Da ich mit meiner Weisheit am Ende bin, hoffe ich nun auf Tips und Ratschläge von euch.
Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus (Baujahr ca. 1992) und habe das Problem, dass die Fenster in Wohnzimmer und Kochbereich (beides Nordseite) über die Herbst/Wintermonate von innen völlig beschlagen bzw. richtig nass sind. Teilweise bilden sich richtige Pfützen unterhalb der Fenster. Bereits letzten Winter haben wir alle Lüfttechniken durchprobiert - ohne Erfolg! Auch das immer wieder empfohlene Stoßlüften (3x täglich 5 Minuten quer lüften) zeigte keinerlei Wirkung.
Seit gestern hat das ganze jetzt wieder angefangen!
Hat jemand vielleicht das gleiche Problem und/oder weiß Rat?
Ein Bekannter meinte, es würde daran liegen, dass die Fenster zu dicht sind! Gibt es vielleicht ein Bauteil, das man installieren kann?
Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus (Baujahr ca. 1992) und
Das problem hatten wir auch (Baujahr 1993). Auch wir sind zu der Auffassung gekommen, dass es „zu dichte“ Fenster sind. Also haben wir abgewischt und weiter stoßgelüftet.
Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus (Baujahr ca. 1992) und
habe das Problem, dass die Fenster in Wohnzimmer und
Kochbereich (beides Nordseite) über die Herbst/Wintermonate
von innen völlig beschlagen bzw. richtig nass sind.
Kurzfassung: die Fenster sind zu dicht und isolieren zu schlecht.
Langfassung: Wieviel Wasserdampf Luft aufnehmen kann, hängt von ihrer Temperatur ab. Je kälter die Luft ist, desto weniger Wasserdampf kann sie aufnehmen. Streicht nun Luft an einer kalten Oberfläche vorbei, kondensiert Wasserdampf zu Wasser. In Eurem Fall passiert das (hoffentlich nur) an den Fenstern. „Hoffentlich nur“ heißt, daß Wasserdampf auch an Wänden und anderen Stellen kondensieren kann, was die Schimmelbildung fördert.
Abhilfe schafft man durch Lüften, d.h. man tauscht die feuchte warme gegen kalte trockene Luft aus, während man gleichzeitig darauf achtet, nicht zu viel Feuchtigkeit zu produzieren (Wäsche trocknen in der Wohnung ist eine ganz dumme Idee, das Badezimmer sollte eine gute (aktive) Eigenlüftung haben und nicht über die restliche Wohnung entlüftet werden usw.).
Sofern die Fenster die einzigen Schwachstellen sind, hilft dann final der Austausch.
Die zentrale Frage ist also: sind einzelne Teile der Behausung zu schlecht isoliert oder ist zu viel Feuchtigkeit in der Hütte?
Hallo Kätzchen, habe auch solche Probleme und konnte diese noch nicht lösen. Immer wischen und lüften. Meine Fenster wurden 1995 eingebaut. Aber vielleicht kommt ja noch jemand mit einer fabelhaften Idee. Hatte mal was von einem Lüfter gelesen. Der in das Zimmer integriert wird, wobei das Fenster lüften insgesamt wegfällt.Gruß Anelie
Die zentrale Frage ist also: sind einzelne Teile der Behausung
zu schlecht isoliert oder ist zu viel Feuchtigkeit in der
Hütte?
Hallo Christian!
Das mit der vielen Feuchtigkeit stimmt schon: Es gibt in meiner Wohnung keine Trennung zwischen Küche und Wohnzimmer, d.h. die Küche endet mit einem Tresen und geht in den Wohnzimmerbereich über. Gerade beim Kochen entsteht viel Feuchtigkeit. Ich habe zwar eine Dunstabzugshaube - die wälzt aber die Luft auch nur um und schickt sie nicht nach draußen! Beim Kochen habe ich schon immer das Fenster neben dem Herd geöffnet, damit der Großteil der feuchten Luft rausziehen kann!
Hatte mal was von einem Lüfter
gelesen. Der in das Zimmer integriert wird, wobei das Fenster
lüften insgesamt wegfällt.
Hallo Leidensgenossin!
Ja, mein Schwiegerpaps hat mir von so einem Gerät erzählt! Ein Luftentfeuchter - aber die sind nicht billig und verbrauchen wohl sehr, sehr viel Energie!
Das mit der vielen Feuchtigkeit stimmt schon: Es gibt in
meiner Wohnung keine Trennung zwischen Küche und Wohnzimmer,
d.h. die Küche endet mit einem Tresen und geht in den
Wohnzimmerbereich über. Gerade beim Kochen entsteht viel
Feuchtigkeit. Ich habe zwar eine Dunstabzugshaube - die wälzt
aber die Luft auch nur um und schickt sie nicht nach draußen!
Beim Kochen habe ich schon immer das Fenster neben dem Herd
geöffnet, damit der Großteil der feuchten Luft rausziehen
kann!
Hallo,
wir haben eine ähnliche Wohnraumaufteilung und auch neue Fenster. Das Kondenswasserproblem haben wir aus folgenden Gründen nicht:
Beim kochen schalten wir sofort die Abzugshaube ein und öffnen im Wohnzimmer ein Schrägfenster.
Die Abluft geht und muß ins Freie abgeführt werden.
Unter den Fenstern haben wir ein Fensterbrett und darunter jeweils einen Heizkörper über die gesammte Fensterbreite.
Eine vernünftige Lösung für dein Problem, kann nur die Entlüftung nach Aussen bringen.
Eine weitere Lösung könnte darin bestehen, an der eingebauten umlaufenden Flügelanschlagdichtung, am Fenster mit der größten Kondenswasseransammlung, oben ein ca, 10 cm langes Stück auszuschneiden.
Dadurch wird das Fenster etwas undicht und die Luft kann rein und raus.
Ja, mein Schwiegerpaps hat mir von so einem Gerät erzählt! Ein
Luftentfeuchter - aber die sind nicht billig und verbrauchen
wohl sehr, sehr viel Energie!
wie gesagt: Das Problem kann auf beiden Seiten liegen, d.h. der Temperatur (am Fenster) oder der Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Hast Du nicht ein Zimmerthermometer im Hygrometer (also Feuchtigkeitsmesser)? Falls Du keines hast: Die Dinger kosten im Handel (gibts eigentlich überall, von Karstadt/Kaufhof/real über Saturn bis hin zum Schreibwarenhandel) ab 10-20 Euro. Über die gemessenen Werte könnte man sich dann noch mal unterhalten.
wie sieht die Oberfläche deiner Wände u. Decken und da keine Trennung zwischen Wohn- und Küchenbereich besteht, in allen Räumen aus?
Sind die gesamten Wand- und Deckenflächen atmungsaktiv oder hast du sie auf Grund deiner „kreativen Ader“ etwa mit Latex oder nichtatmungsaktiver Farbe bzw. Tapete behandelt oder gar gefliest?
Merke: Atmungsaktive Rauminnenflächen nehmen eine gewisse Luftfeuchtigkeit auf und geben sie auch nach Bedarf wieder ab.
Nur dieser Austausch geschieht in der Regel unsichtbar aber wenns nicht möglich ist kondensiert die Luftfeuchtigkeit wg. der Kältebrücke zuerst an den Fenstern.
Gruß Jukaido
Moin,
exc hat soweit völlig recht. Ich habe in meiner Altbaubude allgemeine Feuchtigkeitsprobleme und bin mit dem Vermieter noch nicht so ganz einig.
Besorge Dir wie schon empfohlen Hygrometer. Wenn sich die Probleme nur auf die Wohnküche beziehen, sollten 2 davon ausreichen, 3 oder 4 schaden auch nicht.
Persönlich habe ich eine Hygrometeranlage mit insg. 6 Meßgeräten, wobei eins davon im Außenbereich ist (Läuft über den PC).
NACHFRAGE: Das Problem gibt es schon länger? Aber doch nicht 15 Jahre???
Um es noch mal (für alle) klarzustellen: Luftaustausch ist wichtig. Je wärmer die Raumluft, desto mehr Feuchte kann aufgenommen und verarbeitet werden.
Die Luftfeucht innen hängt auch mit der Außenfeuchte zusammen.
Haben wir über 90% Außenluftfeuchte (Regen) muß man trotzdem die Luft austauschen, auch wenn man feuchte Luft reinholt. Das ist die crux an der Sache.
Richtwert ist bei ca. 20 Grad Raumtemperatur eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 60 %.
Habt Ihr also 18 Grad Temperatur und 70 % Luftfeuchte müsst Ihr dringend etwas unternehmen.
Persönliche Momentaufnahme:
18,8 Grad / 67 %
21,5 " / 60 %
18,7 " / 67 %
18,4 " / 66 %
18,9 " / 69 %
14,4 " / 89 % (außen)
Ich leb also in einer feuchten Bude! Daher etwas Vermieterstress!
Klärt auch evtl. Fassadenschäden ab.
Viel Glück und Liebe Grüße
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