warum wird immer bei den Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern gespart? Wieso findet so ein Kiep mal schnell auf seinem Konto eine Million DM , von der er nicht mal weiss wo sie herkommt?
Und das schönste ist, keiner will sie nun.
warum wird immer bei den Arbeitslosen und
Sozialhilfeempfängern gespart? Wieso findet so ein Kiep mal
schnell auf seinem Konto eine Million DM , von der er nicht
mal weiss wo sie herkommt?
Und das schönste ist, keiner will sie nun.
warum wird immer bei den Arbeitslosen und
Sozialhilfeempfängern gespart? Wieso findet so ein Kiep mal
schnell auf seinem Konto eine Million DM , von der er nicht
mal weiss wo sie herkommt?
Und das schönste ist, keiner will sie nun.
Man kann ja über beide Themen diskutieren, aber beide Dinge irgendwie in Zusammenhang zu bringen ist zu platt.
Die CDU-Millionen haben nichts mit Sozialleistung zu tun. Sind auch keine Gelder, die irgendjemandem vorenthalten oder geklaut wurden.
Wie gesagt, die rechtlich-moralische Dimension ist etwas anderes.
warum wird immer bei den Arbeitslosen und
Sozialhilfeempfängern gespart? Wieso findet so ein Kiep mal
schnell auf seinem Konto eine Million DM , von der er nicht
mal weiss wo sie herkommt?
Weil wieder einmal die Arbeitslosen statt die Arbeitslosigkeit bekämpft, Lolo. Kohl sprach seinerzeit vom „kollektiven Freizeitpark“, Schröder spricht von „kein Recht auf Faulheit“.
Auch wenn hier ein anderer gemeint hat, dass man deine beiden Sätze nicht in einem Zusammenhang bringen könnte, weil es platt ist, so kann man immerhin sagen: Es ist doch sehr erstaunlich, dass diejenigen, die sowieso gut gefüllte Taschen haben, über Geringverdiener so urteilen. Und es sei festgehalten, dass die sich ihre Milliönchen nicht durch solche Leistung angeeignet haben, wie sie diese gerne anderen aufdrücken möchten.
Last but not least sei festgehalten, dass bei Arbeitlosen- und Sozialhilfeempfängern gerne von Schmarotzern geredet wird, die (gerne) auf Kosten der Allgemeinheit leben. Dass jedoch diejenigen, die sich über Verbände, „Stiftungen“ und Vereine illegal Geld besorgen und anschliessend, zum Beispiel durch Spendenquittungen, den Spendern auch noch Steuervorteile verschaffen, wird häufig übersehen.
Ich weiss nicht, ob hier noch Rudimente alten Autoritätsdenkens vorherrschen, dass man gegenüber Reichen stets milder gestimmt ist als Armen gegenüber. Selbstverständlich lässt es sich nach unten auch wesentlich einfacher austeilen, zumal man sich lieber von Minderbemittelten abgrenzen und zu den Vermögenden zählen möchte.
Also ich meine ja, dass Herr Schroeder unterschieden hat zwischen denen, die keine arbeit finden und denen, die keine arbeit finden wollen. Damit haette er also nicht alle Arbeitslosen zu schmarotzern erklärt. Und ich persönlich bin absolut überzeugt davon, dass es unter den 4000000 Arbeitslosen in D durchaus welche gibt, die nicht scharf auf Arbeit sind. Diesen Leuten Arbeitslosengeld/-unterstützung oder auch noch die Sozialhilfe zu kürzen, halte ich für legitim. Das Problem dürfte nur sein, zu definieren, wer keine arbeit finden will. Altes Extrembeispiel: Ingeniör mit ehemals 150000.- Jahreseinkommen, wohnhaft in Hamburg mit Familie soll in München eine Stelle antreten, bei der er a) mit seinem fachwissen nix anfangen kann und b) nur noch 50000 De Emm verdient. Wenn er sich weigert, verweigert er dann???
Ihr schreibt, Schröder solle nicht pauschalisieren, aber dann haltet euch selber bitte auch daran.
mfg
Ralph
Schröder spricht ja immer wieder gerne von „zumutbarer Arbeit“. Das ist ein schwammiger Begriff, denn im Grunde ist jede Arbeit zumutbar. Und wer diese nicht ausführen will, wird eben als Unwilliger eingestuft.
‚Zumutbar‘ bedeutet in den meisten Fällen auch einen finanziellen Nachteil; darum dreht es sich letztendlich. Ich kann völlig verstehen, dass die Menschen keine finanziellen Einbussen hinnehmen wollen. Erst recht vor dem Hintergrund grosser Unternehmensgewinne. Und wer sowieso schon wenig verdient hat, will nicht noch weniger verdienen. Laut Bundeskanzleramt wurden „im Jahr 2000 etwa 6,9 Mio. Menschen arbeitslos und etwa 7,2 Mio. Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden“, was „ein sicheres Zeichen“ für die „grosse Bewegung am Arbeitsmarkt“ ist. Das wären über 20% der Arbeitnehmerschaft.
Doch einmal ganz abgesehen von der Problematik überhaupt, so verwundert es mich doch stets aufs Neue, dass immer wieder von Arbeitslosen und Schmarotzern die Rede ist. Es scheint ja beinahe so, als müsse dieses Thema hin und wieder aufgekocht werden, damit die Bevölkerung nicht vergisst, weshalb es ihr so schlecht geht: wegen den faulen Schmarotzern. Allerdings scheint es die Menschen herzlich zu interessieren, das laut Bund der Steuerzahler 60 bis 70 Mio. Mark pro Jahr von irgendwelchen Politikern an Steuern verschwendet werden; dass nicht genügend Steuerfahnder vorhanden sind, somit Unternehmen nicht genügend geprüft werden und es deshalb zu Steuerausfällen kommt (laut MONITOR kostet ein Steuerfahnder ca. 150.000 DM jährlich und bringt Steuern in Höhe von 500.000 DM herein); dass Unternehmen ihre Beteiligungen nun steuerfrei veräussern dürfen; dass Lobbyisten - um es freundlich auszudrücken - die Entscheidungsfreiheit der Entscheider einschränken (und im Bundestag für Verbände tätig sind, selbstverständlich „ehrenamtlich“); dass zurückgetretene Politiker hohe Pensionsansprüche geniessen. Hauptsache scheint zu sein, man kann auf die vermeintlichen Schmarotzer herabsehen, denn wenn man sich einmal umhört, dann wird nicht differenziert, sondern Arbeitslosengeld/-hilfe und Sozialhilfeempfänger werden erst einmal als Ausbeuter des Staates angesehen. (Nebenbei könnte man das vielleicht abmildern, wenn man bedenkt, dass das Geld, das diese Menschen erhalten, wiederum in den Wirtschaftskreislauf einfliesst, also auch wiederum an den Staat in Form von Steuern zurückgehen.)
Naja, das mit der zumutbaren Arbeit sach ich ja. Die Frage ist
eben, wie definiere ich das.
Hallo Ralph,
ich streite ja nicht ab, dass es unser Thema betreffend schwarze Schafe gibt. Aber: Es gibt sie überall, und mir geht es um die Verhältnismässigkeit, die ich nicht gegeben sehe.
Gestern abend gab es dazu eine schöne Satire des Kabarettisten Wilfried Schmickler zum Abschluss des Magazins MONITOR. Falls es Dich interessiert: http://www.wdr.de/tv/monitor/beitraege.phtml?id=284