Bessere Kondotionen bei Bausparvertrag?

Hallo,

ich habe für ein Eigenheim einen Kredit, dessen Zinsbindung in zweieinhalb Jahren ausläuft, Zins nom. 5,3 % (Restschuld dann 150000).
Jetzt würde ich gerne die niedrigeren Zinsen nutzen, ausserdem könnte ich deutlich mehr tilgen (+1000 Euro monatl.). Leider möchte meine Bank von einer vorzeitigen Ablösung nichts wissen (selbst mit Vorfälligkeitsentschädigung). Man bietet mir lediglich einen Foreward-Kredit mit 4,7% Zinsen an.
Ich habe jetzt überlegt, vielleicht ein Bausparvertrag abzuschliessen, in den ich die 1000 Euro einzahle und auf den ich dann in zweieinhalb Jahren den Kredit umschulde. Ich habe auch schon einen Bausparvertrag, den man vielleicht aufstocken könnte.
Bevor ich mit der Bausparkasse spreche, würde mich mal interessieren, wie die Chancen sind, bei so einem Deal bessere Konditionen rauszuholen. Mir fällt da die Geschichte von jemandem ein, der sich bei so einer Gelegenheit die Prämie mit dem Makler geteilt hat (war allerdings eine Versicherung). Schliesslich muss der „Berater“ dafür nicht viel tun, ich laufe ihm mit dem Geld ja dann geradezu hinterher.

Vielen Dank

Ron

Hallo,
am besten soviel sparen wie möglich.
Nach Ablauf der Zinsbindung diesen Betrag auf einen Schlag in die Tilgung mit einfliesen lassen und über den Restbetrag neu verhandeln.

Ob ein Forward-Darlehen Sinn macht kann ich so nicht sagen.

Übrigens ist dieses Provisionsgeteile verboten und strafbar.

Grüße

Laber

Hi,

Du müsstest schon sagen, welche Zinsbindungsfrist
der Forwardkredit dann hat, und ob der Zinssatz
dann in 2.5 Jahren dir garantiert ist.
Für 10 Jahre Bindung liegt der Zinszatz etwa bei 4,3%
im Moment. Vor 90 Tagen lag er bei 3.8%.
Es sieht nun zur Zeit weiter nach steigenden Zinsen aus.
Die par Zehntel , die noch fehlen zu 4.7% der FF-Kredits
könnten schnell erreicht sein, u.U. schon in weiteren 90 Tagen.

Was Deinen vorhandenen Bausparvertrag betrifft,
musst Du schauen, wie denn die Konditionen sind, wenn du
dessen Kredit dann abrufst, und ob Du es schaffst ihn innerhalb von 2.5 Jahren zuteilungsreif zu sparen, mit den 1000 Euro monatlich oder mit anderen Geldspritzen. Das gilt auch für einen neuen.

Wenn Du einfach nur so sparts, sollten mit einiger Verzögerung die Sparzinsen bei steigenden Kreditzinsen bis dahin aber auch steigen,
(was den jetzt festgelegten Zinssatz eines Bausparvetrages noch unattraktiver macht) Denk aber an den sinkenden Sparerfreibetrag, und die geplanten Steueränderungen, 25% der Zinserlöse pauschal, das kostet dann (mehr) Steuern, u.U.
Wenn Du ein Institut mit günstigeren Konsitionen findest, und Du in 2.5 Jahren umschuldest, sollten Gebühren anfallen, Umschreibung Grundschuld, Wertgutachten etc, die an der Ersparnis knabbern.

Wenn Du weiter steigende Zinsen fürchtest, kannst Du auch einen Zinsoptionsschein/zertifikat kaufen, der auf steigende Zinsen setzt.
In 2.5 Jahren solltest Du dann enormen Gewinn haben, mit denen Du die Restschuld verringerts und so am Ende weniger Zinsen absolut bezahlst, wenn der Schein sinkt hast du den Einsatz u.U komplett verloren, aber dann sind die Zinsen auch nicht oder nur wenig gestiegen. Und Du kannst jeden Börsentagtag sagen, jetzt hab ich den für mich optimalen Punkt erreicht und mach Kasse oder zieh die Notbremse. Das ganze ist aber kompliziert auszurechnen.

Ich glaub nicht dass Deine Bank eine kreditablösung grundsätzlich
ablehnt, aber es sollten ihr eta 3000 Euro entgangener Gewinn
entstehen, dann sollte sie bei dem Deal schon wieder raus haben,
und ein par 100 für ihre Bemühungen, oder halt der FF Kredit.

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(selbst mit Vorfälligkeitsentschädigung). Man bietet mir
lediglich einen Foreward-Kredit mit 4,7% Zinsen an.

Ich würde im Moment keinen Forward-Kredit abschließen. Zinsentwicklung beobachten.

Ich habe jetzt überlegt, vielleicht ein Bausparvertrag
abzuschliessen, in den ich die 1000 Euro einzahle und auf den

Würde ich nicht machen, die Darlehenszinsen sind zu hoch und die Gebühren auch. Spare Deine 1000 € auf einem Termingeldkonto an und tilge die Summe am Ende der Zinsbindungsfrist.

Provisionsteilung
Hallo Michael,

Übrigens ist dieses Provisionsgeteile verboten und strafbar.

Auf welches Gesetz beziehst Du Deine Aussage?

Gruß,
Andreas

Ich würde im Moment keinen Forward-Kredit abschließen.
Zinsentwicklung beobachten.

Hallo.

Kannst du mir bitte begründen, warum du wieder mit sinkenden zinsen rechnest?
Ich rechne mit steigenden.

Gruss Ivo

Ich würd auch mit steigenden Marktzinsen rechnen
und auch mit verschärfter Gangart der Banken dann, dh
geliehenes Geld wir teuerer durch Risikiozulage.
Mancher Häuslebeauer dürften schwer in Bedrängnis kommen,
und das sollten die Banken auch versuchen umzulegen,
auf die, die nicht in Bedrängnis kommen, oder das nicht
darstellen können, dass sie nicht in Bedrängnis kommen
können.

Also ich würd den FF Kredit nehmen, wenn er mir in 2,5
jahren 4.7% garantiert bei 10 Jahren Zinsbindung,
beo 0 Kosten bis dahin.
Ich würd aber noch versuchen, sicherzustellen,
dass diese Konditionen auch dann in etwa gelten,
wenn die Restschuldsumme dann um die ersparten
36*1000 =36000 reduziert wird/werden kann und/oder
auch Sondertilgung von 5% Jahrlich möglich ist.
Mitunter liegt dann in 2.5 Jahren der Sparzins auch noch
höher als 4.7% und man verdient sogar, wenn man
36000 nicht zur Tilgung nutzt sondern weiter spart.
Wenn es anders kommt, kann man aber schnell und viel tilgen.
Alles andere kostet etwa 3000 euro irgendwelche Gebühren,
egal sb sich ein Umschuldungsgeschäft als lohnend rausstellt,
oder nicht, das weiss man eben jetzt noch nicht, aber die 3000
sind weg, das weiss man. (könnte auch 2000 oder 4000 sein).

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich würd auch mit steigenden Marktzinsen rechnen
und auch mit verschärfter Gangart der Banken dann, dh
geliehenes Geld wir teuerer durch Risikiozulage.

Wieso sollte sich die Risikoberechnung ändern nur weil sich der Marktzins ändert?

Interessiert,

Christian

Ich sprach von keinem kausalen Zusamenhang,
schon gar nicht von einem exklusiv kausalen
Zusammenhang.

Ich rechne nur mit einem Szenario
innerhalb der EU.
Jetzt gearde haben die Niederlande gemeldet,
dass sie ernshaft mit 3% Wirtschaftswachstum
rechne und mit 5% Arbeitlosigkeit.
Damit könnte das Gut Arbeit kanpper und teurer
werden, dort wie in anderen Ländern der EU.
Die EU Zentralbank könnte mit weiteren Zinserhöhungen
kommen, die durchaus Einflus auf die Hypozinsen haben.
Die in den Niederlanden residierenden Menschen zB sollten aber dann höhere Nettolöhne und Kaufkraft haben, das ja auch ihre Sozialkassen und Fiskus entlasten werden, wegen der niedrigen Arbeitslosigkeit und dem höheren Wachstum. Bei uns ist das nicht der Fall und es rechnet auch keiner damit.
Da wir aber Mitglied des Eurozinsraumes sind, haben wir höhere Zinsen zu zahlen, ohne dass wir das mit höheren Einkommen ausgleichen könnten. Unsere eigenen Hypos geraten in Gefahr, wenn sie
aus der Zinsbindung laufen, und dann die zu zahlenden höheren Zinsen
auf das verfügbare und pfändbare Einkommen drücken.
Die Konjunkturwelle in NL und woanders könnte schon zu uns rüberschwappen, sie wird aber nicht alle treffen.
Jemand der sich ein Häuschen gekauft hat 2004, mit schon soliden
150000 Hypo 4% 5 Jahre, zahlt 6000 Euro Zinsen im Jahr
(500 im Monat). Bei 6% aber 750 monatlich im Jahr 2009 für die neue.
Sozialversicheung gestiegen, KM-Pauschale gekürzt, AG kürzt Weihnachtsgeld, schon wieder 100 Euro im Monat weg und dann noch die Mwst erhöhung. Viele würden das dann nicht mehr schaffen,
wenn sonst noch was passiert. (Auto, Waschmaschine, Scheidung wg. Geldnot, Anwalt kostet, aber keiner das Haus zu einem Preis der nur annähernd … )
Die Banken sollten ein höheres Ausfallrisiko haben.
Das ganze sähe nicht so gefährlich aus, wenn
es auch bei uns aufwärts ginge, tut es aber nicht
oder nicht genug für 6% Zinsen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ronald,
der Bausparvertrag kostet eine zusätzliche Abschlussgebühr, bietet in der Ansparphase Minizinsen und kann keine Zuteilungsgarantie zu einem bestimmten Zeitpunkt bieten.
Vielleicht wäre es in deinem Fall besser, ein Forwarddarlehen (ggf. auch bei einer anderen Bank !) mit Option späterer Sondertilgungsmöglichkeiten bzw. Tilgungsänderungen während der Laufzeit zu den jetzt noch relativ niedrigen Zinsen festzuschreiben. Das Geld, welches du jetzt übrig hast, sparst du flexibel und sinnvoll an. Bei 1.000 EUR im Monat sind das in zweieinhalb Jahren 30.000 EUR, die du einmalig in die Tilgung stecken kannst und das Forwarddarlehen dann nur noch in Höhe von 120.000 EUR benötigst. Den Zinsgewinn hast du zusätzlich. Wenn du das Ganze geschickt aufbaust, fängt dann die Finanzierung überhaupt erst an, Spaß zu machen und du sparst über die Laufzeit erhebliche Zinsen ein.

Viele Grüße
Uwe

Hallo,

„Ich glaub nicht dass Deine Bank eine kreditablösung grundsätzlich
ablehnt…“

Das ist die Commerzbank und die Aussage war ganz klar: Rückzahlung mit Vorfälligkeitsentschädigung nur bei Verkauf, sonst Einhaltung des Vertrags.

Ansonsten schon mal vielen Dank an alle für die Antworten.

Gruss

Ronald

Hallo Andreas,

öhm also ein passendes Gesetz hab ich jetzt nicht zur Hand und auch keine Lust was raus zu suchen.
Sonst jemand vielleicht?
Aber bei so einer Aktion wird der Vermittler normalerweise gevierteilt!

)

Grüße

Laber

Kannst du mir bitte begründen, warum du wieder mit sinkenden
zinsen rechnest?

Ich rechne mit steigenden.

1997 durchbrachen die Hypothekenzinsen (10-Jahresbereich) die 5 % Marke nach unten und wir haben Hypotheken vermittelt, wie die Weltmeister, weil jeder glaubte, weiter runter ginge es nicht mehr. Vor vier Wochen hatte ich Zinsen von unter 4 % im Angebot.

Die Zinsen in 30 Monaten voraussagen zu wollen, halte ich für Kaffeesatz-Leserei. Ich persönlich würde mich jetzt noch nicht für diesen Zeitraum festlegen wollen, denn ich bekomme jetzt einen Zinsaufschlag festgeschrieben, der vielleicht bis zur Fälligkeit gar nicht Eintritt. Wer aber die Zins-Sicherheit jetzt schon braucht, dem ist es natürlich unbenommen, sich jetzt festzulegen.

Aber bei so einer Aktion wird der Vermittler normalerweise
gevierteilt!

Ja, aber von wem. Ich kenne das Gerücht auch, aber niemand weiß genaues. Scheint eine Schutzbehauptung zu sein; immerhin haben wir offiziell eine Marktwirtschaft.

Andreas

Hallo,

naja Schutzbehauptung würd ich das nicht nennen.
Ich erleb es nur immer wieder, dass beispielsweise die Schwester in der Branche gearbeitet hat und es wurde was abgeschlossen nur um sich die Provision zu teilen, egal wie gut/schlecht das Produkt ist.

Aber du hast Recht, ich schau mal. Wenn ich was finde meld ich mich.

Grüße

Laber