Besoldungsgruppe Grundschullehrer

Hallo,

ich konnte in einer Diskussion nicht endgültig klären, mit welcher Besoldungsgruppe ein Grundschullehrer/in anfängt.
Also die Besoldungsgruppe, in die er/sie nach der Verbeamtung in der Regel zuerst eingestuft wird.

A 11 oder A 12?

Gruß

Matthias

A 12 - seit ca. 40 Jahren
Hallo Matthias,

als Anfang der 60er Jahre Georg Picht die „Deutsche Bildungskatastrophe“ entdeckte, wurden die Grund- und Hauptschullehrer (voher Volksschullehrer) von A11 nach A12 hochgestuft, um den Beruf attraktiver zu machen.

Realschullehrer, Studienräte und Berufsschullehrer A13.

Liebe Grüße
Peggy

Ohauahauaha
Oha,

das ist schon ne Ecke.

Als Polizeihauptkommissar (erst mal werden vor Lachen) bekommt man A 11, als Kompaniechef beim Bund als Hauptmann auch A 11.

Kein Wunder, dass Leute meinen, die Lehrer sind überbezahlt, wenn die niedrigste Einstiegsgruppe A12 ist.

Wer sich ein bisschen auskennt, weiß was es bedeutet Hauptkommissar zu werden bzw. Kompaniechef (40 - 120 Untergebene dazu Millionen-Werte an Materialverantwortung)

Gruß

Matthias

Hallo Matthias,

als Anfang der 60er Jahre Georg Picht die "Deutsche

Als Polizeihauptkommissar (erst mal werden vor Lachen) bekommt

PHK ist eigentlich eine Regelbeförderung, da man meist auf einer „Neuner-Elfer“-Stelle sitzt.

man A 11, als Kompaniechef beim Bund als Hauptmann auch A 11.

PHK ist A 11 und A 12 je nach Verwendung.
Hauptmann mit Abitur A 11 mit Beförderung nach oben hin offen, als Aufsteiger MilFachOffz. A 12 und Endstufe a 13 (vgl. Polizei PHK A 12 und EPHK)

Kein Wunder, dass Leute meinen, die Lehrer sind überbezahlt,
wenn die niedrigste Einstiegsgruppe A12 ist.

Aber auch die höchste. Haupt- und Grundschullehrer fangen mit A12 an und gehen mit A 12 in Pension, wenn sie nicht Konrektor oder Rektor werden.

Wer sich ein bisschen auskennt, weiß was es bedeutet

Du kannst doch jederzeit studieren und auch Lehrer werden!

Hauptkommissar zu werden bzw. Kompaniechef (40 - 120
Untergebene dazu Millionen-Werte an Materialverantwortung)

Du scheinst dich aber nicht auszukennen.
Welcher Zeitsoldat 12 Jahre mit Abitur wird denn nicht Hauptmann. Spätestens mit seiner Entlassung Hptm. d.R.
Ich denke mal einem Menschen Lesen, Schreiben und Rechnen bezubringen ist verantwortungsvoller als einem Erwachsenen zu sagen, dass er geradeaus maschieren soll.

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Bitte nicht so einseitig…
Hallo,

Wer sich ein bisschen auskennt, weiß was es bedeutet
Hauptkommissar zu werden bzw. Kompaniechef (40 - 120
Untergebene dazu Millionen-Werte an Materialverantwortung)

Gruß
Matthias

Wer sich ein bisschen auskennt, weiß was es bedeutet, beamteter Grund- oder Realschullehrer zu werden:

8 Semester Studium (ohne jegliche Bezahlung natürlich)

1 1/2 Jahre Referendariat an der Schule zum Hungerlohn (ca. 900 Euro), nebenher natürlich noch Fachseminare, allgemeine Seminare, Lehrproben, Computerkurse, Referate u.s.w.
Dazu noch eine kleine Hausarbeit (ca. 100 Seiten)!

Sollte man das alles überstanden haben, ist noch überhaupt nicht sicher, dass man in den Schuldienst übernommen wird (die Note ist da auch egal), dann war alles für die Katz…

Ach ja, und falls dir der Beruf des Lehrers zu überbezahlt erscheint, würde ich dir mal empfehlen, eine Woche Schule „am eigenen Leib“ mitzuerleben, da geht es nicht so diszipliniert zu wie auf dem Kasernenhof (zum Glück allerdings).

Ich hoffe, ich konnte Dein „Oha“ etwas relativieren.

Gruß Alex

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Hi,
Ergänzend hier die Bundesbesoldungsordnung A (BBesO A):
http://216.239.51.100/search?q=cache:kLPkU31csR4C:ww…

Ciao Rossi

Hi,
vielleicht noch in Ergänzung zu den vorangegangenen Kommentaren:

Kein Wunder, dass Leute meinen, die Lehrer sind überbezahlt,
wenn die niedrigste Einstiegsgruppe A12 ist.

Für einen Lehrer beginnt das Berufsleben mit einem unbezahlten Studium und einem schlecht bezahlten Referendariat. Erst danach wird ein Lehrer in voll A12 eingruppiert.

Wer sich ein bisschen auskennt, weiß was es bedeutet
Hauptkommissar zu werden bzw. Kompaniechef (40 - 120
Untergebene dazu Millionen-Werte an Materialverantwortung)

Ein Hauptmann hat ein Studium an der Uni-BW hinter sich (meist als Leutnant) und bezieht dabei weiter seinen Sold.

Übrigens:
Sofern die Verwendung ein Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule erfordern, werden Truppenoffiziere als Hauptmann eingestellt (Par. 28 (1) Soldatenlaufbahnverordnung). Ein Hauptmann ist damit durchaus mit einem Lehrer vergleichbar. Ebenso ist nach einem Studium bei entsprechender Verwendung „Hauptmann“ eine Einstiegsposition.

Ein Lehrer tritt verglichen mit einem Offizier deutlich später in den Staatsdienst ein, hat aber eine vergleichbare Ausbildung und eine vergleichbare Verantwortung für Mensch und Geld.

Ciao Rossi

PS: Man darf bei solchen Besoldungsvergleichen nicht übersehen, dass ein deutlicher Unterschied zwischen FH-Absolventen und Uniabsolventen in der Besoldung besteht. Das ist aber ein anderes Thema.

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Heute kam der Brief. A 12 wird meine Frau bekommen. Cool.

Bezüglich der A 12 auf Lebenszeit, nur bei Beförderung mehr. Es gibt doch Altersstufen.

Weiterhin gibt es auch in der freien Wirtschaft das Prinzip der Tarifgruppen. Die wechselt man auch nur, wenn man vom Arbeitgeber ein Arbeitsgebiet mit mehr Verantwortung bekommt.

Matthias

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Heute kam der Brief. A 12 wird meine Frau bekommen. Cool.

Gratuliere! Aber wenn ich oben gucke, hältst du deine Frau jetzt für überbezahlt?!

Es gibt doch Altersstufen.

Richtig. Sie steigt in der untersten ein. Trotz der Ausbildung, die sie unbezahlt hinter sich hat, ist das Gehalt nicht berauschend. Es wird erst im Lauf der Zeit interessant. Das ist wie in der Wirtschaft: Die Erfahrenen bekommen mehr als die Anfänger.

Weiterhin gibt es auch in der freien Wirtschaft das Prinzip der Tarifgruppen. Die wechselt man auch nur, wenn man vom

Arbeitgeber ein Arbeitsgebiet mit mehr Verantwortung bekommt.

Damit spielst du wohl auf die u. a. Bemerkungen anderer an, dass man mit A12 anfängt und mit A12 aufhört.

In der Wirtschaft, das sagst du richtig, bekommt man, wenn man sich einsetzt, Aufgaben mit mehr Verantwortung und dann auch mehr Geld.

Auch in der Schule kann man Verantwortung übernehmen, es gibt viele Möglichkeiten. Man kann sich für seine Kinder zerfleischen - aber man bekommt keinen Cent mehr, sondern genau dasselbe wie jemand, der nur das Allernötigste tut.

Lehrer(in) ist kein Aufstiegsberuf. Dass man auf 40 bis 50 Lehrer(innen) eine(n) Schulleiter(in) und eine(n) Stellvertreter(in) braucht, ist da irrelevant.

Aber man kann natürlich noch Schulrat/rätin, Kultusminister(in) oder Ministerpräsident(in) werden. :smile:))

LG
Peggy

Hi

Ob der betreffende Mensch meine Frau ist oder nicht, kann meine Beurteilung der Bezahlung nun nicht beeinflussen.

Der Satz: „Du hättest ja auch Lehrer werden können“

Den unterschreibe ich voll. Sage ich auch immer, wenn Leute sich über Beamtengehälter beklagen.

Ich möchte den Job auch nicht machen wollen, ich könnte das gar nicht. Soviele Kinder um mich rum. Sie ist an einer Schule, wo Deustche in der minderheit sind, diese Schulen sind oft die schwierigsten.

Wir haben in unserer Firma etwas, was Schulleiter auch können sollten.

Unabhängig von der regelmässigen tariflichen Erhöhung gibt es im Budget 0,8 Prozent der Gesamtpersonalkosten für individuelle Gehaltserhöhungen. Man kann jährlich die Chance nutzen und davon etwas verlangen. Somit kann der Vorgesetzte Leistungen extra honorieren, ohne dass die Gehaltsgruppe gewechselt werden muss (ist oberschwierig und die Sprünge sind zu groß)

Ich konnte damit innerhalb von 3 Jahren in der Gehaltshöhe die nächste Gruppe erreichen und wurde dann auch hochgestuft

Matthias

Heute kam der Brief. A 12 wird meine Frau bekommen. Cool.

Gratuliere! Aber wenn ich oben gucke, hältst du deine Frau
jetzt für überbezahlt?!

Heute kam der Brief. A 12 wird meine Frau bekommen. Cool.

Gratuliere! Aber wenn ich oben gucke, hältst du deine Frau
jetzt für überbezahlt?!

Es gibt doch Altersstufen.

Richtig. Sie steigt in der untersten ein. Trotz der
Ausbildung, die sie unbezahlt hinter sich hat, ist das Gehalt
nicht berauschend.

Hast du schon mal den „Stundenlohn“ ausgerechnet? Bei über 70 Tagen im Jahr Ferien (in der freien Wirtschaft wird das Urlaub genannt) und einem „Halbtagsjob“ als Lehrer ist das enorm!

Das darfst du nie vergessen! Überlege mal was z.B. eine Erzieherin im Kindergarten verdient! Längstens nicht das, was sie wirklich verdient hätte. Und in meinen Augen hat sie keine geringere Verantwortung als jeder Grundschlulehrer; egal ob Klasse Eins oder Klasse Vier.
Ich wollte um alles in der Welt aber kein Lehrer sein; ich seh es an den kaputten Typen in meiner Familie; wir haben vier Lehrer und ich weiß wovon ich spreche. Allesamt sind mit knapp 50 schon total verschlissen…viel schlimmer aber ist deren Geisteszustand. Man könnte gerade meinen, die passen sich dem Geist ihrer Schüler an.

J.

Es wird erst im Lauf der Zeit interessant.

Das ist wie in der Wirtschaft: Die Erfahrenen bekommen mehr
als die Anfänger.

Weiterhin gibt es auch in der freien Wirtschaft das Prinzip der Tarifgruppen. Die wechselt man auch nur, wenn man vom

Arbeitgeber ein Arbeitsgebiet mit mehr Verantwortung bekommt.

Damit spielst du wohl auf die u. a. Bemerkungen anderer an,
dass man mit A12 anfängt und mit A12 aufhört.

In der Wirtschaft, das sagst du richtig, bekommt man, wenn man
sich einsetzt, Aufgaben mit mehr Verantwortung und dann auch
mehr Geld.

Auch in der Schule kann man Verantwortung übernehmen, es gibt
viele Möglichkeiten. Man kann sich für seine Kinder
zerfleischen - aber man bekommt keinen Cent mehr, sondern
genau dasselbe wie jemand, der nur das Allernötigste tut.

Lehrer(in) ist kein Aufstiegsberuf. Dass man auf 40 bis 50
Lehrer(innen) eine(n) Schulleiter(in) und eine(n)
Stellvertreter(in) braucht, ist da irrelevant.

Aber man kann natürlich noch Schulrat/rätin,
Kultusminister(in) oder Ministerpräsident(in) werden. :smile:))

LG
Peggy

Hallo J.,

Hast du schon mal den „Stundenlohn“ ausgerechnet? Bei über 70 Tagen im Jahr Ferien (in der freien Wirtschaft wird das Urlaub genannt) und einem „Halbtagsjob“ als Lehrer ist das enorm!

Halbrtagsjob? Der Arbeitsaufwand von Lehrern ist schon berechnet worden. Er liegt trotz der Ferien weit über dem Stundensoll anderer Berufe.

Das darfst du nie vergessen! Überlege mal was z.B. eine Erzieherin im Kindergarten verdient! Längstens nicht das, was sie wirklich verdient hätte.

Zum einen ist es in unserem System üblich, dass, je höherwertig die Ausbildung, umso höher das Gehalt. Andererseits halte auch ich Erzieherinnen für unterbezahlt, wie z. B. Krankenschwestern auch. Aber dann sollte man sie hoch-, nicht etwa Lehrer herabstufen.

Ich wollte um alles in der Welt aber kein Lehrer sein; ich seh es an den kaputten Typen in meiner Familie; wir haben vier Lehrer und ich weiß wovon ich spreche. Allesamt sind mit knapp 50 schon total verschlissen…

Eben! Und das nach einem Halbtagsjob mit 70 Tagen Urlaub? :smile:

… viel schlimmer aber ist deren Geisteszustand. Man könnte gerade meinen, die passen sich dem Geist ihrer Schüler an.

Na, da kenne ich andere. Aber wenn du hier solch sich selbst widersprechende Aussagen machst, darf ich vielleicht fragen: Wem hat sich denn dein Geisteszustand angepasst? Doch nicht etwa den vier Lehrern in deiner Verwandtschaft? :wink:

Liebe Grüße
Peggy