Beschleunigung im All

Hallo ihr Wissenden
Wenn ich in der Schwerelosigkei, zb. im All, einen schweren Gegenstand bewegen will, muß ich da die gleiche Kraft aufwenden wie auf der Erde?
Danke für eure Antworten.

Prinzipiell ja.
Das Trägheitsmoment bleibt gleich, nur der Reibungwiederstand fällt natürlich weg, weil das zu bewegende Objekt frei schwebt, und sich daher nirgends reibt.

Hossa :smile:

Jedes Objekt hat die Eigenschaft, sich einer Änderung seiner Bewegung (in Richtung oder in Geschwindigkeit) zu widersetzen. Diese Eigenschaft wird in der Masse m zusammen gefasst. Die Größe der Masse gibt also an, wie stark sich ein Objekt einer Geschwindigkeitsänderung widersetzt.

Die Masse darf nicht mit dem Gewicht verwechselt werden. Das Gewicht ist eine Kraft, die darauf basiert, dass sich Massen gegenseitig anziehen. Im Weltraum fehlt nun die eine anziehende Masse (z.B. die Erde), so dass das Objekt kein Gewicht hat. Es hat jedoch weiterhin seine Masse. Sein Widerstand gegenüber Bewegungsänderungen ist also weiterhin vorhanden.

Viele Grüße

Hi,

Hossa :smile:

Jedes Objekt hat die Eigenschaft, sich …

Jo stimmt.

Die Masse darf nicht mit dem Gewicht verwechselt werden. Das
Gewicht ist eine Kraft, die darauf basiert, dass sich Massen
gegenseitig anziehen. Im Weltraum fehlt nun die eine
anziehende Masse (z.B. die Erde), so dass das Objekt kein
Gewicht hat. Es hat jedoch weiterhin seine Masse. Sein
Widerstand gegenüber Bewegungsänderungen ist also weiterhin
vorhanden.

Wie ist den dann die Masse definiert? Ein Gegenstand mit einer Masse von 100kg auf der Erde. Hat ja auf dem Mond doch eigentlich eine andere Masse, ca 1/8 davon. Aber wie hoch ist dann die Masse die man für die Trägheit „braucht“ in der Schwerelosigkeit?

Viele Grüße

Gruß
GURKE

Moin Gurke,

Wie ist den dann die Masse definiert? Ein Gegenstand mit einer
Masse von 100kg auf der Erde. Hat ja auf dem Mond doch
eigentlich eine andere Masse, ca 1/8 davon.

der Unterschied zwischen Masse und Gewicht ist Dir aber klar?!

Gandalf

Hi,

…Hat ja auf dem Mond doch
eigentlich eine andere Masse, ca 1/8 davon.

der hat auf dem Mond die gleiche Masse, nur das Gewicht ist anders.
G = m * g; gmond=1/6 gerde

Aber wie hoch ist dann die Masse die man für die Trägheit „braucht“ in der Schwerelosigkeit?

Eben die (überall gleiche) Masse des Körpers

Gruß
Torsten

Hi,

Hi,

…Hat ja auf dem Mond doch
eigentlich eine andere Masse, ca 1/8 davon.

der hat auf dem Mond die gleiche Masse, nur das Gewicht ist
anders.
G = m * g; gmond=1/6 gerde

Aber wie hoch ist dann die Masse die man für die Trägheit „braucht“ in der Schwerelosigkeit?

Eben die (überall gleiche) Masse des Körpers

Ah okay, stimmt. Das mit dem Ortfaktor hatte ich vergessen.

Gruß
Torsten

Gruß
GURKE

Jedes Objekt hat die Eigenschaft, sich einer Änderung seiner
Bewegung (in Richtung oder in Geschwindigkeit) zu widersetzen.
Diese Eigenschaft wird in der Masse m zusammen gefasst.

Um genau zu sein, in der trägen Masse.

Hallo

In der Schwerelosigkeit hat ein Gegenstand natürlich kein „Gewicht“.
Ebenso entfällt die Haftreibung, die man auf der Erde zunächst überwinden muß, jedenfalls, wenn der Gegenstand auf der Erde liegt.
Die Kraft, die man benötigt, um einen Gegenstand mit großer Masse in der Schwerelosigkeit zum Bewegen zu bringen, ist also sehr gering. Jedenfalls, wenn die Geschwindigkeit egal ist.
Für ein Beschleunigen braucht man jedoch keine Kraft, sondern Energie.
Hier gibts folgenden Unterschied:
Auf der Erde geht nahezu 0 Energie in den Erdkörper, wenn man einen Körper beschleunigt.
Im Weltraum kommt es auf das Gegengewicht an. Ist das Gegengewicht gleich großer Masse, erfährt das Gegengewicht bei Beschleunigung dieselbe Energie wie die erste Masse.
MfG

Für ein Beschleunigen braucht man jedoch keine Kraft

Aber natürlich braucht man die.

sondern Energie.

Die braucht man auch.

Hallo,

Du bringst hier schon ein paar Sachen durcheinander, oder?

Die Kraft, die man benötigt, um einen Gegenstand mit großer
Masse in der Schwerelosigkeit zum Bewegen zu bringen, ist also
sehr gering.

Um genau zu sein: jede Kraft > 0 N bewirkt eine Bewegung.

Jedenfalls, wenn die Geschwindigkeit egal ist.
Für ein Beschleunigen braucht man jedoch keine Kraft, sondern
Energie.

Wenn man überhaupt diese etwas schwammige Aussage trifft, dann wird umgekehrt ein Schuh draus:
Für die Geschwindigkeit ist die aufgewendete Energie entscheidend ( E=(m*v^2)/2 ). Für die Beschleunigung die wirkende Kraft ( a=F/m ).

Hier gibts folgenden Unterschied:
Auf der Erde geht nahezu 0 Energie in den Erdkörper, wenn man
einen Körper beschleunigt.
Im Weltraum kommt es auf das Gegengewicht an. Ist das
Gegengewicht gleich großer Masse, erfährt das Gegengewicht bei
Beschleunigung dieselbe Energie wie die erste Masse.

Du meinst wohl das richtige (IES) aber die Formulierung ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Auf beide Massen wirkt die gleiche Kraft ( in entgegengesetzte Richtung ), beide Massen erfahren dadurch die gleiche Impulsänderung (in entgg. Rtg) aber die Energieverteilung ist unterschiedlich.

Gruß, Niels

Jedenfalls, wenn die Geschwindigkeit egal ist.
Für ein Beschleunigen braucht man jedoch keine Kraft, sondern
Energie.

Wenn man überhaupt diese etwas schwammige Aussage trifft, dann
wird umgekehrt ein Schuh draus:
Für die Geschwindigkeit ist die aufgewendete Energie
entscheidend ( E=(m*v^2)/2 ). Für die Beschleunigung die
wirkende Kraft ( a=F/m ).

Hallo, ok, wie auch Dr. Stupid sagte, braucht man natürlich auch Kraft.

Im Weltraum kommt es auf das Gegengewicht an. Ist das
Gegengewicht gleich großer Masse, erfährt das Gegengewicht bei
Beschleunigung dieselbe Energie wie die erste Masse.

Auf beide Massen wirkt die gleiche Kraft ( in entgegengesetzte
Richtung ), beide Massen erfahren dadurch die gleiche
Impulsänderung (in entgg. Rtg) aber die Energieverteilung ist
unterschiedlich.

Wenn beide Körper die gleiche Masse haben, ich habe nur einen Fixpunkt setzen wollen, und mit einer gewissen Energie oder Kraft beide auseinandergedrückt werden, erhalten beide dieselbe kinetische Energie. Der Vektor ist dann natürlich anders und das Bezugssystem ist natürlich auch wichtig.
MfG