Hallo,
im Fremdsprachenbrett sind die Wörter schummeln / beschummeln
aufgetaucht.
Ich meine zu wissen, dass
beschummeln
nur als Konstruktion mit dem Akkusativobjekt funktioniert:
Ich beschummele dich.
Und dass das von der Bedeutung heißen muss :
ich begehe einen Regelverstoß, um dich zu übervorteilen.
Ich kann nicht jemanden beschummeln, um ihm einen Vorteil
zukommen zu lassen.
Ich kann also sagen:
Ich schummele, um mein Kind beim Menschärgerdichnicht
gewinnen zu lassen.
aber nicht:
Ich beschummele mein Kind, damit es gewinnt.
Bin ich auf dem Holzweg oder stimmt das?
Gruß
Elke
Hallo, Elke,
in der Tat mach die Vorsilbe „be-“ aus intransitiven Verben transitive, sodass sie mit dem Akkusativ konstruiert werden können.
Also:
Ich anftworte auf deine Frage.
Aber:
Ich be antworte **deine Frage
Ich kann also sagen:
Ich schummele, um mein Kind beim Menschärgerdichnicht gewinnen zu lassen.
Das ist richtig! Du gibst mit dem Finalsatz deine Absicht kund.
aber nicht:
Ich beschummele mein Kind, damit es gewinnt.
Das ist nun nicht richtig; ich meine deine Aussage zu dem Satz ist nicht korrekt.
Der Satz aber ist korrekt, da ein Akkusativ vorhanden ist (mein Kind). Und da es keine Regel gibt, die verbietet, an einen Satz wie
Ich beschummele mein Kind,
auch noch einen Finalsatz anzuhängen wie
damit es gewinnt.
ist der Satz nicht zu beanstanden.
Bin ich auf dem Holzweg
Nicht ganz, aber tröste dich mit Heidegger, der sagte, dass Holzwege für die Gesamtorientierung von Nutzen sein können. 
Gruß Fritz**
Grammatik / Semantik
Hallo Fritz,
aber nicht:
Ich beschummele mein Kind, damit es gewinnt.
Das ist nun nicht richtig; ich meine deine Aussage zu dem Satz
ist nicht korrekt.
Und da es keine Regel gibt, die verbietet, an
einen Satz wie
Ich beschummele mein Kind,
auch noch einen Finalsatz anzuhängen wie
damit es gewinnt.
ist der Satz nicht zu beanstanden.
Grammatisch sicher nicht, da hast Du natürlich recht. Ich frage mich nur, ob er auch semantisch nicht zu beanstanden ist. Denn wie Elke sehe ich"beschummeln" auch als eine Handlung zum Nachteil des Beschummelten an, so daß der Satz nicht mehr sinnvoll wäre. Kannst Du dazu nochmal etwas sagen?
fragt
Kubi
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off topic
Hi Kubi,
das war ein Sympathiesternchen.
Jemand versteht mich!!!
Gruß
Elke
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Hallo, Elke,
Ich meine zu wissen, dass
beschummeln
nur als Konstruktion mit dem Akkusativobjekt funktioniert:
Ich beschummele dich.
Und dass das von der Bedeutung heißen muss :
ich begehe einen Regelverstoß, um dich zu übervorteilen.
Ich kann nicht jemanden beschummeln, um ihm einen Vorteil
zukommen zu lassen.
ursprünglich hatte „beschummeln“ eine weitere Bedeutung, Grimm führt es auch „ohne Objekt“ an im Sinne von „schwindeln“, „betrügerisch spielen“.
SCHUMMELN
[…]
_5) ‚durch geschwindigkeit oder list betrügen‘…, schweiz. schummele ……
meist steht daneben das gewöhnlichere beschummeln …
HINTNER 215. WEINHOLD 88a. brem. wb. 4, 712 kennen nur das letztere in dieser bedeutung.
– ohne object, schwindeln…, betrügerisch spielen …
die verwendung geht aus von der gewandtheit des taschenspielers (bez. falschspielers), durch rasche griffe und bewegungen die leute hinters licht zu führen._
[…]
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…
„Schwindeln“ würde ja zum Gewinnenlassen passen, aber ob und wo „beschummeln“ in dieser Bedeutung heute noch gebräuchlich ist, kann ich leider auch nicht sagen.
Gruß
Kreszenz
Semantik von ‚beschummeln‘
Hallo, Kubi und auch die anderen!
Ich frage mich nur, ob er auch semantisch nicht zu beanstanden ist. Denn wie Elke sehe ich"beschummeln" auch als eine Handlung zum Nachteil des Beschummelten an, so daß der Satz nicht mehr sinnvoll wäre. Kannst Du dazu nochmal etwas sagen?
Ich kann nicht erkennen, dass beschummeln unbedingt den Nachteil des Beschummelten einschließt.
Welchen Nachteil hat ein Lehrer, wenn er vom Schüler beschummelt wird?
Dazu der Duden:
_ be|schum|meln (ugs.): einen harmlosen Betrug begehen, ein wenig betrügen: ich beschumm[e]le dich bestimmt nicht; er hat seinen Lehrer beschummelt; beim, im Spiel b.
schum|meln [H.u., viell. zu einem mundartl. Verb mit der Bed. »sich hastig bewegen; schlenkern, schaukeln« u. urspr. bezogen auf die schnellen Bewegungen der Taschenspieler] (ugs.):
- unehrlich handeln, mogeln (1): beim Kartenspielen s.
- durch Täuschung, Tricks irgendwohin bringen, bewegen, mogeln (2): Briefe in die Zelle s.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
Dagegen erleidet ein durch Schummeln der Mutter gewinnendes Kind einen Schaden, da es nicht rechtzeitig mit den Härten des Lebens vertraut gemacht wird. 
=> http://img19.imageshack.us/my.php?image=calvin031fx.jpg
Zwar ein anderes Thema, aber das Prinzip …
Gruß Fritz
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Oh, Kreszenz,
und ich dachte noch, nimm den Grimm dazu!
Dann erschien es mir doch zu aufwändig.
Wenn ich aber geanht hätte, wie da die Sternchen regnen …
Und ich geh fast leer aus! :-[
Gruß Fritz
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Hallo Fritz,
Und ich geh fast leer aus! :-[
Das kann nicht sein! Guck unter Geschichte, wo ich’s grad wieder auf Dich hab regnen lassen, weil ich immer so viel von Dir lerne lerne lerne - wo immer ich Dich finde!
Grüsze, MrsSippi
Nochmal moin,
Ich kann nicht erkennen, dass beschummeln unbedingt den
Nachteil des Beschummelten einschließt.
Welchen Nachteil hat ein Lehrer, wenn er vom Schüler
beschummelt wird?
Ich würde auch nicht von „den Lehrer beschummeln“ sprechen, aber gut, ich akzeptiere den Duden hier mal. Sagen wir also, beschummeln dient nicht dem Nachteil des anderen, sondern dem eigenen (vermeintlichen) Vorteil. Dann paßt auch der Lehrer.
Dagegen erleidet ein durch Schummeln der Mutter gewinnendes
Kind einen Schaden, da es nicht rechtzeitig mit den Härten des
Lebens vertraut gemacht wird. 
Stimmt. Aber es geht natürlich bei der Aktion um den vermeintlichen Effekt, da der tatsächliche nicht immer im Vorfeld erkennbar ist 
=> http://img19.imageshack.us/my.php?image=calvin031fx.jpg
Zwar ein anderes Thema, aber das Prinzip …
Nett…
Gruß
Kubi
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