wenn es Dir „nur“ um die mtl. Belastung geht, dann ist natürlich die kurze Laufzeit der „billige“ Weg. Allerdings solltest Du mal rechnen, wie dann die Restschuld am Ende der Zinsbindung aussieht.
Das ist der Denkfehler, den viele haben. Nur die Belastung gedrückt zu haben, wird sich in den meisten Fällen rächen, da aufgrund eine niedrigen Tilgung nach 10 Jahren keine nennenswerte Entschuldung stattgefunden hat.
Wenn dann die Zinssätze ein halbwegs durchschnittliches Niveau angenommen haben, steigt die Belastung schnell mal um einige Hundert Euros. (Eines sollte klar sein,… der heutige Niedrigzins ist keine langfristige Referenz - und wird es auch niemal sein können. Vielmehr handelt es sich um eine Randerscheinung einer derzeit anhaltenden Verunsicherung der Wirtschaftsmärkte und -räume)
Wenn schon kurze Zinsfestschreibung, dann sollte zumindest die Tilgung um die „gesparten“ 100-200 € mtl. angehoben werden. Dadurch sinkt die Restschuld zum Ende der Zinsbindung tw. erheblich und ein Zinsanstieg wird sich dann nicht mehr ganz so drastisch auswirken.
Ich bin der Meinung: Je länger die Zinsbindung, desto sicherer und kalkulierbarer ist die Finanzierung!
Vor noch 2 Jahren wurden 10 Jahreskonditionen -bei steigender Tendenz- größer 5% angeboten. Heute gibt es 30 Jahreskonditionen unter 5%. Warum soll ich mir hier den Kopf zerbrechen um evtl. 0,5% zu sparen und dann evtl. später doch draufzuzahlen?
bei laufzeit bis 10 jahren gegenüber 20 jahren macht das bei
gleicher summe und tilgung ca 100 bis 150 euro aus im monat
und was macht ihr, wenn in zehn Jahren das Zinsniveau auf einem ‚normalen‘ Niveau liegt und ihr dann plötzlich 300 oder 400 €im Monat mehr zahlen müßt?
Konkurs anmelden?
Momentan sind die Zinsen sehr niedrig und die sollten so lange wie irgend möglich gesichert werden.
So hab ich es vor einigen Jahren auch gemacht, da lagen die Zinsen allerdings gut einen %punkt höher als heute.
Bei Freunden war es mal so, daß sie für ca. 6 % einen Kredit aufnahmen und nach zehn Jahren blöderweise in ein Zinshoch mit fast 10 % auskamen. Glücklicherweise konnte die Frau (nur zum Bedienen des Kredits!) arbeiten gehen und nach einem Jahr waren die Zinsen glücklicherweise wieder deutlich gesunken.
welchen Zins man in 5 oder 10 Jahren hat ist Spekulation. Es ist zwar wahrscheinlicher, dass er in 5 Jahren eher höher ist, aber auch keine Garantie, auch wenn wir uns zur Zeit in einer Phase niedriger Zinsen befinden.
Wenn man sich ein wenig mit excel auskennt kann man sich das mal ganz schnell rechnen inlusive Tilgungsrate und Gesamtsumme die man an die Bank überweissen muss.
Niedriger Zins ist sicherlich von Vorteil, aber je niedriger der Zins desto höher muss dann die Tilgungsrate sein, denn sonst zahlst du noch dien Haus ab wenn du in Rente gehst.
Desweiteren hängt auch noch viel davon ab wie die private Situation ist, können eventuell Sondertilgungen vorgenommen werden, muss für eine gewissse Zeit 1 Gehalt reichen.
möglichst lange zinsbindung, auch wenn das leicht höher ist bei 20jahren als bei 10 oder 15. grünbde dafür sind bereits genannt worden.
möglichst hohe tilgung wählen, ohne aber daß ihr ei der bedienung der raten verbiegen müßt. sondertilgungsrecht vereinbaren, möglichst hoch, aber keine fixen so-tilgungsraten wählen.
zusehen, die hütte innerhalb der 15 oder 20jahre, die das darlehn läuft, abzubezahlen
darlehn mit 10 jahren laufzeit vereinbaren, ebenfalls möglichst hohe tilgung und so-tilgungsrecht; parallel dazu bausparverträge abschließen und besparen und mit denen dann nach 10 jahren das oder die darlehn ablösen.
hat den vorteil, daß die niedrigen zinsen, so die bsv jetzt abgeschlossen werden, auch in 10, 12, 15 jahren noch garantiert sind und man bei bsv i.a. jederzeit und in jeder höhe so-tilgen kann.
kann von bausparkasse zu bausparkasse variieren, daher vorher genau erkundigen (lbs z.b. macht sowas, ohne jetzt werben zu wollen)
vorteil: garantierte zins- und tilgungshöhe, flexibilität in der abzahlung
nachteil (kann sein, muß aber nicht für den, der geld hat): paralleles ansparen der bsv während der tilgungszeit
Hallo,
seit der erfindung der Tabellenkalkulation ist es ein Leichtes, mal 10 oder 20 Versionen durchzurechnen.
Dabei koennte man auf die Idee kommen, sich gleichzeitig anzusehen, wie die Belastung heute oder nach Ablauf der Zinsbindung dann bei geringerer Restschuld aussieht. Wieviel der Zins hoeher sein darf ohne ueber sein Limit zu kommen.
Generell ist der Zins, also die Summe aller Zinszahlungen der mehreren Jahre, am geringsten wenn schnell viel getilgt wird. Wer 30 Jahre rumzuckelt, zahlt das Darlehen zweimal ab. Wer in fuenf Jahren fertig sein will, muss eine hohe Monatsrate stemmen, oder billiger kaufen. Dazwischen liegt die Wahrheit, fuer jeden individuell woanders. Einfach mal rechnen, siehe oben.
Szenario 1) Die Deflation hält langfristig an, die Zinsen bleiben unten oder sinken sogar noch weiter. Dann macht es wenig Sinn, heute einen Aufschlag für langfristige Bindung zu zahlen.
Szenario 2) Die Inflation kommt zurück und die Zinsen steigen wieder. Dann wird man in 10 Jahren zwar höhere Raten zahlen aber auch ein höheres Einkommen haben.
Sei die Inflation bis dahin wieder bei den üblichen 2% im Mittel angekommen, dann sind es - vereinfacht gesagt - 20% weniger Schulden und 20% mehr Einkommen.
Rechenbeispiel:
Leihsumme 220.000 Euro, 10 Jahre Zinsbindung bei 3,6% und Tilgung bei 1,45% = 925 Euro im Monat bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro
~ 1/3 des Lohnes fürs Haus
In 10 Jahren sind dann noch 180.000 Euro Schulden übrig und gemäß Szenario 2 sind die Zinsen auf das Doppelte gestiegen (7,2%).
Dann beträgt die Rate 1.230 Euro. Das Einkommen sollte dann aber inzwischen auch bei 3.600 Euro (120%) liegen
~ wieder 1/3 des Lohnes fürs Haus --> passt!
Wenn man dann noch ein wenig Optimismus einbaut, dass eventuell ja auch noch die Karriere ein bisschen Geld zulegt und die Zinsen sich eventuell doch nicht verdoppeln, passt es um so besser.
Das ist Rechnerei die Menschen in den finanziellen Ruin treibt.
Was ist mit Jobverlust, Krankheit, Karriereknick, keine Lohnerhöhung sondern Lohnminderung, Kurzarbeit, Kinder, den 20% (oder mehr) Erhöhung der Lebenskosten, Reparaturen, Gebührensteigerungen und, und, und
Das ist Rechnerei die Menschen in den finanziellen Ruin
treibt.
öhm, bei allem gebotenen Respekt:
Was ist mit Jobverlust, Krankheit, Karriereknick, keine
Lohnerhöhung sondern Lohnminderung, Kurzarbeit,
In diesem Fall ist man auf jeden Fall so oder so arm dran. Wenn man die Raten dann aber auf 20 Jahre auf Anschlag geplant hat, ist man ärmer dran, als wenn man niedrigere Raten mit niedriegerer Tilgung gewählt hatte.
Kinder,
s.o.
den
20% (oder mehr) Erhöhung der Lebenskosten,
das IST die besagte Inflation.
Reparaturen,
Gebührensteigerungen und, und, und
Ich denke du verwechselst: Raten auf Anschlag (dann sind alle genannten Sonderausgaben mörderisch) vs. moderate Raten zu Ungunsten einer kurzen Laufzeitbindung.
Mein Tipp ist tatsächlich die Raten so zu wählen, dass man daneben noch GUT leben kann und die besagten Lebensrisiken zumindest teilweise aushalten kann.
Trotzdem sind die Schulden und Zinsen an die Inflation geknüpft. Wenn sie kommt, dann ist das tendentiell gut für Schuldner, wenn sie nicht kommt, sind Zinsen gerade nicht das Problem.
Szenario 2) Die Inflation kommt zurück und die Zinsen steigen
wieder. Dann wird man in 10 Jahren zwar höhere Raten zahlen
aber auch ein höheres Einkommen haben.
alles andere wird aber auch teurer sein/werden.
Wenn man dann noch ein wenig Optimismus einbaut, dass
eventuell ja auch noch die Karriere ein bisschen Geld zulegt
und die Zinsen sich eventuell doch nicht verdoppeln, passt es
um so besser.
Hm, auf die Hoffnung und den Optimismus verlasse ich mich bei Projekten wie Hausbau/kauf lieber nicht, da sollte Planungssicherheit her.
Wenn man Geld zuviel hat, soll man die in Sondertilgungen stecken, die haben bessere Effekte.
Szenario 2) Die Inflation kommt zurück und die Zinsen steigen
wieder. Dann wird man in 10 Jahren zwar höhere Raten zahlen
aber auch ein höheres Einkommen haben.
alles andere wird aber auch teurer sein/werden.
Natürlich, bloß im Verhältnis dazu werden die Schulden trotzdem geringer.
Wenn man dann noch ein wenig Optimismus einbaut, dass
eventuell ja auch noch die Karriere ein bisschen Geld zulegt
und die Zinsen sich eventuell doch nicht verdoppeln, passt es
um so besser.
Hm, auf die Hoffnung und den Optimismus verlasse ich mich bei
Projekten wie Hausbau/kauf lieber nicht, da sollte
Planungssicherheit her.
Natürlich richtig. Es sollte alles so kalkuliert sein, dass es auch in einem schlechteren Szenario passt. Allerdings werden die wenigsten in der Lage sein, Immobilienkauf und Worst-Case (Ausfall Einkommen) parallel zu verkraften (dann muss man nicht finanzieren), also sollte man sich auf die anderen Unbillen des Lebens konzentrieren.
Wenn man Geld zuviel hat, soll man die in Sondertilgungen
stecken, die haben bessere Effekte.
Unwidersprochen.
Gerade das ist ja der Charme von 10 Jahre Bindung und minimaler Tilgung. Im Normalfall sollte so kalkuliert sein, dass man seine Sondertilgung schafft. Wenn aber in einem Jahr mal das Auto schlapp macht ist es auch kein Beinbruch.
Trotzdem bleibe ich dabei, dass eine langfristige Zinsbindung und der damit verbundene Zinsaufschlag am Ende ein schlechtes Geschäft sein können, für eine Sicherheit, die man in 10 Jahren vermutlich eh anders sieht.
Es gibt zwar auch heute noch Leute, die in DM umrechnen, aber die verkennen, dass seitdem das Geld 20-50% weniger wert wurde.
Allerdings basiert Deine Berechnung auf Spekulationen. Bei kurzen Festschreibungen muss man Selbst nach 9 Jahren spekulieren wie es denn nun weitergeht!
Demgegenüber ist halt bei langen Laufzeiten Gewissheit da - und das ist ohne Frage ein Vorteil!
Wichtig ist auf alle Fälle, wir hoch ein Aufschlag für die Sicherheit ist, denn um JEDEN Preis, lohnt die sich ganz klar NICHT!
_____________________________________________________________________
Dann beträgt die Rate 1.230 Euro. Das Einkommen sollte dann
aber inzwischen auch bei 3.600 Euro (120%) liegen
~ wieder 1/3 des Lohnes fürs Haus --> passt!
Aber nur, wenn der Darlehensnehmer genau weiß, was er macht. Denn die Belastung steigt hier innerhalb von 30 Tagen schlagartig um locker 300 €.
Ob der Lohn gestiegen ist, oder nicht, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Ab einer gewissen Zeit will man normalerweise den Lebensstandart verbessern und nicht wieder „gefühlt“ von vorne anfangen.
ABER, die Entscheidung liegt immer beim Fragesteller, bzw. Kreditnehmer (echte Sicherheit kostet halt einfach etwas mehr).