'Besichtigung' von Kindergärten und Fragen

Hallo liebe Experten,
im Herbst soll unser Kind in den Kindergarten kommen. Nun bin ich noch bei der Auswahl der Kindergärten. Wir leben in einer Stadt und es gibt viele Kindertagesstätten. Auch die Möglichkeit der Aufnahme ist wohl jeweils recht gut, da es viele zukünftige „Schulgänger“ im Herbst gibt sagte man mir.

Am Montag habe ich den ersten Termin in einem Kindergarten und kann mal dort hineinschnuppern.
Meine erste Frage: soll ich meinen älteren Sohn mitnehmen? Der Kindergärtner meinte am Telefon, ich sei da frei, doch könne ich vielleicht meine Fragen besser anbringen, wenn er nicht dabei ist und wenn wir so mehr Ruhe haben. Noch dazu muss ich auf jeden Fall unseren „Lütten“ mitbringen. Denn ich stille noch und hätte ihn auf jeden Fall gerne dabei. Wenn ich meinen älteren Sohn - um den es ja geht - also mitnehme, wäre ich mit beiden Kindern unterwegs.
Was würdet Ihr machen?

Meine nächste Frage: worauf soll ich achten im Kindergarten? Ich habe mir natürlich schon Gedanken gemacht bezüglich der Fragen die ich stelle - doch habt Ihr noch Ideen, was ich unbedingt erfragen sollte und worauf ich achten sollte?

Was haltet Ihr von „altersgemischten“ Gruppen? Wie ist hier Eure Erfahrung? Der Kindergaren am Montag hat nämlich solche Gruppen. Ist das eher gut oder schlecht?

Ich freue mich über Eure Erfahrungen!
Danke schon einmal, Natalia

Hallo

Meine erste Frage: soll ich meinen älteren Sohn mitnehmen? Der
Kindergärtner meinte am Telefon, ich sei da frei, doch könne
ich vielleicht meine Fragen besser anbringen, wenn er nicht
dabei ist und wenn wir so mehr Ruhe haben. Noch dazu muss ich
auf jeden Fall unseren „Lütten“ mitbringen. Denn ich stille
noch und hätte ihn auf jeden Fall gerne dabei. Wenn ich meinen
älteren Sohn - um den es ja geht - also mitnehme, wäre ich mit
beiden Kindern unterwegs.
Was würdet Ihr machen?

klar musst du ihn mitnehmen, ihm soll es doch dort gefallen-oder? Also, muss er auch die Möglichkeit haben sich dort umschauen zu dürfen, mit dir.Und er wird mit Sicherheit auch ein wenig sich umschauen und nicht die ganze Zeit bei dir sein…

Meine nächste Frage: worauf soll ich achten im Kindergarten?
Ich habe mir natürlich schon Gedanken gemacht bezüglich der
Fragen die ich stelle - doch habt Ihr noch Ideen, was ich
unbedingt erfragen sollte und worauf ich achten sollte?

Und was möchtest du fragen, das er nicht mitbekommen darf?
http://www.eltern.de/familie_erziehung/erziehung/wel…

Was haltet Ihr von „altersgemischten“ Gruppen? Wie ist hier
Eure Erfahrung? Der Kindergaren am Montag hat nämlich solche
Gruppen. Ist das eher gut oder schlecht?

Bei uns sind 3-6 jährige in einer Gruppe.Ich find es in Ordung.
Manu

Hallo,

du musst deinen Sohn unbedingt mitnehmen, er muss sich doch alles anschauen und dir sagen ob es ihm dort gefällt! Dann merkst du auch gleich wie er auf die Erzieherinnen und die Umgebung reagiert! Ich denke sowieso dass dein Sohn während dem Gespräch nicht bei euch sein wird, sondern sich in den Gruppen umschauen wird und spielen wird (war zumindes bei uns so)!

Gemischte Altergruppen sind etwas ganz tolles, haben wir bei uns im Kiga auch! Davon können die Kleineren nur profitieren! Beim Basteln, beim Malen, beim Spielen überall gibt es Unterstützung von den Größeren! Bei uns im Kindergarten wir immer gegen Mittag mit den zukünftigen Schulkindern noch ein extra Programm gemacht und die Kleineren können dann zum Ende des Kindergartentages immer noch etwas alleine oder zusammen spielen und etwas zur Ruhe kommen!

Mach dich nicht verrückt mit irgendwelchen „unnötigen“ Fragen, sondern beobachte deinen Sohn und schau wo es ihm am Besten gefällt und er sich richtig wohl fühlt! Natürlich müssen dir als Mutter auch gewisse Dinge zusprechen, aber in diesem Fall ist das Wohl des Kindes am wichtigsten! Bei uns habe ich mich auch auf meinen Sohn und unser Gefühl verlassen!

LG Ines

Hallo

Dann
merkst du auch gleich wie er auf die Erzieherinnen und die
Umgebung reagiert!

… und vor allem, wie die Erzieherinnen auf ihn reagieren.

Wenn du übrigens die Auswahl und Möglichkeit hast, würde ich unbedingt einen integrativen Kindergarten empfehlen. Dort sind immer die am besten ausgebildeten Erzieherinnen, die kleinsten Gruppen und die beste Ausstattung.

Viele Grüße
Thea

Hi

Hallo liebe Experten,

naja…die KiGa-Auswahl für unseren Großen ist zwei Jahre her…langt das?

Am Montag habe ich den ersten Termin in einem Kindergarten und
kann mal dort hineinschnuppern.
Meine erste Frage: soll ich meinen älteren Sohn mitnehmen? Der
Kindergärtner meinte am Telefon, ich sei da frei, doch könne
ich vielleicht meine Fragen besser anbringen, wenn er nicht
dabei ist und wenn wir so mehr Ruhe haben. Noch dazu muss ich
auf jeden Fall unseren „Lütten“ mitbringen. Denn ich stille
noch und hätte ihn auf jeden Fall gerne dabei. Wenn ich meinen
älteren Sohn - um den es ja geht - also mitnehme, wäre ich mit
beiden Kindern unterwegs.
Was würdet Ihr machen?

Wir haben ihn ebenfalls mitgenommen damit er sich die Einrichtungen anschauen konnte. Neben den Bedürfnissen der Eltern (die ich als prinzipiell gleichrangig betrachte) muß ja vor allem er sich wohlfühlen.
Wenn Du Dir allerdings mehrere Einrichtungen ansiehst, auch noch über rel. lange Zeiträume (wobei für einen Zweijährigen ein Monat eine Ewigkeit ist), darfst Du ihn am Ende nicht direkt fragen, wo es ihm am besten gefallen hat. Das würde ihn überfordern. Wir haben mit unserem Großen immer direkt nach einer „Besichtigung“ gesprochen und anhand seiner Reaktionen und Antworten (und seinem Verhalten in der Einrichtung) versucht seine Hitliste selbst zu erstellen.

Meine nächste Frage: worauf soll ich achten im Kindergarten?
Ich habe mir natürlich schon Gedanken gemacht bezüglich der
Fragen die ich stelle - doch habt Ihr noch Ideen, was ich
unbedingt erfragen sollte und worauf ich achten sollte?

Schwierige Frage, da nur Du weißt, was Dir in der Erziehung Deines Sohnes wichtig ist. Viel Natur? Besondere pädagogische Ansätze? Besondere Vorbereitung auf die Schule? Begleitung beim Schulanfang? Möglichkeiten und Ansätze gibt es viele, pauschal kann man da nicht viel sagen.

Was haltet Ihr von „altersgemischten“ Gruppen? Wie ist hier
Eure Erfahrung? Der Kindergaren am Montag hat nämlich solche
Gruppen. Ist das eher gut oder schlecht?

Bislang sind unsere Erfahrungen damit auch durchweg positiv. Ich weiß spontan auch keine Einrichtung, die das anders handhabt.
Ich bin allerdings gespannt, wie das bei unserem Großen enden wird. Seine beste Freundin ist wenige Monate älter als er, wird aber warscheinlich ein Jahr vor ihm eingeschult. Ich fürchte, die Situation wird nicht einfach…

Und nicht zu vergessen: das eigene Bauchgefühl bezüglich der Erzieher(innen)! Sie können, wie bei uns, in den nächsten Jahren zu wertvollen Ratgebern werden. Aber nur, wenn die Chemie stimmt…

Gruß Stefan

Hallo,
die anderen haben ja schon geschrieben, dass du dein Kind ruhig mitnehmen solltest, um die Reaktionen zu beobachten.

Frage die Erzieherinnen, was sie für ein Konzept haben, wie der Tagesablauf ist, was es für spezielle Förderungen & Projekte gibt (Sport, Musik, Ausflüge).
Und horche auf dein Gefühl, wie kommst du mit den Erzieherinnen zurecht, wie gehen sie mit den Kindern um?

Es gibt ja grundlegende Unterschiede in den Konzepten, von „freien“ Tagesabläufen ohne Vorgaben bis hin zu fest geplanten Tagesplänen und Angeboten der Erzieherinnen, offene Gruppen, wo die Kinder entscheiden können, wo sie hingehen oder geschlossenen, wo jeder eben in „seiner“ Gruppe ist. Da muss jeder selbst entscheiden, was ihm besser gefällt.

Beatrix

Sind bei der Auswahl an Kindergärten auch Kinderläden dabei? Also Kindertagesstätten, bei denen die Eltern mitarbeiten?

Dann stellen sich neben Fragen zur Pädagogik auch Fragen, in welchem Umfang man mitarbeiten muß: kochen? Putzen? Elterndienst?

Ich habe mir damals (vor 2 Jahren) die Kindergartengruppen auf dem Spielplatz angeschaut. Wie gehen die Kinder miteinander um? Wie die Erzieher(innen) mit den Kindern? Da gab es derbe Unterschiede!

Achte auch bei Deinen Besuchen auf die Atmosphäre im Kindergarten.

Dann war ein Kriterium die Nähe zum Kintergarten. Wenn man morgens nicht all zu weit muß, ist das (für mich) ein Vorteil.

Ist Dir die Art der Ernährung wichtig? z.B. Vegetarisch?

… und viele weitere Fragen, die Du Dir aber sicher schon gestellt hast.
Bis dann
Claudia

Hallo

Ist Dir die Art der Ernährung wichtig? z.B. Vegetarisch?

Dazu fällt mir folgendes ein: Mir war es wichtig, dass meinen Kindern nicht das damals noch vorhanden gewesene natürliche Gefühl dafür, welche und wieviel Nahrung ihnen zuträglich ist, aberzogen wird. Deshalb wollte ich nicht, dass sie zum Teller-leeressen oder mal wenigstens-ein-Löffelchen-probieren gezwungen oder überredet werden, mal abgesehen davon gehört das für mich zum Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper.

Meine Kinder waren im Laufe der Zeit in 4 verschiedenen Betreuungseinrichtungen (davon 2 Kindergärten). Jedes Mal habe ich vorher deutlich und ausführlich gefragt, ob sie dort evtl. den Teller leer essen müssten oder zum Essen überredet wurden. Jedes Mal wurde mir versichert, dass dies nicht der Fall wäre. Und jedes Mal stimmte es nicht (das weiß ich genau; ich habe nicht etwa meine Kinder so lange ausgefragt, bis sie sagten, was ich hören will oder sowas in der Richtung).

Also unbedingt auch nach dem eigenen Eindruck gehen, und sich nicht zu sehr auf Auskünfte verlassen.

Gut ist es auch, wenn man Leute befragt, die Erfahrung mit diesen Kindergärten haben. Da sollte man aber nach Möglichkeit Leute befragen, die diese Kindergärten bereits hinter sich haben, und deren Kind schon auf die Schule geht. Denn Eltern (besonders von kleinen Kindern) haben offensichtlich die starke Neigung, eine Einrichtung, die ihr Kind gerade besucht, auf jeden Fall positiv sehen oder zumindestens darstellen zu wollen, auch wenn sie in Wirklichkeit garnicht zufrieden sind.

Viele Grüße
Thea

es gibt Kindergärten, die bieten Probetage an.
Vielleicht ist das ja was. Dann bekommt man mal einen ganzen Tag mit (Essen inklusive).

LG
Claudia

Hallo,
also ich würde meinen kleinen nicht mitnehmen.
Klar soll es ihm da gefallen aber was passiert wenn ihm einer gefällt, der für dich aber eigentlich nicht in Frage kommt?
Kriegt er deine Argumentation in den Kopf?
Wonach sucht er sich wohl den Kindergarten aus?
Welches Spielzeug, sind Nachbarskinder auch da, ist der Teppich blau?

Ich würde alleine aussuchen und mein Kind vor vollendete Tatsachen stellen.

mfg

Bert

Altersgemischt
Hallo,

bei uns sind Kids von 6 Monaten bis 6 Jahre zusammen in einer Gruppe und nachmittags sind noch die Hortkinder im Nachbarraum. Die Großen gehen sehr nett und rücksichtsvoll mit den Kleinen um und alle lernen dabei. Ich finde es ist teilweise auch ein Ersatz für nicht mehr vorhandene Großfamilien mit vielen Geschwisterkindern unterschiedlichen Alters. Also: auf jeden Fall altersgemischte Gruppen.

DANKE! Vielen Dank für Eure Antworten!
Hallo,
vielen Dank für Eure netten und ausführlichen Antworten!
Das hat mir wirklich geholfen.
Ich werde meinen Sohn auf jeden Fall mitnehmen zu dem Gespräch.
Bin schon gespannt!
Herzliche Grüße
Natalia

hallo,
also, ich finde es sehr wichtig das dein „großer“ mit dabei ist. schließlich geht es um ihn und aus erfahrung kann ich dir sagen, dass es den meisten kindern leichter fällt, sich an den gedanken kindergarten zu gewöhnen, wenn sie bei der ausswahl „miteinbezogen“ werden. Schlage dem Erzieher doch vor, dass dein sohn in der zeit wo du fragen äußern kannst in einer der gruppen bleibt…
zu den fragen:
da solltest du dir überlegen, was dir besonders wichtig für dein kind ist:

  • großer aussenbereich
  • turnhalle
    geregelte frühstüchszeiten
  • geregelte Turntage oder eventuell eine Bewegungsbaustelle (hier können die kinder selber entscheiden wann und wie lange sie in die turnhalle möchten=
  • mehr kreatives
  • manchen eltern ist der ausländeranteil wichtig
  • thema elternarbeit(werden eltern miteinbezogen

    das sind so ein paar anregungen.
    dann gibt es noch den unterscvhied zwischen regelgruppen und offenen Gruppen. bei den regelgruppen sind die kinder fest in einer gruppe und alle aktivitäten finden da statt. Bei der offenen Variante treffen sich die kinder morgens in ihrer gruppe. ab einer festgelegten zeit (z.B. 9.30Uhr) können die kinder sich entscheiden wo sie an diesem tag hin möchten (Aussenbereich, Kreativbereich, Turnahalle, Rollenspiele…) das ist halt je nach einrichtung

Hoffe ich konnte ein wenig helfen

Gruß Nathalie

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Hallo Natalia,

ich stimme meinen VorgängerInnen vollkommen zu, dass Du Deinem Bauchgefühl vertrauen mußt und Dir überlegen mußt, was Du willst.

Ich hab noch zwei Aspekte:

Ein Kindergarten in direkter Wohnungsnähe hat den Vorteil, dass sich Besuche der Kinder untereinander zu Hause leichter organisieren lassen, als wenn die Freunde in einem entfernten Stadtteil wohnen.

Überlege Dir ob es Dir wichtig ist, einen konfessionellen Kindergarten zu wählen oder ob Du eher städtisch oder freigemeinützig willst…

Viel Spaß beim Besuch im Kindergarten und viel Muße für die Entscheidung!

Elke

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