Tach,
ich sitz gerade auf Arbeit und langweile mich zu tote (nein,
kein Beamter)! Dabei bin ich ins Gruebeln gekommen, was
wohl den Titel „Best Game Ever“ verdient haette.
Naja, man muss unterscheiden, was man damit meint. Es ist eine Sache, wenn ich einfach *meine* Lieblingsspiele benenne, es ist aber eine andere, wenn die Frage allgemeiner gemeint ist, im Sinne von „was sind die wichtigsten Spiele“.
Wie schauen eure Top 5 aus, die ihr jemals gespielt habt und
warum waren es die Besten der Besten?
Meine persoenliche Top5 ohne besondere Reihenfolge
Wizardry 8: das letzte ernstzunehmende *duck* Rollenspiel IMHO, gleichzeitig eins, welches das Spielen nicht so extrem zur Arbeit macht wie es bei den Vorgaengern der Fall war. Vieles was danach kam (und einiges davor) war/ist im Wesentlichen herumgeklicke (ja, ich kenne Witcher, aber auch Gothic, NWN, Morrowind und alles andere auch). Bei Wiz8 war man noch gezwungen darueber nachzudenken, was man tun soll, bei fast allen anderen halbwegs aktuellen RPGs geht es eher darum wie man etwas tun soll. Nachteilig allerdings: um Wiz8 komplett zu verstehen, muss man Wiz6 und 7 kennen.
Ultima Online: das erste ernstzunehmende MMORPG. Durch die Freeshards auch sehr vielfaeltig was das Regelwerk angeht, von Diablo-like bis hin zum zur schweisstreibenden Arbeit entartetem Hardcore-RPG alles dabei, was man sich wuenscht. Spielbar auch ohne Gemetzel, wenn man eine Handwerkerkarriere anstrebt. Je nach Shard sogar als eine Art Gesellschatfssimulation zu gebrauchen.
Duke Nukem 3d: das erste FPS-Spiel, wo man auch tatsaechlich sowas wie eine Interaktion mit der Umgebung hatte die über das „you use the blue key on the blue door“ hinausgeht. Ausserdem: selbstironisch, sich nicht zu ernst nehmend, graphisch damals ganz akzeptabel, eine echte 3D-Welt und fuer damalge Zeiten geradezu revolutionaer gut im Multiplayer spielbar.
Panzer General (und alle Nachfolger bis auf Star General…). Rundenbasierte Taktik, kein hektisches Herumgeklicke, anspruchsvoll, Wiederspielwert durchaus da, modular (es gab und gibt Fan-Inhalte und Mods), multiplayerfaehig (wenn auch sehr zaeh).
Master of Orion 2: rundenbasiert, der Spieler ist recht frei in seinen Entscheidungen, es gibt mehrere Wege zum Sieg, übersichtlich für ein Spiel-Universum dieser Groesse (da gibt es aktuelle Beispiele wie man es NICHT machen sollte).
Alle diese Spiele sind immer noch hier installiert und werden (bis auf UO) auch tatsaechlich gespielt. Es sind aber nicht unbedingt die ganz grossen Meilensteine der Spielgeschichte. Rundenbasiertes Taktieren und Strategie gab es schon vorher mit z.B. Civilization, 3D-Geballer ebenso. Auch alte Rollenspiele boten trotz mieser Grafik unter Umstaenden eine wesentlich dichtere Atmosphaere und wesentlich mehr Entscheidungsfreiheit, verlangten vom Spieler dann aber so sachen wie selbst Karten zeichnen, sich aufm Papier Notizen machen, sich die Dialoge selbst zurechtlegen und nicht nur anklicken (geht bei Wiz8 btw auch noch). Und Nethack is eh das bessere Diablo 
Gruss
Paul
)! Dabei bin ich ins Gruebeln gekommen, was