Beschwerde an Universität

Hallo!

Kann mir jemand erklären, welche rechtlichen Schritte ich unternehmen kann, wenn ich mit der Entscheidung eines Dozenten (in diesem Fall Verweigerung der Ausstellung des Seminarscheins aufgrund einer Fehlzeit wegen nachgewiesener Erkrankung) nicht einverstanden bin? Mit dem Dekan des Instituts habe ich eine Kompromisslösung ausgehandelt, an die sich jedoch der Dozent nicht halten will. Welche Möglichkeiten habe ich, dagegen vorzugehen?

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.

Liebe Grüße,
Anja

Hallo Anja,

das ist über die Studien- bzw. Prüfungsordnung geregelt.

Für jedes Seminar gibt es eine Beschreibung, in der steht, welche Voraussetzungen für die Erteilung eines Seminarscheins erbracht werden müssen.

Wenn Du diese Voraussetzungen nicht erbringst, dann kann der Dozent sich auf eine andere Lösung einlassen. Die wäre aber eigentlich mit dem Dozenten auszuhandeln.

Das wird immer davon abhängen, wie der Student sich ansonsten im Seminar eingebracht hat.

Viele Grüße

Iris

Hallo Iris,

die Bestehensvoraussetzungen waren die Ablieferung von 7 Texten und die Anwesenheit bei 7 von 8 Seminarterminen. Ich habe alle Texte rechtzeitig abgegeben, aber aufgrund einer ernsthaften Erkrankung 2 Termine verpasst, war also nur 6 mal anwesend und habe dadurch einen 5-minütigen Vortrag, der ebenfalls vorgesehen war, nicht machen können (wir wurden dafür vom Dozenten aufgerufen und dummerweise habe ich gerade am letzten Tag, wenn er mich wahrscheinlich aufgerufen hätte, das zweite Mal gefehlt).

Da der Dozent darauf bestand, dass ich dieses Jahr das Seminar komplett wiederhole, habe ich mich an den Dekan gewandt. Wir haben gemeinsam eine Kompromisslösung ausgehandelt, dass ich in diesem Semester zusätzlich drei Seminartermine besuche und entsprechend für diese Termine drei weitere Texte schreibe. Der Dekan hat mit dem Dozenten gesprochen und mir per Email grünes Licht gegeben (Kopie ging an Dozenten).

Daraufhin habe ich den Dozenten angeschrieben und dieser verlangt nun faktisch dennoch die Wiederholung des gesamten Seminars. Das kann ich mir aus Gründen des extrem engen Stundenplans in diesem Semester (den ich mir nicht aussuchen kann, denn im Bachelor sind die Stundenpläne verbindlich wie in der Schule) sowie aus gesundheitlichen Gründen nicht leisten. Faktisch würde das also bedeuten, dass ich ein ganzes Jahr verlieren würde (ich bin gerade im 5. Semester, nach 6 Semestern würde ich mein Bachelor Degree erhalten, aber wenn ich den Schein bis dahin nicht habe, muss ich halt ein 7. Semester einschieben, und aufgrund des Zeitplans der Masterstudiengänge müsste ich noch ein weiteres Halbjahr warten) wegen einem Seminar, das eigentlich nichts mit dem Thema des Studienganges zu tun hat und mir meiner Meinung nach fachlich nichts bringt, zumal ich es schon mal absolviert habe.

Ich habe jetzt den Dekan noch einmal angeschrieben und ihn darum gebeten, wiederholt mit dem Dozenten zu reden. Falls das nichts fruchtet, würde ich gern wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten auf Universitätsebene mir offenstehen. Notfalls würde ich sogar vor einem Gang zum Gericht nicht zurückschrecken, auch weil ich mich von diesem Dozenten sehr ungerecht behandelt fühle und dieser nicht nur keinen Deut Einsicht zeigt, sondern es in seiner letzten Email bewusst auf weitere Konfrontation angelegt hat.

Schöne Grüße,
Anja

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Hallo Anja,

ich denke, daß der grundlegende Fehler von Deiner Seite war, Deine Kompromißlösung mit dem Dekan und nicht mit dem Dozenten verhandelt zu haben. Du hast ihn übergangen. Und das wird er Dich vermutlich spüren lassen.

Zwei von acht Terminen versäumt heißt: 25 % nicht anwesend. Das ist schlicht und einfach zu viel. Da führt kein Weg daran vorbei. Unabhängig von Deiner Gefühlslage dürftest Du damit auch gerichtlich Schwierigkeiten haben.

Auch wenn es Dir schwer fällt, überlege, ob Du Dich nicht doch dafür entschuldigst und mit dem Dozenten einen Kompromißvorschlag ausarbeitest. Vielleicht läßt er Dich eine Arbeit schreiben. Rein formal kann der Dozent von Dir die Wiederholung des Seminars verlangen. Wenn Du auf einen Machtkampf einsteigst - ob mit oder ohne gerichtliche Schiene - wirst Du den Kürzeren ziehen; abgesehen von der Energie, die Du verpulverst und für was Besseres einsetzen kannst.

Vielleicht gibt es noch jemand von außen der vermitteln könnte unabhängig von der Hierarchie im Fachbereich (Mediation durch Studentenberatung).

Ich hatte mal drei Studenten, die sich wenig beteiligten, die geforderten Arbeiten nicht brachten (Protokoll, Ausarbeitung) und viele Fehlzeiten hatten. Drei Semester später fiel ihnen ein, daß sie einen Anwesenheitsschein wollten, obwohl in der Ausschreibung gestanden hatte, welche Leistungsnachweise zu erbringen waren und daß es keine Scheine für Anwesenheit gab.
Die haben auch die Schiene über den Dekan versucht. War mit mir nicht zu machen.

Andererseits hatte ich eine überdurchschnittlich engagierte Studentin im Praktikum. Bestehen des Praktikums war auch von bestimmten Anwesenheitszeiten abhängig und unabdingbar für den Studienabschluß. Sie wurde schwanger und hatte wegen der Kotzerei und anderen Beschwerden viele Fehlzeiten ca 30 Prozent mehr als formal erlaubt. Ihr war klar, daß sie das Seminar wiederholen muß. Für sie hätte das ein zusätzliches Semester bedeutet. Sie hatte schon ihre Auswanderung mit ihrem ausländischen Ehemann geplant und organisiert. Sie hat ihren Schein von mir bekommen. Ich brauchte mir keine Sorgen machen, daß sie nicht nachholen würde, was sie verpaßt hatte.

Als Dozentin habe ich nämlich auch eine Verantwortung, für das, was Studenten gelernt haben und wofür sie einen Schein bekommen.

Viele Grüße und alles Gute

Iris

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H wie Hola.

Es tröstet mich ein bißchen, daß es anderen Leuten mit solchen Ausartungen genauso geht, wie mir bisweilen. :wink:

Wie es in Deinem Fall mit dem Bachelor als Rahmen aussieht, weiß ich zwar aus eigener Erfahrung nicht, jedoch kann ich berichten, daß manche Dozenten bei uns (vor allem in den überfüllten Sprachkursen) ähnliche Anwandlungen haben. Von dort muß ich Dir allerdings berichten: Bereitschaft zur Bewegung geht gegen Null, also kein Schein.

Mir ging es Gott sei Dank noch nicht so, doch einer Bekannten leider vor einem halben Jahr. Diese fehlte aus Krankheit und bürokratischen Gründen dreimal, hätte aber nur zweimal gedurft. Vergleichbare Situation: letzter Schein zur erfolgreichen Zwischenprüfung. Seminar wird jedoch nur einmal jährlich angeboten. Zulassung zu Fächern des Hauptstudiums jedoch ohne erfolgreiche Zwischenprüfung nicht drin. Pang! So schnell war sie ein Jahr los und durfte Beschäftigungstherapie praktizieren. Und bei Nachfragen hörte sie dann Dinge wie „Was regen Sie sich denn auf. Nächstes Jahr können Sie doch erneut teilnehmen und Ihre Zwischenprüfung erfolgreich abschließen! Anderen geht es viel schlechter, die brauche wesentlich länger als 2 Semester über der Regelstudienzeit!“.

Sowas muß man mit verlachendem Sarkasmus hinnehmen…

Vielleicht kann ja Dein Dekan nochmals Bewegung hineinbringen. Von einer Klage rate ich ab, denn Du weißt nicht, inwieweit Du mit diesen grotesken, neurotischen Gestalten noch einmal zu tun haben wirst im Rahmen Deines Master. Daher säge nicht an dem Ast, auf dem Du sitzt…

MfG

Hi!

Von einer Klage rate ich ab, denn Du weißt nicht, inwieweit Du
mit diesen grotesken, neurotischen Gestalten noch einmal zu
tun haben wirst im Rahmen Deines Master. Daher säge nicht an
dem Ast, auf dem Du sitzt…

Ich habe nicht vor, meinen Master hier zu machen. Sobald ich meinen Bachelor in der Hand habe, zische ich (hoffentlich) ins Ausland ab. *g*

Grüße,
Anja

Hallo Iris,

ich denke, daß der grundlegende Fehler von Deiner Seite war,
Deine Kompromißlösung mit dem Dekan und nicht mit dem Dozenten
verhandelt zu haben. Du hast ihn übergangen. Und das wird er
Dich vermutlich spüren lassen.

das stimmt so nicht. Die Unterredung mit dem Dekan erfolgte erst nach mehreren Gesprächen mit dem Dozenten und seiner Weigerung, jegliche Kompromisse einzugehen. Ich habe durchaus anfangs darauf gesetzt, das direkt mit ihm zu klären und mich um einen Dialog mit ihm bemüht. Das ist mir leider nicht gelungen und, wie gesagt, ich fühle mich in mehreren Punkten (auch, was die Gespräche nach dem Seminar bzgl. des Kompromisses angeht) von ihm äußerst unfair sowie anmaßend behandelt. Da ich keinen anderen Weg sah, habe ich also das Gespräch mit dem Dekan gesucht. Dieser hat verständnisvoll reagiert und wir haben uns auf den Kompromiss geeinigt. Statt der einen Fehlstunde zu viel sollte ich in diesem Semester ganze drei Termine besuchen und obwohl ich im letzten Semester sämtliche geforderten Arbeiten eingereicht hatte, in diesem Semester auch noch drei weitere Arbeiten schreiben. Ich finde, das ist mehr als genug für einen krankheitsbedingten Terminausfall.

Wenn Du auf einen
Machtkampf einsteigst - ob mit oder ohne gerichtliche Schiene

  • wirst Du den Kürzeren ziehen; abgesehen von der Energie, die
    Du verpulverst und für was Besseres einsetzen kannst.

Ich bin schon in einem Machtkampf drin, wenn man sich die Art und Weise ansieht, wie der Dozent auf meine letzte Email geantwortet hat. Was Schlimmeres als ein Jahr Verlust kann mir nun mal nicht passieren. Der Dekan hat bei unserem Gespräch gemeint, es wäre auch möglich, dass ich als Alternative einen anderen, vergleichbaren Kurs woanders besuche und er mir das für den Schein anerkennen würde. Glaube mir, wenn ich eh ein ganzes Jahr verlieren sollte, würde ich diesen Kurs ganz sicher nicht bei DIESEM Dozenten machen, sondern zusehen, dass ich ihn irgendwo an einer anderen Uni in ähnlicher Form finde. Im Moment habe ich aber überhaupt keine Zeit dafür.

Vielleicht gibt es noch jemand von außen der vermitteln könnte
unabhängig von der Hierarchie im Fachbereich (Mediation durch
Studentenberatung).

Bislang ist der Dekan als Vermittler aufgetreten. Er hat mit mir gesprochen, dann hat er mit dem Dozenten gesprochen und hat mir daraufhin geschrieben, dass es so ok ist, wie wir das besprochen hatten. Und nun sieht das der Dozent doch wieder anders.

Ich hatte mal drei Studenten, die sich wenig beteiligten, die
geforderten Arbeiten nicht brachten (Protokoll, Ausarbeitung)
und viele Fehlzeiten hatten. Drei Semester später fiel ihnen
ein, daß sie einen Anwesenheitsschein wollten, obwohl in der
Ausschreibung gestanden hatte, welche Leistungsnachweise zu
erbringen waren und daß es keine Scheine für Anwesenheit gab.
Die haben auch die Schiene über den Dekan versucht. War mit
mir nicht zu machen.

Wie gesagt, in meinem Fall war das so, dass ich bis auf eine Fehlzeit und einen 5-minütigen Vortrag alle geforderten Leistungen(7 schriftliche Arbeiten) erbracht habe. Bei dem letzten Tag, an dem ich ja gefehlt hatte, rief ich, als ich merkte, dass es mir schlecht geht, eine Kommilitonin an und habe sie darum gebeten, vor der Vorlesung den Dozenten zu fragen, ob das ginge, dass ich nicht kommen kann. Er hat explizit zu ihr gesagt, das sei ok und das hat sie mir in einer SMS geschrieben. Hinterher hat er sich herausgewunden, dass er ja nicht aus dem Kopf wissen konnte, ob das gerade bei mir in Ordnung sei. Unfair ist nur, dass ich, wenn ich es von seiner Seite aus unbedingt gemusst hätte, mich eventuell für den zweiten Vorlesungsteil doch noch hingeschleppt hätte. Aber weil er gesagt hatte, es sei ok, ging ich davon aus, dass ich mich auf seine Worte verlassen kann.

Es sind halt die vielen kleinen Ungereimtheiten, die ich hier nicht alle aufzählen kann, die in meinen Augen das Ganze ungerecht machen. Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht sofort um Klärung bemüht hätte. Aber er ist mir kein Stückchen entgegengekommen und spätestens seit seiner letzten Email ist klar, dass er überhaupt nicht bereit ist, auf Kompromisse einzugehen (das geht auch aus dem Stil hervor, in dem er die Email geschrieben hat).

Und weil mich diese ganze Angelegenheit sowieso schon sehr viele Nerven gekostet hat und sie mich wütend macht, habe ich jetzt eigentlich nichts mehr zu verlieren. Denn was wäre die Alternative? Ich werde es zeitlich nicht schaffen, sein Seminar dieses Semester komplett zu wiederholen. Das hieße so oder so, dass ich ein Jahr verliere. Aber vielleicht lässt sich ja doch noch etwas erreichen. Und deshalb frage ich hier nach.

Viele Grüße,
Anja

Hallo!

Kann mir jemand erklären, welche rechtlichen Schritte ich
unternehmen kann, wenn ich mit der Entscheidung eines Dozenten
(in diesem Fall Verweigerung der Ausstellung des
Seminarscheins aufgrund einer Fehlzeit wegen nachgewiesener
Erkrankung) nicht einverstanden bin? Mit dem Dekan des
Instituts habe ich eine Kompromisslösung ausgehandelt, an die
sich jedoch der Dozent nicht halten will. Welche Möglichkeiten
habe ich, dagegen vorzugehen?

du studierst noch nicht lange oder:wink:
der dekan ist der sprecher, der, der die profs nach aussen hochschulweit vertritt - nicht der chef:wink:

ein dozent hat sich an keine regel zu halten, auch an keine vom fachbereichssrat festgelegte, da das so waere als wuerde sich der richter in seinem eigenen gerichtssaal anklagen.
aber erst recht hat er sich nicht daran zu halten, wenn der student „hintenrum“ mit anderen profs ueber ihn entscheidet.

handle mit dem dozenten, nicht mit irgendeinem anderen. und ueberlege dir genau, was „handeln“ fuer einen studenten heisst.

mfg:smile:
rene

Hi!

du studierst noch nicht lange oder:wink:

2 Jahre

der dekan ist der sprecher, der, der die profs nach aussen
hochschulweit vertritt - nicht der chef:wink:

Das habe ich auch nicht behauptet. Der Dekan darf aber durchaus bestimmen, wofür es Scheine gibt (er hat mir ja auch schon vorgeschlagen, anderweitig einen ähnlichen Kurs zu belegen, den er statt diesem Seminar anerkennen würde, nur hatte ich bislang keine Gelegenheit für einen solchen Kurs) und ist auch sonst, zumindest an unserem kleinen Institut, der Ansprechpartner bei Problemen. Dabei agiert er als Vermittler und nicht als Chef. Mag sein, dass es an anderen Instituten bzw. bei größeren Studiengängen anders ist, aber bei uns herrscht eine recht enge Kommunikation zwischen Studenten und verantwortlichen Professoren bzw. dem Dekan.

handle mit dem dozenten, nicht mit irgendeinem anderen.

Habe ich versucht, es war und ist aussichtslos. Genaueres habe ich bereits in meiner Antwort an Iris beschrieben.

Mich interessieren mittlerweile nicht die Ansprechpartner am Institut, denn diese Möglichkeiten sind (nahezu) ausgeschöpft. Ich hoffe, dass man mir im wer-WEISS-was-Forum weiterhelfen kann, was weiterführende Beschwerdeschritte an der Universität oder auch außerhalb angeht. Ich bezweifle nämlich, dass der Dozent eine Art Gott sei, der allein und nach Belieben über das Bestehen der Studenten entscheiden darf. Da muss es auch übergeordnete Kontrollinstanzen geben. Und genau diese interessieren mich.

Grüße,
Anja

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der dekan ist der sprecher, der, der die profs nach aussen
hochschulweit vertritt - nicht der chef:wink:

Das habe ich auch nicht behauptet. Der Dekan darf aber
durchaus bestimmen, wofür es Scheine gibt

dann funktioniert euer institut anders als unseres. da ist ein fachbereichsratsbeschluss notwendig. sollte das deinem dekan jedoch egal sein, koennte es eventuell sein, dass er damit auf unbehagen anderer trifft.
es ist in vielen fachbereichsraeten so, dass der dekan eine gewisse position vorgibt zu haben. so lange es keine anderen profs stoert, ist daran nichts auszusetzen. vielen ist es sogar recht. da brauchen sie nicht den kopf hinhalten.

(er hat mir ja auch
schon vorgeschlagen, anderweitig einen ähnlichen Kurs zu
belegen, den er statt diesem Seminar anerkennen würde, nur
hatte ich bislang keine Gelegenheit für einen solchen Kurs)
und ist auch sonst, zumindest an unserem kleinen Institut, der
Ansprechpartner bei Problemen. Dabei agiert er als Vermittler
und nicht als Chef.

kann er aucch nicht, auch wenn du das gerne sehen moechtest.
also er kann schon, aber wer nicht auf ihn hoert, den erwartet nichts.

handle mit dem dozenten, nicht mit irgendeinem anderen.

Habe ich versucht, es war und ist aussichtslos. Genaueres habe
ich bereits in meiner Antwort an Iris beschrieben.

du bist nicht die erste studentin, die probleme mit nem prof hat:smile:

Ich hoffe, dass man mir im wer-WEISS-was-Forum weiterhelfen
kann, was weiterführende Beschwerdeschritte an der Universität
oder auch außerhalb angeht.

du kannst natuerlich klagen, wenn du willst. das ist jedoch die einzige moeglichkeit zu deinem eventuelleen recht zu kommen, wenn der weg der kommunikation ausgeschoepft ist.

nicht mal der rektor der hochschule oder deren kanzler kann einem prof etwas vorschreiben!!!

Ich bezweifle nämlich, dass der
Dozent eine Art Gott sei, der allein und nach Belieben über
das Bestehen der Studenten entscheiden darf.

gott nicht, aber es kommt dem ziemlich nahe. der fachbereichssrat muss in einem beschluss festlegen, ob du den schein brauchst oder nicht. das kann kein einzelner prof festlegen.

du muesstest also den fachbereichsrat darum befragen, dass du den schein nicht mehr machen brauchst.das ist die einzige, der kommunikation aus dem weg gehende moeglichkeit.

der dozent gibt dir den schein, weil der fachbereichsrat beschlossen hat, dass du einen brauchst.

dozenten sind auch nur menschen, sie halten sich an rahmen, aber sie muessen nicht und wenn da ein student eine extrabehandlung moechte, dann moegen das manche profs nicht, andere moegen es, wenn man ihnen hintenreinkriecht…wieder andere macheen keinen heckmeck.

Da muss es auch
übergeordnete Kontrollinstanzen geben.

das nennt sich gericht.

mfg:smile:
rene

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Hallo Anja,

nachvollziehen kann ich, dass Du Dich ungerecht behandelt fühlst.
Andererseits hast Du als Studentin ganz klar eine Bringschuld.
Der Dozent hat im KVV angekündigt, was notwendig ist, um einen SChein zu erhalten.
Man macht so etwas als Dozent, weil man nur so sicher stellen kann, dass der Student das notwendige Wissen erworben hat.
Darum geht es, um nichts anderes.
Ich möchte bezweifeln und lasse es selbst auch nicht zu, dass ein Student, der zu oft gefehlt hat, nur an ausgewählten Sitzungen im nächsten Semester teilnimmt. Der Kontext fehlt.
Es ist ziemlich egal, warum der Student gefehlt hat, wenn er nicht die notwendigen Kompetenzen erworben hat, dann kann ich ihm den SChein nicht geben.
Tatsächlich ist es nicht meine Aufgabe, darüber zu entscheiden, ob ein Student nun krankheitsbedingt zu Hause bleibt. Das ist auch absolut unglaubwürdig: Entweder jemand ist krank, dann k-a-n-n er nicht kommen, oder aber er sucht einfach eine nette Ausrede, um nachher eine Mitleidsmasche durchzuziehen (ja, das klingt hart, aber Deinen Fall erlebe ich jedes Semester x Mal, entweder gibt es ein spezielles Virus in der Mensa oder…).

Mich interessieren mittlerweile nicht die Ansprechpartner am
Institut, denn diese Möglichkeiten sind (nahezu) ausgeschöpft.
Ich hoffe, dass man mir im wer-WEISS-was-Forum weiterhelfen
kann, was weiterführende Beschwerdeschritte an der Universität
oder auch außerhalb angeht. Ich bezweifle nämlich, dass der
Dozent eine Art Gott sei, der allein und nach Belieben über
das Bestehen der Studenten entscheiden darf. Da muss es auch
übergeordnete Kontrollinstanzen geben. Und genau diese
interessieren mich.

Nein, der Dozent hat nicht nach Belieben entschieden, sondern gemäß den Vorgaben im Vorlesungsverzeichnis.
Es gibt an jeder UNi, in der REgel beim Rektor angesiedelt (meistens Vizerektoren) die für Studiengänge zuständig sind (Z.B. "Vizerektor für Studienangelegenheiten), der AStA Deiner Uni wird Dir sagen können, wer das ist.

Grüße,
taju

Du bist nicht allein…
Hallo Anja,

ich habe deine Antworten alle gelesen und kann deinen Ärger gut verstehen! Zu den weiteren rechtlichen Schritten kann ich dir leider nichts sagen, ich würde dir aber gerne noch den Rat geben, nur dann noch weiter gegen den Dozenten vorzugehen, wenn du dir hundertpro sicher bist, dass du im Laufe deines Studiums nicht mehr auf ihn triffst … Bei mehreren meiner Kommilitonen ist das nämlich nach hinten los gegangen (obwohl sie eindeutig im Recht waren), und zwar derart, dass sie durch die Diplomvorprüfung gefallen sind bzw. gar nicht erst zugelassen wurden! Nur kurz die Geschichte dazu: Klausur über die Sozialstruktur Deutschlands (2004) - Frage: Welches Bundesland hat fünf Stimmen im Bundesrat? Die Antwort war natürlich Hessen, aber da unser Dozent grundsätzlich nur die Zahlen um 1989/1990 im Kopf hat und zu dieser Zeit KEIN Bundesland fünf Stimmen im BR hatte, wollte er auch nur diese Antwort gelten lassen (obwohl die Frage nicht so formuliert war!). Kein Scherz, aber deshalb sind Studenten durchgefallen!! Wegen einer richtigen Antwort … Eine Bekannte von mir konnte die Diplomvorprüfung erst ein Semester später machen, ein Freund beschwerte sich erfolglos beim Dozenten (der übrigens auch Dekan war - pech gehabt) - und fiel dann prompt in der Zwischenprüfung durch … Reiner Zufall natürlich!

Jetzt ist es doch etwas länger geworden, da bleibt nur zu sagen, dass wir auch sehr viele supertolle und nette Professoren haben! Aber einer reicht halt manchmal, um einem die Uni so richtig zu vermiesen… Du bist nicht allein, alles Gute!
Melanie

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