ich habe letzens in der PM einen sehr interessanten Artikel über den Kennewick
Man gelesen. In diesem Artikel wurde auch erwähnt, das in Südamerika wesentlich
ältere Spuren von Besiedlung als in Nordamerika gefunden worden sind, welche die
These der Einwanderung über die Beringstrasse wiederlegen sollen.
Stimmt das wirklich? Und wie würde die Besiedelung Amerikas dann aussehen?
Oder ist das nur so eine " Dänniken"-These?
der älteste amerikanische Menschenfund wurde im kleinen ecuadorianischen Dorf Valdivia getätigt.
Was aber nicht zwingend die Beringstrasse-These widerlegt. Die Besiedlung Amerikas wurde von einem über die Beringstrasse gemacht und zum anderen über den Pazifik über Polynesien. Das ist im dem Sinne keine billige Däniken-These (Ich halte von Erich auch nicht allzuviel.) sondern eher eine „Thor Heyerdal-These“, der mit seinem Schiff Kontiki bewiess, daß man mit einem Balsafloss bewies, daß man durchaus vom amerikanischen Südkontinent über den Pazifik nach Polynesien kommt…
Und so erstaunt es dann auch nicht, daß man in den Museen in Ecuador, Kolumbien und Perú Funde antrifft, die recht polynesisch anmuten und einen eher an Maoris erinnern, als an indigene Amerikaner.
Die Gruppen der nördlichen Amerikaner und der südlichen Amerikaner haben sich irgendwann mal nördlich vom heutigen Panamá vermischt und daraus entstanden dann die indigenen Völker Amerikas.
Meine Schwester, Geschichts-Expertin am Banco Central in Quito, Ecuador könnte Dir da sicherlich noch viel mehr Details erzählen. Aber generell ist die Geschichte Amerikas in der Tat eine wahnsinnig umfangreiches Thema und sehr sehr interessant.
Viel Spaß noch
Tibu
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es gibt eine Theorie, die die Besiedlung Amerikas durch ozeanische Völker beschreibt. Die sind mit ihren Booten quer über den Pazifik und haben dann das Land von Westen her besiedelt.
über den Kennewick Mann habe ich vor kurzem eine Arte-Sendung aufgenommen.
In dem Film wurde berichtet, dass Forscher an der Nordwestküste Nordamerikas an der Küste Alaskas in Ablagerungen alter Höhlen nach Überresten und Besiedlungsspuren suchen und wohl auch fündig werden.
Es wurde die These vertreten, dass die Eiskappe, die die Bering-Strasse bedeckte, zuerst an den südlichen Rändern wegschmolz und dort eine Einwanderung über die freiliegenden Landzungen erlaubte. Demnach wären die ersten Siedler über den Küstenstreifen Alaskas und British Columbias gekommen.
Die spätere „indianische“ Besiedlung sei dann erst nach dem Rückgang des Eises über die Mitte der Landbrücke verlaufen. (Aber auch die erfolgte in mehreren Wellen, von denen die Inuit die letzten gewesen sein sollen.)
Das Interessante an dem Fund ist nebenbei, dass der Schädel keine „asiatischen“ Gesichtszüge hat, der Kennewick-Mann also anders aussah. (Es wurden Rekonstruktionen gemacht, wie man sie auch bei Verbrechensopfern macht.)
Dies wirft ein noch ungelöstes Rechtsproblem auf: In den USA haben die Indianer durchgesetzt, dass menschliche Überreste von amerikanischen Ureinwohnern nicht mehr öffentlich ausgestellt werden dürfen (z.B. in Museen) und dass die Indianer gefundene Skelette überantwortet bekommen, um sie zu bestatten. Wenn der Kennewick-Mann aber gar kein Indianer ist, hätten die Indianer auch kein Anrecht auf seine Leiche.
Zur Zeit ist ein Rechtsstreit anhängig zwischen den Wissenschaftlern, die in dem Skelett eine einzigartige Chance sehen, über die Besiedlung Amerikas etwas zu erfahren, und den Indianern, die für sich beanspruchen, die Ureinwohner des Kontinents zu sein und ihre Würde verteidigen wollen.
Zur Zeit ist ein Rechtsstreit anhängig zwischen den
Wissenschaftlern, die in dem Skelett eine einzigartige Chance
sehen, über die Besiedlung Amerikas etwas zu erfahren, und den
Indianern, die für sich beanspruchen, die Ureinwohner des
Kontinents zu sein und ihre Würde verteidigen wollen.
Wobei Du gerade das Thema aber gerade auf USA und CDN fokusierst. Die Besiedlung Amerikas ist aber nicht als eine länderspezifische Angelegenheit zu sehen, sondern vielmehr ist das eine kontinentale Sache.
Wobei Du gerade das Thema aber gerade auf USA und CDN
fokusierst. Die Besiedlung Amerikas ist aber nicht als eine
länderspezifische Angelegenheit zu sehen, sondern vielmehr ist
das eine kontinentale Sache.
hallo tiburon,
sollte keineswegs auf nordamerika beschränkt sein. ich hatte ja nur geschrieben, welche theorie in dem film favorisiert wurde. eine besiedlung über den pazifik oder atlantik nach südamerika kann ich mir ebenso gut vorstellen (man denke nur an die nachgewiesene wikinker-besiedlung…).
als vitus bering -ich glaube der wars, von dem ich das gelesen habe- richtung alaska segelte, begegneten den reisenden mitten in the middle of nowhere auf offener see aleuten in ihren kajaks. die pendelten immer hin und her zwischen den einzelnen inseln und dem amerikanischen festland.
wenn man überlegt, welche strecken die polynesier mit ihren booten zwischen polynesien, hawaii und neuseeland zurückgelegt haben, dann wundert einen gar nichts mehr…
ich habe letzens in der PM einen sehr interessanten Artikel
über den Kennewick
Man gelesen. In diesem Artikel wurde auch erwähnt, das in
Südamerika wesentlich
ältere Spuren von Besiedlung als in Nordamerika gefunden
worden sind, welche die
These der Einwanderung über die Beringstrasse wiederlegen
sollen.
Stimmt das wirklich? Und wie würde die Besiedelung Amerikas
dann aussehen?
Oder ist das nur so eine " Dänniken"-These?
Tausend Dank
hi ich bin indianischer abstammung und meine leute waren immer sehr skeptisch über diebesiedlungstheorien der weissen und es zeigt sich zurzeit das durch funde bereits vor40 000 jahren menschen in beiden amerikas vorhanden waren.
gruss martin bizhoo