Beschreibung des Informatik-Studiums

Hallo alle zusammen,

ich habe letztes jahr mein Abi gemacht.
Daher würde ich gerne Informatik studieren, weiss aber sehr wenig über diesen Studiengang.
Kann mir evtl jemand folgende fragen beantworten???

Was für einen Notenschnitt braucht man für diese Studium??
Was ist, kurz erklärt, Inhalt dieses Studiums??
Wo ist es besser zu studieren?? FH oder Uni?? Unterschiede??
Ist es mit relativ wenig Grundkenntnissen überhaupt sinnvoll??
Wie lange dauert es??

Vielen Dank für die Beantwortung und noch ein gutes neues Jahr!!!

Hi,

für Informatikstudiengänge gibt es keinen allgemeinen Numerus Clausus, Du brauchst also einen bestimmten Notendurchschnitt. Allerdings kann es auslastungsabhängig an der jeweiligen Uni/FH eine Zulassungsbeschränkung geben. Erkundige Dich am Besten an Deiner Wunsch-Uni/FH nach Beschränkungen.
An den Hochschulen gibt es auch immer so hübsche Heftchen, die den Inhalt der Studiengänge beschreiben.
Die Uni Magdeburg beschreibt ihren Studiengang Informatik zum Beispiel so:
http://www.cs.uni-magdeburg.de/study/inform.shtml.de

Ob Du an eine Uni oder FH willst, ist schwer zu raten. Unis sind in der Regel theorielastiger als FHs, aber auch das hängt vom Engagement der Profs und ihrer Assistenten ab.

Grundkenntnisse sind normalerweise nicht gefragt, aber ein Interesse an der Materie sollte unbedingt da sein. Auch ein gewisser Durchhaltewille sollte nicht fehlen, da das Grundstudium doch arg trocken ist.
Auf jeden Fall kannst Du auch ohne Grundkenntnisse Informatik studieren. Manchmal ist das durchaus hilfreich, weil man mehr machen muss und sich nicht sagen kann: Das kenn ich eh schon. Sowas kann gefährlich werden :wink:

Zur Dauer kann man nur sagen, dass das davon abhängt, wo Du studierst. An den FHs bist Du in der Regel schneller fertig als an den Unis. An der Uni Magdeburg ist die Regelstudienzeit bis zum Diplom zum Beispiel 10 Semester. An einer FH kannst Du’s in 7 Semestern schaffen.

Gruss,

Herb

Hi,

dem Vorredner (ich schreib’ besser nicht „Vorschreiber“ …) kann ich mich eigentlich voll anschliessen – war sehr ausfuehrlich. Ein oder zwei Punkte wuerde ich aber aus meiner Sicht gerne noch anfuegen (was vielleicht hilfreich ist):

Ob Du an eine Uni oder FH willst, ist schwer zu raten. Unis
sind in der Regel theorielastiger als FHs, aber auch das hängt
vom Engagement der Profs und ihrer Assistenten ab.

Es scheint auch einen sehr grossen Unterschied zwischen Unis zu geben. Z.B. ist Karlsruhe fuer einen sehr mathematisch/theoretischen Einstieg/Grundstudium bekannt. Als ich dort studierte wurden ca. 50% der Anfaenger dadurch regelmaessig ausgesiebt (die meisten gaben von selbst auf, weil zuviel Mathe und der Pruefungsdruck hoch).

Grundkenntnisse sind normalerweise nicht gefragt, aber ein
Interesse an der Materie sollte unbedingt da sein. Auch ein
gewisser Durchhaltewille sollte nicht fehlen, da das
Grundstudium doch arg trocken ist.

Genau hier liegt der Knackpunkt. Wie oben schon angedeutet: Mathe-Kenntnisse/Faehigkeiten sind sehr anzuraten. Man sollte also nicht gleich schreiend aus dem Raum rennen, wenn man eine Formel sieht. Das gilt in noch staerkeren Mass fuer Unis insbesondere KA. An Unis sind Informatik-Grundkenntnisse eher unerwuenscht. Manchmal sogar hinderlich, wenn man schon einen gewissen Einstieg in die Materie gefunden hat und sich dann an eine andere Denkweise nicht gewoehnen will.

Das mit dem Trocken kann ich bestaetigen. Ich hatte irgendwie teilweise das Gefuehl was ganz anderes zu studieren … Aber gleichzeitig wuerde ich sagen, dass es auch etwas bringt. Man lernt eine gewisse Art zu denken und Probleme anders anzugehen – das ist hilfreich. Ich denke, wer einfach nur „Hacken“ will, ist an der Uni sowieso falsch (wie m.E. in der Informatik – der sollte lieber eine Programmierer-Ausbildung machen).

Also: wenn Du eher an der Praxis interessiert bist, waere FH oder BA (Berufsakademie) anzuraten. BAs gibt es m.W. nicht in allen Bundeslaendern (war zumindest mal so). BAs sind noch praktischer angelegt als FHs und das Studium ist das kuerzeste. Ausserdem kriegt man gleich Geld, da man parallel bei einem Arbeitgeber arbeitet.

Teilweise gibt es Unterschiede in der Bezahlung, je nachdem wo (U, FH, BA) man studiert hat – aber das ist auch von Fall zu Fall abhaengig – davon wuerde ich mich nicht leiten lassen. Teilweise interessiert das den Arbeitgeber nachher garnicht mehr.

Viele Gruesse,

/juergen