y ist „Naja, der war eh marode. Ist nicht unser Fehler/Problem“
Egal wie „marode“ der Lichtschacht war, er hat zumindest vorher gehalten.
Wer kommt jetzt für den neuen Lichtschacht auf ?
Anmerkung : Herr Y hat einen neuen Lichtschacht (heutzutage aus PVC/GFK) gekauft mit der Annahme, daß Firma Y wenigstens das ordnungsgemäße Anbringen und Ausrichten mit 4 Schrauben übernimmt, aber das ist denen wohl auch zu viel…
Danke für eure Meinung oder Antwort !
Beweissicherung
Hallo,
wurde denn vor den Bauleistungen eine Beweissicherung durchgeführt?
Christian
Kann ich jetzt so aus der Sicht des Herrn Y nicht sagen.
Da ja aber der Lichtschacht durch den Gitterrrost abgedeckt ist und erst sichtbar wurde, als er freigeschaufelt wurde, denke ich nicht…
Ich vermute eher, daß er als einziger vorhandener Lichtschacht in dieser langen Straße mehr oder weniger unachtsam und zu hart mit der Baggerschaufel bearbeitet wurde.
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Hat denn der Hausbesitzer den durch den Bagger beschädigten Lichtschacht fotografiert? Und auch das gesamte Umfeld mit aufgebaggertem Gehsteig?
Normalerweise ist so eine Firma versichert, bzw. muss sie für durch sie verursachte Beschädigungen aufkommen. Der Hausbesitzer ist nicht verpflichtet, einen besonders robusten Lichtschacht zu haben. Ohne Baggerarbeiten hätte der Lichtschacht noch lange seinen Dienst gemacht.
Bei uns hat eine Baufirma, die auf dem Nachbargrundstück einige alte Gebäude abgerissen hat, die Rücken an Rücken mit unserem benutzten und sauber ausgemalten Gebäude stehen, innen in jedem Winkel fotografiert und Risse usw. in einem Protokoll beschrieben, welches ich unterschrieben habe. Damit sichert sich eine ordentliche Firma ab. Wenn eine Baufirma das unterlässt und nachher Schäden auftreten, die nur durch die massiven Bau- oder Baggerarbeiten entstanden sein können (Kausalzusammenhang), dann müssen sie auch dafür geradestehen. Wenn der Hausbesitzer keine Rechtsschutzversicherung hat und die Baufirma besser im Pokern ist, dann ist es aber billiger, selber das Ding zu zahlen. Es sollte auch die Kommune, die diese Firma beauftragt hat, hinter ihren Bürgern stehen - vielleicht mal im Rathaus vorstellig werden!
Gruß, Artefakt