Hallo Allerseits,
Möchte einen neuen FreeScale BeschleunigungsSensor mit 16g in allen 3 Achsen an einen Golfschläger ankleben und mir ein Beschleunigungsprofil erstellen. Insbesondere interessiert mich die Geschwindigkeit im Moment des Impact. Die Frage lautet : Sind 16g genug ? Fürchte nein.
Allgemein : Ich rechne mal für den groben Überschlag mit den folgenden Werten, muß natürlich noch angepasst werden. Armlänge 80 cm, Schlägerlänge 120 cm ( Driver, anderen entsprechend kürzer ), Schwungzeit 0,8 Sekunden ohne Aufschwung, also nur die reine Kreisbewegung. Bremsen startet direkt nach Impact ( in Realität wohl eher später ).
Berechnung : die Strecke des Schlägerkopfes ergibt sich (grob ) aus u = 2*r*pi, also ca. 12,5m. Geben wir noch etwas dazu, da der Schlägerkopf beim Golfschwung etwas mehr als eine Umdrehung macht : 16m. Bedeutet für die Beschleunigung 8 Meter und 0.4 Sekunden ( Die zweite Hälfte für das Abbremsen ).
Damit ergeben sich mit s = (a/2) t^2 umgestellt nach a = (s*2)/(t*t) = 8 * 2 / (0.4*0.4) = 8*2*6,25 = 100. In g ausgedrückt sind das etwas über 10g. Soweit würde das noch reichen für meinen Sensor.
Übrigens : wäre der Schläger noch länger, gäbe es wohl noch mehr Geschwindigkeit. Machen wir den Schwung schneller ebenfalls. Aber beides geht auf Kosten der Genauigkeit / genauen Treffposition. Und das bedeutet Abflug des Balls ins Aus oder in den Wald oder in den Bunker.
10g wären ok. Aber um wirklich Weite zu machen werden die Handgelenke eingesetzt ( bei den guten Golfern, und dafür die ganze Übung hier ). Das bedeutet, der Schläger bleibt um 90° nach rechts abgewinkelt bis kurz vor dem Impact. Dann erst beginnen die Handgelenke zu wirken ( Peitschenschlag ) und reißen den Schläger um 180° rum. Bei der Peitsche erzeugt diese Bewegung immerhin überschall Geschwindigkeit ( den Knall ). Angeblich ist dieser Bewegungsabschnitt beim Golfschwung 0.2 Sekunden lang, also 0.1s vor dem Impact.
( Dadurch wird die Flugbahn unrund und verkürzt sich beispielsweise durch die Anwinkelung der Handgelenke am Anfang/Ausgangspunkt. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die g. Aber das sind eher Details für später )
Ich möchte kein ausführliches Modell für den Golfschwung. Aber eine Abschätzung, was diese 0.1s Zusatz ( Peitschen ) Beschleunigung für einen Wert ergeben können wäre mir sehr hilfreich.
Ich denke, das ist schon nennenswert, da nur diese Bewegung ( alleine ) bei einem Schlag ausgeführt schon locker die Hälfte der Distanz ergibt ( mit Übgung ).
Leider fehlen mir die Fähigkeiten es zu berechnen, aber meine Einschätzung ist, daß dieser 1.2m Halbkreis wesentlich zur Energie ( und auch zu den Beschleunigungswerten ) beiträgt im Verhältnis zu dem 2m ( Radius Schlägerkopf ) Komplettkreis … und damit aus den oben genannten 10g locker Werte über 16g erzeugt.
Genug getextet, jetzt sind die Experten dran …
freundlichst,
Uwe P.
Zusammenfassung : Ist es möglich, aus den obigen Angaben die Schlägerkopfgeschwindigkeit im Impact zu ermitteln ? und wenn ja, wie ? und was ist die maximale g auf seiner Flugbahn ? und wo wird sie erreicht ?
